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20.01.2026
17:14 Uhr

Trumps Warnung an Kanada: Eine Landkarte als diplomatische Drohgebärde

Trumps Warnung an Kanada: Eine Landkarte als diplomatische Drohgebärde

Die geopolitischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und ihrem nördlichen Nachbarn erreichen einen neuen Höhepunkt. Präsident Donald Trump hat über seine Social-Media-Plattform Truth Social eine bearbeitete Karte veröffentlicht, die nicht nur Grönland, sondern auch Kanada, Venezuela und Kuba in amerikanischen Flaggenfarben zeigt – als wären sie bereits Teil der USA. Eine Provokation, die in Ottawa für erhebliche Unruhe sorgen dürfte.

Carneys riskantes Spiel mit Peking

Der kanadische Premierminister Mark Carney befindet sich derzeit auf einem diplomatischen Drahtseilakt, der seinesgleichen sucht. Während Trump seine territorialen Ambitionen immer offener zur Schau stellt, hat sich Carney ausgerechnet nach Peking begeben und dort von einer "neuen Ära der Beziehungen zwischen Kanada und China" gesprochen. Ein Affront, der in Washington kaum unbemerkt bleiben wird.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Carney hat einen Deal unterzeichnet, der die Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge von zuvor 100 Prozent auf lediglich 6,1 Prozent senkt – allerdings begrenzt auf ein jährliches Kontingent von 49.000 Fahrzeugen. Im Gegenzug reduziert China seine Zölle auf kanadischen Raps auf 15 Prozent. Ein klassischer Tauschhandel, der jedoch weitreichende Konsequenzen haben könnte.

Die Monroe-Doktrin des 21. Jahrhunderts

Was Trump hier praktiziert, erinnert an die historische Monroe-Doktrin von 1823, die europäische Einmischung in der westlichen Hemisphäre kategorisch ablehnte. Doch die moderne Variante geht deutlich weiter. Ein namentlich nicht genannter US-Beamter erklärte gegenüber NBC, Trump sei "wirklich besorgt über das anhaltende Abdriften der USA in der westlichen Hemisphäre" und konzentriere sich intensiv auf dieses Thema.

Die Berater des Präsidenten arbeiten an seinem Ziel, Grönland zu erwerben. Gleichzeitig ist Trump zunehmend beunruhigt über das, was er als Kanadas Unfähigkeit betrachtet, seine Grenzen gegen mögliche Einflussnahme aus Russland oder China zu verteidigen.

Grönland als Zankapfel der Nationen

Die Situation verschärft sich zusätzlich durch Kanadas Überlegungen, sich den europäischen NATO-Verbündeten anzuschließen und Truppen nach Grönland zu entsenden. Ein symbolischer Akt, gewiss, aber einer, der Trump zweifellos provozieren würde. Der pensionierte kanadische General Thomas Lawson bezeichnete solche Einsätze als "Zurechtweisung" Trumps, der Kanada beitreten sollte.

Trump selbst veröffentlichte ein KI-generiertes Bild, das ihn zusammen mit Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio in Grönland zeigt, wie sie eine amerikanische Flagge neben einem Schild mit der Aufschrift "Grönland – US-Territorium. Gegründet 2026" in den Boden rammen. Subtilität war noch nie Trumps Stärke.

Kanadas wirtschaftliche Verwundbarkeit

Die Ironie der Situation ist kaum zu übersehen. Carney, der China einst als "größte Bedrohung für Kanadas nationale Sicherheit" bezeichnete, erklärt nun, die Beziehungen zum Reich der Mitte seien "berechenbarer" als jene zu den Vereinigten Staaten. Eine bemerkenswerte Kehrtwende, die Analysten als "klassischen gaullistischen Schachzug" bezeichnen.

Doch die Risiken sind enorm. Kanada exportiert rund 75 Prozent seiner Waren in die USA, und Washington ist mit Abstand der größte Waffenlieferant Ottawas. Carneys Strategie, Trump durch Deals mit Peking unter Druck zu setzen, könnte sich als fataler Fehler erweisen. Der Premier hofft offenbar, dass Trump ihm ein besseres Angebot macht als Xi Jinping. Doch angesichts der anstehenden Neuverhandlung des USMCA-Handelsabkommens und Amerikas Rückkehr zu einer Großmacht-Mentalität könnte Trump stattdessen beschließen, dass Kanada "auch sehr schön" wäre – um es mit seinen eigenen Worten zu sagen.

Europas zaghafte Reaktion

Die europäischen Verbündeten zeigen sich derweil gespalten. Trump hatte bereits am Wochenende mit 10-prozentigen Zöllen auf Importe aus mehreren europäischen Ländern gedroht, sollten diese sich weiterhin gegen seine Grönland-Pläne stellen. Eine Erhöhung auf 25 Prozent binnen weniger Wochen steht im Raum, falls die Regierungen nicht einlenken.

Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als eine fundamentale Neuordnung der transatlantischen Beziehungen. Die Frage ist nicht mehr, ob sich die geopolitische Landschaft verändert, sondern wie dramatisch diese Veränderungen ausfallen werden. Für Deutschland und Europa bedeutet dies, dass man sich auf turbulente Zeiten einstellen muss – Zeiten, in denen alte Gewissheiten nichts mehr gelten und neue Allianzen geschmiedet werden müssen.

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