Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
07.09.2026
08:26 Uhr
KI-generiert

Strom-Stau in Holland: 22 neue Netzengpässe bremsen Betriebe aus

Strom-Stau in Holland: 22 neue Netzengpässe bremsen Betriebe aus
Symbolbild: KI-generiert

Der niederländische Verteilnetzbetreiber Liander hat am 27. August 2026 gleich 22 neue Netzengpässe gemeldet. Betroffen sind fünf Provinzen: Flevoland, Friesland, Gelderland, Noord-Holland und Zuid-Holland. Es geht um Großkunden mit Anschlüssen über 3 x 80 Ampere – also um Fabriken, Gewerbeparks, Logistikzentren.

Abschaltungen kündigt das Unternehmen nicht an. Aber wer neu anschließen oder seine Leistung erhöhen will, hat vorerst Pech. Die Leitungen sind voll.

Noord-Holland trifft es am härtesten

Allein in Noord-Holland kommen 16 neue Engpasspunkte hinzu. Auf der Liste stehen laut Liander unter anderem die Blumenauktion Aalsmeer, Amstelveen Bolwerk, Bijlmer Zuid, mehrere Bereiche in Hoofddorp sowie Marnixstraat, Slotermeer, Vliegenbos, Westzaanstraat und Zorgvlied.

In Aalsmeer fehlt Platz für die Einspeisung, an den meisten anderen Punkten für zusätzlichen Bezug. In Almere und Tiel klemmt es in beide Richtungen. Dazu kommen Schenkenschans in Friesland, Leiden Zuid West und Wassenaar. Ob flexible Netznutzung helfen kann, wird nun geprüft.

Warteliste statt Wachstum

Für Unternehmen bedeutet ein Engpass schlicht: Antrag auf die Warteliste. Neue Produktionslinien, Elektrifizierungsprojekte, Erweiterungen – alles verschiebt sich. Ende Juni warteten allein im Alliander-Gebiet rund 8.900 Betriebe auf Kapazität. Im ersten Halbjahr konnten immerhin mehr als 1.800 Großkunden bedient werden.

Landesweit ist die Lage noch dramatischer. Der Mittelstandsverband MKB-Nederland sprach Ende Juli von mehr als 14.000 wartenden Unternehmen. Regionale Wartezeiten von bis zu zehn Jahren nennt die Netzbranche selbst.

Wer zehn Jahre auf einen Stromanschluss wartet, investiert irgendwann anderswo – oder gar nicht.

Seit Juli 2026 gelten neue Verteilungsregeln: Krankenhäuser, Wohnungsbau, Schulen und sicherheitsrelevante Einrichtungen können Vorrang bekommen. Für gewöhnliche Betriebe kann sich die Wartezeit damit weiter verlängern. Priorisierung ist am Ende nichts anderes als Rationierung mit freundlichem Gesicht.

1,1 Milliarden Euro – und trotzdem zu wenig

Am Geld liegt es nicht. Alliander investierte im ersten Halbjahr 2026 knapp 1,1 Milliarden Euro in Netze und deren Nutzung, schuf 1.163 Megawatt zusätzliche Kapazität, baute oder erneuerte 977 Transformatorenstationen und verlegte 1.279 Kilometer Kabel. Mit 147 Unternehmen wurde flexibler Verbrauch in Spitzenstunden vereinbart.

Entspannung? Nur an zwei Punkten – Zeewolde 20KV und Sumatrastraat. Und selbst dort kann es auf höherer Netzebene weiter klemmen.

Warnsignal für Deutschland

Aus Sicht unserer Redaktion ist das kein holländisches Sonderproblem, sondern ein Lehrstück. Wer Erzeugung und Verbrauch schneller ausbaut als die Leitungen, produziert Stillstand. Auch hierzulande wird bereits zugeteilt statt angeschlossen – in Hamburg etwa wird Leistung für Großprojekte kontingentiert. Die Kosten des Netzengpassmanagements in Deutschland stiegen laut Bundesnetzagentur 2025 um rund vier Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Euro. Bezahlt wird das über die Netzentgelte – von Bürgern und Betrieben.

Für Sparer bleibt die Botschaft unbequem: Politisch erzeugte Kostenschübe treffen zuerst die Kaufkraft. Physische Edelmetalle haben sich in solchen Phasen als nervenstarke Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bewährt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser muss eigene Recherchen anstellen und trägt für seine Anlageentscheidungen die Verantwortung selbst.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen