
Schwere US-Verluste nach iranischem Angriff auf saudische Militärbasis – Huthis eröffnen neue Front gegen Israel
Der Nahe und Mittlere Osten versinkt in einem Strudel der Gewalt, der selbst die pessimistischsten Prognosen übertrifft. Was als israelisch-amerikanische Operation gegen den Iran begann, hat sich innerhalb weniger Wochen zu einem regionalen Flächenbrand entwickelt, dessen Ausmaß an die dunkelsten Kapitel der Nahostgeschichte erinnert. Mindestens 15 amerikanische Soldaten wurden bei einem massiven iranischen Angriff auf die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien verwundet – fünf davon schwer. Und als wäre das nicht genug, haben nun auch die jemenitischen Huthi-Rebellen eine neue Front eröffnet.
Iranische Vergeltung trifft US-Truppen mit voller Wucht
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Sechs ballistische Raketen und 29 Drohnen feuerte der Iran am Freitag auf die Prince-Sultan-Basis – jenen strategisch bedeutsamen Stützpunkt, der bereits zum zweiten Mal ins Fadenkreuz Teherans geriet. Zunächst war von zehn verwundeten US-Soldaten die Rede, dann korrigierte die Nachrichtenagentur AP die Zahl auf mindestens 15. Die verletzten Truppen hätten sich in einem Gebäude auf dem Stützpunkt befunden, das direkt getroffen wurde. Darüber hinaus seien mehrere amerikanische Tankflugzeuge beschädigt worden, darunter eine KC-135, die Berichten zufolge Feuer fing. Besonders brisant: Auch ein E-3 Sentry AWACS-Aufklärungsflugzeug soll getroffen worden sein – ein Verlust, der die Überwachungskapazitäten der USA in der Region empfindlich schwächt.
Man fragt sich unwillkürlich: Hat das Pentagon nichts aus den Erfahrungen anderer Konflikte gelernt? Warum standen hochsensible Flugzeuge offenbar ungeschützt im Freien, in Reichweite feindlicher Waffen? Die Frage der Einsatzbereitschaft und des Schutzes amerikanischer Truppen dürfte in Washington noch für erhebliche Debatten sorgen.
Huthis melden sich zurück – und erhöhen den Einsatz dramatisch
Als hätte die Region nicht bereits genug Brandherde, haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen ihren ersten Raketenangriff auf Israel seit Beginn der amerikanischen „Operation Epic Fury" gestartet. Brigadegeneral Yahya Saree, der militärische Sprecher der Huthis, verkündete die Attacke über den Satellitensender Al Masirah. Die Angriffe würden fortgesetzt, „bis die erklärten Ziele erreicht sind und die Aggression gegen alle Fronten des Widerstands aufhört", so Saree.
Israel bestätigte den Beschuss aus dem Jemen und erklärte, eine Rakete abgefangen zu haben. Doch die eigentliche Tragweite liegt nicht in einer einzelnen Rakete. Sie liegt in der Botschaft: Israel sieht sich nun gleichzeitig Bedrohungen aus dem Iran, vom Libanon durch die Hisbollah, aus dem Jemen durch die Huthis und von irakischen schiitischen Milizen ausgesetzt. Ein Mehrfrontenkrieg, wie ihn der jüdische Staat seit Jahrzehnten zu vermeiden suchte, ist Realität geworden.
Für den globalen Handel bedeutet der Wiedereintritt der Huthis in den Konflikt nichts Gutes. Die Bab al-Mandab-Straße im Roten Meer – eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – dürfte erneut zur Gefahrenzone werden. Die ohnehin angespannten Lieferketten könnten weitere schwere Schläge erleiden, mit unmittelbaren Auswirkungen auf Energiepreise und Warenströme weltweit.
Golfstaaten unter Dauerbeschuss
Der iranische Raketenhagel beschränkt sich längst nicht mehr auf Saudi-Arabien. Abu Dhabi meldete sechs Verletzte nach einem ballistischen Raketenangriff am Samstagmorgen. In Bahrain, wo die Fünfte Flotte der US-Marine stationiert ist, arbeiteten die Luftabwehrsysteme nach Behördenangaben nahezu ununterbrochen – innerhalb von 24 Stunden mussten 20 Raketen und 23 Drohnen bekämpft werden. Kuwait berichtete von Schäden an den Häfen Mubarak Al-Kabeer und Shuwaikh, nachdem kombinierte Drohnen- und Raketenangriffe die Infrastruktur trafen. Kuwaitische Streitkräfte hätten zudem vier ballistische Raketen, eine Marschflugkörper und sieben Drohnen abgefangen.
Das Tempo der Eskalation ist atemberaubend. Und es beschleunigt sich weiter.
Bushehr – Irans Nuklearanlage zum dritten Mal getroffen
In der Nacht wurde erneut das iranische Kernkraftwerk Bushehr angegriffen – bereits zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen. Israel drängt offenkundig darauf, Irans nukleare Infrastruktur so schnell wie möglich zu zerstören. Die iranische Atomenergieorganisation behauptete, der Angriff habe weder materielle Schäden noch Opfer verursacht und den Betrieb der Anlage nicht beeinträchtigt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sei von Teheran über den Vorfall informiert worden.
Präsident Trump erklärte derweil, dass Tausende weitere Ziele im Iran auf der Liste des Pentagons stünden. Ein 15-Punkte-Friedensplan, den Washington über Pakistan an Teheran übermittelt hatte, wurde von iranischer Seite offenkundig zurückgewiesen. Stattdessen antwortete der Iran mit einer massiven militärischen Offensive quer über den Persischen Golf.
Milliardengrab am Golf – und die Frage nach dem Ausweg
Die finanziellen Dimensionen dieses Konflikts sind schwindelerregend. Allein die Kampfschäden und der Ersatz von Verlusten in den ersten drei Wochen der „Operation Epic Fury" dürften laut dem Wall Street Journal zwischen 1,4 und 2,9 Milliarden US-Dollar kosten. Milliarden, die in einem Krieg verbrannt werden, dessen Ende nicht absehbar ist.
Für Europa und insbesondere für Deutschland sind die Entwicklungen von enormer Tragweite. Die Energiepreise, die sich gerade erst von den Verwerfungen des Ukraine-Krieges zu erholen begannen, stehen vor einem neuen Schock. Die deutsche Wirtschaft, ohnehin durch hausgemachte Probleme und eine jahrelange ideologiegetriebene Energiepolitik geschwächt, könnte durch explodierende Öl- und Gaspreise weiter in die Knie gezwungen werden. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wird sich fragen lassen müssen, welche Strategie sie für den Fall einer weiteren Eskalation in der Tasche hat – oder ob man in Berlin wieder einmal nur reagiert, statt zu agieren.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert krisenfester Anlagen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch in geopolitischen Krisen als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Während Aktienmärkte bei jedem Raketeneinschlag nervös zucken und Währungen unter dem Druck steigender Militärausgaben erodieren, bleibt das gelbe Metall das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative sichere Hafen in einer Welt, die aus den Fugen gerät.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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