
Umfrage-Schock für die CDU: AfD zieht in Sachsen-Anhalt auf 42 Prozent

Elf Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liefert die letzte große Vorwahl-Umfrage ein politisches Erdbeben: Die AfD kommt in der Erhebung von Infratest dimap auf 42 Prozent, die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze stürzt auf 22 Prozent ab. Gewählt wird am 6. September 2026.
Zwischen beiden Parteien liegen damit 20 Prozentpunkte. Die AfD gewinnt gegenüber der Erhebung von Ende Juli einen Punkt hinzu, die CDU verliert zwei – und markiert laut der Umfrage einen historischen Tiefstand im Land.
Vom Volkspartei-Bonus ist wenig übrig
Zur Erinnerung: Bei der Landtagswahl 2021 holte die CDU unter dem damaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff noch 37,1 Prozent. Die AfD lag bei 20,8 Prozent. Sollte sich die neue Umfrage am Wahltag bestätigen, hätte die AfD ihr Ergebnis mehr als verdoppelt – während die Union rund 15 Punkte verlöre.
Für die übrigen Parteien sieht das Bild so aus:
- Linke: elf Prozent (minus zwei)
- SPD: acht Prozent (plus eins)
- Grüne: sechs Prozent (plus eins)
- BSW: vier Prozent – Landtag verfehlt
- FDP: drei Prozent – Landtag verfehlt
Die Rechenspiele beginnen
Für eine absolute Mehrheit würde es der Umfrage zufolge knapp nicht reichen. Weil BSW und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden, bliebe rechnerisch nur ein Bündnis aus CDU, Linken, SPD und Grünen. Die bisherige Koalition aus CDU, SPD und FDP hätte dagegen keine Mehrheit mehr.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine CDU, die im Bund gegen die Linkspartei zu Felde zieht, müsste in Magdeburg womöglich ausgerechnet mit ihr regieren, um an der Macht zu bleiben. Kritiker der Union dürften darin die Bestätigung sehen, dass Machterhalt schwerer wiegt als das eigene Programm.
Auch beim Personal wackelt es
Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung führen soll, liegt die AfD mit 42 zu 41 Prozent inzwischen knapp vor der CDU. Mit der Arbeit von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zeigen sich 37 Prozent zufrieden, mit der von Schulze nur 30 Prozent – 46 Prozent sind mit dem Ministerpräsidenten unzufrieden.
Der Absturz wird im historischen Vergleich brutal sichtbar: Kurz vor der Wahl 2021 waren noch 67 Prozent mit Haseloff zufrieden, der damalige AfD-Spitzenkandidat Oliver Kirchner kam auf magere 13 Prozent Zustimmung.
Bei einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten führt Schulze mit 41 zu 39 Prozent noch knapp. Doch der Trend zeigt in eine Richtung: Seit Mai legte Schulze fünf Punkte zu, Siegmund sieben. Bemerkenswert ist der Blick auf die Altersgruppen – nur bei den über 65-Jährigen liegt Schulze vorn, in allen anderen Gruppen führt Siegmund.
Ein Warnsignal weit über Magdeburg hinaus
Aus Sicht unserer Redaktion sind diese Zahlen weniger ein Ost-Phänomen als eine Quittung: für Migrationspolitik, Energiepreise und eine Bundespolitik, die vielen Bürgern die eigene Lebensleistung zu entwerten scheint. Friedrich Merz war einst mit dem Versprechen angetreten, die AfD zu halbieren. In Sachsen-Anhalt deutet die Umfrage auf das Gegenteil hin.
Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Ergebnisse. Doch wenn sich die Zahlen bestätigen, steht die politische Landkarte Mitteldeutschlands vor einer Neuvermessung.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.

Der große Der große Das große Live-Webinar am 26. August – was jetzt über Konto, Erbe und Bargeld entschieden wird. Und wie Sie Ihr Vermögen legal schützen.
Live mit Ernst Wolff, Dr. Hans-Georg Maaßen, Prof. Dr. Ulrike Guérot, Dr. Paul Brandenburg, Gerald Grosz, Tom-Oliver Regenauer & einem anonymen Banken-Insider – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

ErnstWolff

Dr. Hans-GeorgMaaßen

Prof. Dr. UlrikeGuérot

Dr. PaulBrandenburg

GeraldGrosz

Tom-OliverRegenauer

Bankeninsider(anonym)
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik



















