
Russlands Oreschnik-Rakete schlägt erneut zu: Eskalation im Ukraine-Krieg erreicht neue Dimension

In der Nacht zum Freitag hat der Kreml seine militärische Machtdemonstration auf ein neues Level gehoben. Zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn setzte Russland nach eigenen Angaben die gefürchtete Mittelstreckenrakete „Oreschnik" ein – diesmal gegen Ziele in der Westukraine, unweit der polnischen Grenze. Was das für die europäische Sicherheitsarchitektur bedeutet, sollte jeden Bürger auf dem Kontinent alarmieren.
Moskaus Vergeltungsschlag trifft kritische Infrastruktur
Das russische Verteidigungsministerium ließ keinen Zweifel an der Botschaft aufkommen. Die „russischen Streitkräfte haben einen massiven Schlag mit boden- und seebasierten Hochpräzisionswaffen großer Reichweite gegen kritische Objekte auf dem Gebiet der Ukraine geführt", verkündete die Behörde mit kaum verhohlenem Stolz. Der Einsatz des Mittelstreckenkomplexes Oreschnik sei eine Vergeltungsaktion für einen angeblichen ukrainischen Angriff auf Putins Residenz im nordrussischen Waldai kurz vor dem Jahreswechsel gewesen – eine Behauptung, die von westlichen Experten allerdings mit erheblicher Skepsis betrachtet wird.
Die Rakete schlug mit einer Geschwindigkeit von atemberaubenden 13.000 Kilometern pro Stunde ein. Ukrainische Militärblogs dokumentierten sechs aufeinanderfolgende Einschläge – ein charakteristisches Trefferbild, das auf die sechs Gefechtsköpfe der Oreschnik hindeutet. Besonders brisant: Die atomwaffenfähige Rakete wurde offenbar von einem russischen strategischen Nukleartestgelände abgefeuert, weit entfernt von den ukrainischen Grenzen.
Kiew unter Beschuss: Tote und Verletzte in der Hauptstadt
Während die Oreschnik im Westen einschlug, überzog Russland auch die Hauptstadt Kiew mit einem verheerenden Drohnenangriff. Mindestens vier Menschen verloren ihr Leben, 22 weitere wurden verletzt. Mehrere Stadtteile wurden getroffen, Wohnhäuser beschädigt, Brände brachen aus. Im Bezirk Desnjanskyj stürzte eine Drohne auf das Dach eines mehrstöckigen Gebäudes, in einem anderen Wohnhaus wurden die ersten beiden Stockwerke zerstört.
Bürgermeister Vitali Klitschko meldete Unterbrechungen der Wasser- und Stromversorgung in Teilen der Stadt. Die Angriffswelle erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Präsident Selenskyj die Bevölkerung eindringlich vor russischen Absichten für eine groß angelegte Offensive gewarnt hatte. Der Kreml wolle das eisige Winterwetter ausnutzen, das für gefährliche Glätte auf den Straßen sorge – eine zynische Taktik, die das Leid der Zivilbevölkerung bewusst maximiert.
Energieinfrastruktur am Rande des Kollapses
Die systematische Zerstörung der ukrainischen Energieversorgung zeigt verheerende Wirkung. In den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja mussten über eine Million Menschen ohne Strom, Wasser und Heizung ausharren. Fernzüge können nur noch mit Dieselloks fahren, Schulferien wurden verlängert, zahlreiche Rohrbrüche erschweren die Lage zusätzlich. In vielen Städten funktionieren nicht einmal mehr die Ampeln.
Diese gezielte Zermürbungsstrategie offenbart die ganze Brutalität der russischen Kriegsführung. Während westliche Politiker noch über Sicherheitsgarantien debattieren, frieren ukrainische Familien in ihren Wohnungen.
Trumps Sanktionsdrohungen und Europas Zögern
US-Präsident Donald Trump signalisierte unterdessen Unterstützung für ein neues Sanktionspaket gegen Russland. „Ich unterstütze es", sagte er in einem Fox-News-Interview, fügte jedoch vielsagend hinzu: „Ich hoffe, dass wir es nicht verwenden müssen." Der republikanische Senator Lindsey Graham kündigte an, die Gesetzgebung werde „enorme Hebelwirkung gegen Länder wie China, Indien und Brasilien ausüben", um sie vom Kauf billigen russischen Öls abzubringen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hingegen mahnte zur Geduld. Von einem langfristigen Abkommen mit Russland sei man „vermutlich immer noch ziemlich weit entfernt". CSU-Chef Markus Söder äußerte bei der Klausurtagung in Seeon „Magengrummeln" bei dem Gedanken an eine Bundeswehr-Beteiligung an einer Ukraine-Friedensmission und stellte eine berechtigte Frage: „Wir überlegen, unsere Soldaten in die Ukraine zu schicken, während die jungen Ukrainer zu uns kommen – das geht nicht."
Moskaus unmissverständliche Warnung an den Westen
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, ließ keinen Zweifel an der Haltung des Kremls. Ausländische Truppen in der Ukraine würden als „legitime militärische Ziele" betrachtet. Die westlichen Verbündeten der Ukraine bezichtigte sie der Kriegstreiberei und sprach von einer „echten Kriegsachse". Die Pläne seien „gefährlich" und „zerstörerisch".
Diese Drohungen sollte Europa ernst nehmen. Während sich die politische Klasse in endlosen Debatten über Sicherheitsgarantien verliert, schafft Russland mit dem Einsatz atomwaffenfähiger Mittelstreckenraketen Fakten. Die Oreschnik ist nicht nur eine Waffe – sie ist eine Botschaft an den Westen, dass der Kreml bereit ist, die Eskalationsleiter weiter hinaufzusteigen.
Ein Konflikt ohne absehbares Ende
Der Ukraine-Krieg hat mit dem erneuten Oreschnik-Einsatz eine neue, beunruhigende Phase erreicht. Die systematische Zerstörung der Energieinfrastruktur, die Angriffe auf Wohngebiete und der demonstrative Einsatz atomwaffenfähiger Raketen zeigen, dass Moskau nicht an einer schnellen diplomatischen Lösung interessiert ist. Für die Menschen in der Ukraine bedeutet dies einen weiteren Winter des Leidens – und für Europa die dringende Notwendigkeit, endlich eine kohärente Sicherheitsstrategie zu entwickeln, statt sich in Symbolpolitik zu verlieren.
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