
Umfrage-Beben für Trump: Iran-Krieg reißt Außenpolitik auf Rekordtief

Diese Zahl tut im Weißen Haus weh. Laut einer neuen CNN/SSRS-Umfrage heißen nur noch 29 Prozent der Amerikaner die Außenpolitik von Präsident Donald Trump gut. Das ist der schlechteste Wert, den die Meinungsforscher in beiden Amtszeiten gemessen haben. Sechs Wochen vor den Zwischenwahlen am 3. November wird der seit fast sieben Monaten andauernde Iran-Krieg zur schweren Last für die Republikaner.
Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind
Noch deutlicher fällt das Urteil über den Krieg selbst aus. Gerade einmal 26 Prozent tragen Trumps Vorgehen gegen Teheran mit. Einen Monat nach Kriegsbeginn waren es Medienberichten zufolge noch 33 Prozent. Der Absturz lässt sich an wenigen Zahlen ablesen:
- Kurz nach Trumps Rückkehr ins Amt billigten 42 Prozent seine Außenpolitik, im März 2026 noch 36 Prozent.
- 71 Prozent der Befragten lehnen seinen außenpolitischen Kurs inzwischen ab.
- Nur 18 Prozent glauben, dass Trumps Iran-Entscheidungen den USA nützen. 70 Prozent sehen einen Schaden.
- Laut CNN meinen fast zwei Drittel, dass die USA diesen Krieg nicht gewinnen.
Eine Reuters/Ipsos-Umfrage, die einen Tag früher erschien, zeichnet ein etwas freundlicheres Bild. Dort befürworteten 34 Prozent die amerikanischen Angriffe auf den Iran. Das ist etwas besser, von einer Mehrheit aber weit entfernt.
Risse im eigenen Lager
Besonders heikel für Trump: Die Meinungsforscher sehen den Rückhalt nun auch bei gemäßigten Republikanern schwinden. Rund ein Drittel der republikanischen Anhänger lehne seine Außenpolitik inzwischen ab, heißt es. Fest hinter dem Präsidenten stehe vor allem noch der harte Kern der MAGA-Bewegung.
Einige Kandidaten gehen bereits auf Abstand. Mike Rogers, der in Michigan antritt, und Ashley Hinson aus Iowa fordern öffentlich ein schnelles Ende des Krieges. Die Nervosität hat einen Grund: Im Schnitt der Umfragen liegen die Republikaner mehr als acht Prozentpunkte hinter den Demokraten.
Ein Krieg ohne absehbares Ende
Der Krieg begann am 28. Februar 2026. Trump nannte als wichtigstes Ziel, den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. Eine schnelle Entscheidung blieb aus. Die Bild-Zeitung beschreibt die militärische Lage nach fast sieben Monaten als Patt. Laut CNN glaubt nur noch ein Viertel der Amerikaner, dass der Präsident eine klare Strategie gegenüber Teheran hat. In den ersten Kriegstagen waren es 40 Prozent.
Gleichzeitig weitet sich der Konflikt aus. Berichten zufolge greift die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen inzwischen Ziele in Saudi-Arabien an, darunter eine Ölpipeline. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise ein großer Teil des weltweit gehandelten Öls. Dort ist die Schifffahrt massiv gestört. Anfang September stieg der Ölpreis Medienberichten zufolge über 100 Dollar pro Barrel.
„Daran denke ich nicht einmal“
Trump selbst wischt die Wahlkampf-Sorgen beiseite. Vor der UN-Generalversammlung sagte er, er mache militärische und diplomatische Entscheidungen gegenüber Teheran nicht von Wahlen abhängig. Auf die Frage nach dem Einfluss der Midterms antwortete er knapp:
„Daran denke ich nicht einmal.“
Man kann das als Standfestigkeit sehen. Man kann aber auch fragen, wie lange ein Präsident gegen fast drei Viertel seiner Bürger regieren kann. Der 3. November wird darauf eine erste Antwort geben.
Die Rechnung zahlen auch die Deutschen
Für die Menschen in Deutschland ist dieser Krieg weit mehr als eine Nachricht aus Washington. Teure Energie trifft ein Land, das ohnehin hohe Strom- und Gaspreise hat, mit voller Wucht. Das spüren Mittelstand, Pendler und Familien. Berlin wirkt dabei oft nur wie ein Zuschauer. In solchen Zeiten setzen viele Sparer auf das, was seit Jahrtausenden Krisen übersteht. Physisches Gold und Silber können in einem breit gestreuten Vermögen als Beimischung helfen, sich gegen geopolitische Schocks und Kaufkraftverlust abzusichern.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Wir geben keine individuellen Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf von Anlagen. Bitte informieren Sie sich selbst gründlich. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie allein verantwortlich.

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