Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
02.04.2026
05:28 Uhr

Selenskyjs Oster-Offensive: Diplomatie statt Granaten – doch Moskau zeigt die kalte Schulter

Während sich die christliche Welt auf das Osterfest vorbereitet, versucht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, aus dem höchsten Feiertag der Christenheit politisches Kapital zu schlagen. Bei einer Videoschalte mit hochrangigen Vertretern der Trump-Administration warb er eindringlich für eine Waffenruhe über die orthodoxen Osterfeiertage am 12. April. Eine „Pause zu Ostern" könne ein Signal sein, dass Diplomatie funktionieren könne, so der ukrainische Staatschef. Schöne Worte – doch die Realität auf dem Schlachtfeld spricht eine gänzlich andere Sprache.

Hochkarätige Runde, magere Ergebnisse

Die Teilnehmerliste der Videokonferenz liest sich wie das Who's Who der amerikanischen Außenpolitik unter Trump: US-Sondergesandter Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der republikanische Senator Lindsey Graham und sogar NATO-Generalsekretär Mark Rutte waren zugeschaltet. Selenskyj bezeichnete die Gespräche als „positiv" – ein Adjektiv, das in der Diplomatensprache bekanntlich alles und nichts bedeuten kann.

Immerhin habe man sich darauf verständigt, in den kommenden Tagen weiter an einem Dokument über Sicherheitsgarantien zwischen den Vereinigten Staaten und der Ukraine zu arbeiten. Selenskyj schrieb auf der Plattform X, dies könne den Weg zu einem „zuverlässigen Ende des Krieges" bahnen. Doch wer seit über vier Jahren die diplomatischen Pirouetten in diesem Konflikt beobachtet, dürfte solche Ankündigungen mit einer gehörigen Portion Skepsis aufnehmen.

Moskau antwortet mit Drohnen statt mit Diplomatie

Der Kreml ließ nicht lange auf seine Antwort warten – und diese fiel vernichtend aus. Statt den Vorschlag einer Oster-Waffenruhe auch nur in Erwägung zu ziehen, intensivierte Russland seine Angriffe auf die gesamte Ukraine. Selenskyj sprach von mehr als 700 eingesetzten Drohnen, die unter anderem Regionen im Westen des Landes trafen. Energieanlagen und zivile Infrastruktur seien erneut Ziel der russischen Attacken gewesen. Moskaus Botschaft könnte kaum deutlicher sein: Man denkt nicht daran, auch nur einen Zentimeter nachzugeben.

Kiew hatte vorgeschlagen, zumindest die Angriffe auf Energieinfrastruktur auf beiden Seiten über die Osterfeiertage auszusetzen – ein vergleichsweise bescheidener Vorschlag, der dennoch auf taube Ohren stieß. Die russische Seite stellt weiterhin weitreichende Gebietsansprüche und zeige, so Selenskyj, „keinerlei Bereitschaft" zu einem Kurswechsel.

Washington blickt nach Teheran statt nach Kiew

Für die Ukraine kommt erschwerend hinzu, dass die Trump-Administration ihren außenpolitischen Fokus zunehmend auf den eskalierenden Konflikt mit dem Iran richtet. Die dramatische Zuspitzung im Nahen Osten – Israels Großangriffe auf iranische Atomanlagen und Teherans Vergeltungsschläge – bindet diplomatische Ressourcen und Aufmerksamkeit in Washington. Die Ukraine droht, auf der Prioritätenliste der amerikanischen Außenpolitik nach unten zu rutschen.

Brisant ist zudem ein offener Dissens zwischen Kiew und Washington: Selenskyj warf den USA vor, Sicherheitsgarantien an einen Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass geknüpft zu haben. US-Außenminister Marco Rubio wies diese Darstellung umgehend als „falsche Behauptung" zurück. Solche öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten zwischen vermeintlichen Verbündeten sind Gift für jede Verhandlungsposition – und ein Geschenk für den Kreml.

Europa als stiller Zuschauer?

Vor den Gesprächen mit den US-Vertretern hatte sich Selenskyj nach eigenen Angaben mit dem britischen Premierminister Keir Starmer abgestimmt. Auch dort warb er für die Oster-Waffenruhe und forderte Unterstützung aus Washington ein. Doch wo bleibt eigentlich die europäische Eigeninitiative? Wo ist die diplomatische Schlagkraft Berlins oder Paris' in diesem Konflikt?

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar vollmundig „Verantwortung für Deutschland" in ihren Koalitionsvertrag geschrieben, doch von einer eigenständigen deutschen Friedensinitiative ist weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen versenkt man lieber 500 Milliarden Euro in ein sogenanntes Sondervermögen und belastet damit kommende Generationen – während der Krieg vor Europas Haustür unvermindert weitertobt. Man fragt sich unwillkürlich, ob die politische Klasse in Berlin überhaupt noch versteht, was strategische Prioritäten sind.

Eines wird in diesem endlosen Konflikt immer deutlicher: Die Hoffnung auf eine schnelle diplomatische Lösung ist eine Illusion. Solange Russland militärisch die Oberhand behält und die USA ihren Blick gen Nahen Osten wenden, bleibt die Ukraine in einer prekären Lage – Oster-Waffenruhe hin oder her. Für die Menschen in der Ukraine, die seit Jahren unter dem Krieg leiden, sind solche diplomatischen Schachzüge kaum mehr als ein schwacher Trost. Und für die europäischen Bürger, die die wirtschaftlichen Folgen dieses Konflikts in Form von Inflation und Energiepreisen täglich spüren, stellt sich die Frage, wie lange diese Situation noch tragbar ist.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen