
Todesstreifen Korea: Kim lässt fast eine Million Minen vergraben!

Nordkorea hat an der Grenze zu Südkorea seit 2024 schätzungsweise rund 960.000 Landminen verlegt. Das geht aus Angaben des südkoreanischen Militärs hervor, über die Südkoreas staatliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf mehrere Abgeordnete der Nationalversammlung in Seoul berichtet. Machthaber Kim Jong-un macht damit aus einer ohnehin gefährlichen Grenze eine der tödlichsten Zonen der Welt.
Zwei Millionen Sprengsätze auf vier Kilometern
Die Zahlen sind gewaltig. Insgesamt sollen in der sogenannten Demilitarisierten Zone (DMZ) inzwischen rund zwei Millionen Landminen liegen, auch solche des südkoreanischen Militärs. Die Hälfte davon kam erst in den vergangenen zwei Jahren hinzu.
Die DMZ ist ein rund vier Kilometer breiter Streifen, der Nord- und Südkorea seit dem Ende des Koreakriegs (1950 bis 1953) voneinander trennt. „Demilitarisiert“ ist an diesem Grenzstreifen allerdings nur noch der Name. Wer sie heute betritt, läuft durch ein Minenfeld.
Sprengen, verminen, einmauern
Seit dem Frühjahr 2024 baut Pjöngjang seine Grenze zum Süden systematisch aus. Kim ließ alle historischen Straßen- und Bahnverbindungen zwischen beiden Staaten sprengen, also genau die Verbindungen, die einst als Symbole der Annäherung galten. Dazu kamen neben den Minen auch Barrieren und zusätzliche Stacheldrahtzäune.
Wie gefährlich das werden kann, zeigte sich am 21. September. Damals explodierte eine nordkoreanische Landmine, drei südkoreanische Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt. Nordkoreas Führung wies jede Verantwortung zurück. Beobachter halten weitere Zwischenfälle für wahrscheinlich, je dichter die Grenze vermint wird.
Abschied von einem Staatsziel
Hinter der Abschottung steckt ein politischer Kurswechsel. Seit seiner Gründung 1948 hatte das Regime in Pjöngjang die Wiedervereinigung mit dem Süden offiziell als Ziel ausgegeben. Ende 2023 gab Kim diesen Anspruch zum ersten Mal auf und erklärte Südkorea zum „Hauptfeind“.
Mittlerweile hat Nordkorea auch alle Verweise auf eine Wiedervereinigung aus seiner Verfassung gestrichen. Das ist ein bemerkenswerter Schritt. Für das Regime ist der Süden damit kein abtrünniger Bruder mehr, sondern ein fremder, feindlicher Staat. Die Minen machen diese Haltung sichtbar.
Ein Krieg, der nie offiziell endete
Ganz neu ist die Lage nicht. Der Koreakrieg wurde 1953 nur mit einem Waffenstillstand beendet, einen Friedensvertrag haben beide Staaten bis heute nicht unterzeichnet. Seitdem ist die Halbinsel geteilt, mit einem kommunistischen Norden und einem demokratischen Süden. Völkerrechtlich herrscht damit seit mehr als 70 Jahren ein eingefrorener Kriegszustand.
Ein weiterer Krisenherd in unruhigen Zeiten
Für Europa wirkt Korea weit weg. Die Spannungen dort reihen sich aber in eine Weltlage ein, die ohnehin angespannt ist: Der Krieg in der Ukraine geht weiter, der Nahe Osten ist nach den Angriffen auf iranische Atomanlagen hochgradig instabil, und Washington setzt im Handel auf Konfrontation. Südkorea ist zudem ein wichtiger Industrie- und Handelspartner, auch für deutsche Unternehmen.
Gerade in solchen Phasen achten viele Sparer verstärkt auf Werte, die nicht vom Wohlwollen einzelner Regierungen abhängen. Physisches Gold und Silber haben über viele Krisen hinweg bewiesen, dass sie Vermögen sichern können. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie deshalb eine sinnvolle Absicherung sein.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertanlagen. Bitte informieren Sie sich selbst gründlich, bevor Sie investieren. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie selbst verantwortlich.
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