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Kettner Edelmetalle
06.02.2026
13:34 Uhr

Thüringen: AfD dominiert mit 38 Prozent – CDU-Wähler ignorieren Voigts Plagiatsaffäre

Die politische Landschaft in Thüringen offenbart einmal mehr ein Bild, das nachdenklich stimmen muss. Während die Alternative für Deutschland mit beeindruckenden 38 Prozent ihre Position als mit Abstand stärkste Kraft im Freistaat behauptet, verharrt die CDU unter dem angeschlagenen Ministerpräsidenten Mario Voigt bei mageren 24 Prozent. Die jüngste Insa-Umfrage im Auftrag der Funke Mediengruppe zeichnet ein ernüchterndes Bild der politischen Verhältnisse – und wirft fundamentale Fragen über das Wahlverhalten der Deutschen auf.

Plagiatsaffäre ohne Konsequenzen für die Umfragewerte

Was in einem funktionierenden demokratischen System eigentlich zu einem politischen Erdbeben führen müsste, scheint die CDU-Anhängerschaft in Thüringen völlig kalt zu lassen. Die Technische Universität Chemnitz hat Mario Voigt erst vergangene Woche wegen nachgewiesener Plagiate in seiner Dissertation den Doktortitel entzogen – ein einstimmiger Beschluss des zuständigen Fakultätsrats wohlgemerkt. Doch anstatt Demut zu zeigen, zieht der Ministerpräsident vor das Verwaltungsgericht und fühlt sich „unfair behandelt".

Die Umfragewerte der CDU bleiben davon unberührt. Exakt 24 Prozent – derselbe Wert wie bei der letzten Erhebung im Dezember. Man fragt sich unweigerlich: Haben die CDU-Wähler von dieser Affäre überhaupt Kenntnis genommen? Oder ist es ihnen schlichtweg gleichgültig, wenn ihr Ministerpräsident bei seiner akademischen Qualifikation geschummelt hat? Wer Dissertationen fälscht, dem traut man im Zweifel auch andere Manipulationen zu – sei es bei Wirtschaftsstatistiken oder der polizeilichen Kriminalstatistik.

Die AfD auf dem Weg zur absoluten Mehrheit?

Mit 38 Prozent verzeichnet die AfD unter Björn Höcke zwar einen Prozentpunkt weniger als bei der letzten Erhebung, doch dies ist dennoch der zweithöchste Wert, der für die Partei in Thüringen jemals gemessen wurde. Die Rechnung ist simpel: Eine absolute Mehrheit wäre ab etwa 45 Prozent der Stimmen möglich. Sollten kleinere Parteien wie die SPD an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, würde diese Schwelle sogar noch weiter sinken.

Die Linkspartei hält sich mit 14 Prozent als drittstärkste Kraft, während das Bündnis Sahra Wagenknecht und die Sozialdemokraten mit jeweils sieben Prozent gleichauf liegen. Die Grünen vegetieren bei kläglichen drei Prozent vor sich hin – ohne jede Chance auf einen Wiedereinzug in den Landtag. Die FDP wird in der Umfrage nicht einmal mehr erwähnt, was Bände über den Zustand dieser einst stolzen liberalen Partei spricht.

Das Phänomen der „Stammwähler"

Es ist ein Phänomen, das Politikwissenschaftler seit Jahren beschäftigt: Warum halten so viele Menschen an einer Partei fest, die ihre Wähler nachweislich über den Tisch zieht? Die CDU unter Friedrich Merz hat auf Bundesebene gerade erst ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket durchgedrückt – trotz aller Versprechen, keine neuen Schulden zu machen. In Thüringen regiert ein Mann, dem seine akademische Unredlichkeit nachgewiesen wurde. Und dennoch: 24 Prozent.

Die Erklärung liegt wohl in einer Mischung aus Gewohnheit, medialer Beeinflussung und schlichter Bequemlichkeit. Wer jahrzehntelang dieselbe Partei gewählt hat, hinterfragt diese Entscheidung nicht mehr kritisch. Die öffentlich-rechtlichen Medien tun ihr Übriges, um die Plagiatsaffäre möglichst geräuschlos unter den Teppich zu kehren. So entsteht eine Blase der Uninformiertheit, in der sich CDU-Wähler offenbar wohlfühlen.

Ein Blick auf die Realität

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 62 Prozent der Thüringer würden Parteien wählen, die sich in ihrer Politik kaum voneinander unterscheiden – ob CDU, Linke, SPD oder BSW. Nur 38 Prozent entscheiden sich für eine echte Alternative. In einem Land, das unter explodierender Kriminalität, unkontrollierter Migration und wirtschaftlichem Niedergang leidet, ist dies ein erschreckender Befund.

Die kommenden Generationen werden die Zeche für diese politische Lethargie zahlen müssen. Während traditionelle Werte wie Familie, Sicherheit und wirtschaftliche Vernunft immer weiter in den Hintergrund rücken, scheint ein beträchtlicher Teil der Wählerschaft in einer Art politischem Wachkoma gefangen zu sein. Die Frage ist nicht mehr, ob sich etwas ändern muss, sondern ob es dafür nicht längst zu spät ist.

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