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Kettner Edelmetalle
01.04.2026
18:49 Uhr

Rüstungsgeschäfte vor dem Iran-Krieg: Hegseth-Vermögensverwalter im Zwielicht

Die Verflechtung von Krieg und Kapital ist so alt wie die Menschheit selbst – doch selten tritt sie so unverblümt zutage wie im jüngsten Fall um den US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Wie die Financial Times berichtet, soll ein Vermögensverwalter des Pentagon-Chefs bereits Wochen vor dem amerikanischen Militärschlag gegen den Iran eine millionenschwere Investition in Rüstungsunternehmen geprüft haben. Ein Vorgang, der – sollte er sich bewahrheiten – fundamentale Fragen über die Integrität der amerikanischen Sicherheitspolitik aufwirft.

Morgan Stanley klopft bei Blackrock an

Den Berichten zufolge habe ein Mitarbeiter der Investmentbank Morgan Stanley bereits im Februar Kontakt zum Vermögensverwalter Blackrock aufgenommen. Gegenstand der Anfrage sei eine mögliche Investition in den börsengehandelten Fonds „Defense Industrials Active ETF" gewesen – ein Finanzprodukt, das gezielt in Unternehmen investiert, die von steigenden Verteidigungsausgaben profitieren dürften. Zu den größten Positionen dieses Fonds zählen Schwergewichte der Rüstungsindustrie wie RTX, Lockheed Martin, Northrop Grumman und das umstrittene Datenanalyse-Unternehmen Palantir.

Die Anfrage sei intern bei Blackrock registriert worden. Zu einer tatsächlichen Investition kam es dem Bericht zufolge jedoch nicht, da der besagte Fonds für Kunden von Morgan Stanley zum damaligen Zeitpunkt noch nicht verfügbar gewesen sei. Ob stattdessen eine alternative Anlage im Rüstungssektor gewählt wurde, bleibt im Dunkeln.

Das Pentagon dementiert – doch die Formulierung lässt aufhorchen

Das US-Verteidigungsministerium wies die Darstellung umgehend und mit scharfen Worten zurück. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte auf der Plattform X, die Behauptung sei „völlig falsch und aus der Luft gegriffen". Weder Minister Hegseth noch einer seiner Vertreter habe Blackrock bezüglich einer solchen Investition kontaktiert.

Doch aufmerksame Beobachter dürften die Formulierung dieses Dementis mit einer gewissen Verwunderung zur Kenntnis nehmen. Denn der Vorwurf lautete ja gerade nicht, dass Hegseth oder sein Umfeld Blackrock kontaktiert hätten – sondern dass ein Mitarbeiter von Morgan Stanley im Auftrag des Vermögensverwalters bei Blackrock vorstellig geworden sei. Das Dementi geht also am eigentlichen Kern der Anschuldigung vorbei. Ein rhetorischer Taschenspielertrick? Oder schlicht ein Kommunikationsfehler unter Druck? Sowohl Blackrock als auch Morgan Stanley lehnten jegliche Stellungnahme ab.

Wenn Krieg und Rendite verschmelzen

Der Vorgang reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Berichten über verdächtige Börsenspekulationen im Vorfeld politischer und militärischer Entscheidungen der Trump-Administration. Bereits in den vergangenen Monaten hatte es Hinweise auf ungewöhnliche Handelsaktivitäten gegeben, die zeitlich auffällig mit Ankündigungen aus dem Weißen Haus korrelierten. Dass nun ausgerechnet der Vermögensverwalter des Mannes, der über Krieg und Frieden mitentscheidet, in Rüstungsaktien investieren wollte, bevor die Bomben fielen – das hat eine Qualität, die selbst abgebrühte Washingtoner Insider erschaudern lässt.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hier einen üblen Beigeschmack zu verspüren. Die Frage, ob jemand, der über den Einsatz militärischer Gewalt mitbestimmt, gleichzeitig finanziell von eben diesem Einsatz profitieren darf, beantwortet sich eigentlich von selbst. In einer funktionierenden Demokratie jedenfalls.

Was bedeutet das für Europa – und für Deutschland?

Für Deutschland und Europa sollte dieser Vorfall ein weiterer Weckruf sein. Die Nahost-Eskalation, die im Juni 2025 mit den israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen begann und sich seither zu einem veritablen Flächenbrand ausgeweitet hat, betrifft auch uns unmittelbar – durch steigende Energiepreise, durch Flüchtlingsströme, durch die Destabilisierung ganzer Regionen. Wenn sich nun herausstellen sollte, dass amerikanische Entscheidungsträger bei der Frage von Krieg und Frieden auch ihre persönliche Rendite im Blick hatten, dann wäre das ein Vertrauensbruch von historischer Dimension.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz täte gut daran, die transatlantischen Beziehungen nicht blind und unkritisch zu pflegen, sondern mit der nötigen Nüchternheit zu bewerten, welche Interessen in Washington tatsächlich verfolgt werden. Denn eines wird immer deutlicher: Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen. Deutschland braucht eine eigenständige sicherheitspolitische Strategie – und keine naive Gefolgschaft gegenüber einem Verbündeten, dessen politische Klasse offenbar zunehmend die Grenzen zwischen öffentlichem Amt und privatem Profit verwischt.

Gold als Fels in der Brandung geopolitischer Turbulenzen

In Zeiten, in denen geopolitische Krisen die Märkte erschüttern und das Vertrauen in politische Institutionen erodiert, zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Rüstungsaktien – wie auch in diesem Fall zu beobachten – nach dem Eintritt des „Worst-Case-Szenarios" häufig an Wert verlieren, bleibt Gold seit Jahrtausenden der ultimative Krisenschutz. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte in unsicheren Zeiten wie diesen auf bewährte Werte setzen, statt auf spekulative Wetten auf den nächsten Krieg.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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