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Kettner Edelmetalle
28.06.2026
14:12 Uhr

Verhandlungsmarathon im Kanzleramt: Wenn das Vorbereitungsgespräch des Vorbereitungsgesprächs zum Sinnbild der Hilflosigkeit wird

Es ist ein Bild, das die ganze Tragik der deutschen Politik im Sommer 2025 einfängt: Während draußen die Bürger unter steigenden Preisen und schwindender Kaufkraft ächzen, verbarrikadieren sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD im Kanzleramt, um – man höre und staune – sich auf das eigentliche Gespräch vorzubereiten. Seit 14 Uhr ringen die Koalitionäre um Antworten auf Fragen, die sie längst hätten beantworten müssen, bevor sie überhaupt einen Koalitionsvertrag unterzeichneten.

Ein Treffen, dessen Zweck es ist, ein weiteres Treffen vorzubereiten

Man muss sich die Absurdität dieser Choreographie einmal auf der Zunge zergehen lassen. Am Mittwoch soll der Koalitionsausschuss tagen. Bis dahin dürfen die Parteichefs die „zentralen Grundsatzfragen" vorbereiten. Mit anderen Worten: Wir erleben das Vorbereitungsgespräch des Vorbereitungsgesprächs. Ein Koalitionär bezeichnete das Wochenende gegenüber der Presse euphemistisch als „Orientierungsdebatte". Orientierungslos trifft es wohl besser.

Nach der umstrittenen Rentenreform, die vor allem auf dem Rücken der jüngeren Beitragszahler ausgetragen wird, wollen beide Seiten nun „den Schwung nutzen". Doch welcher Schwung ist gemeint? Der Schwung, mit dem diese Regierung sich von ihren Wahlversprechen verabschiedet?

Steuerpolitik – der gordische Knoten der Großen Koalition

Im Zentrum des Konflikts steht die Steuerpolitik. Im Koalitionsvertrag wurde versprochen, kleine und mittlere Einkommen bis zur Mitte der Legislaturperiode zu entlasten. Eine schöne Geste – doch wie so oft in der Politik fehlt die entscheidende Antwort auf die Frage aller Fragen: Wer soll das bezahlen?

Hier prallen die ideologischen Welten aufeinander. Die SPD, ihrer Umverteilungsfantasie treu, will Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten und gleichzeitig den vermeintlich „klimaschädlichen" Subventionen den Garaus machen – allen voran dem Diesel- und dem Dienstwagenprivileg. Es ist der altbekannte sozialdemokratische Reflex: Wer Leistung erbringt, soll dafür bestraft werden.

„Nichts ist geeint, solange nicht alles geeint ist."

Dieser Satz aus Verhandlungskreisen offenbart das ganze Dilemma. Eine Regierung, die nichts entscheiden kann, weil sie sich in ihren eigenen Widersprüchen verheddert hat.

Die Union zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Die Union immerhin lehnt Steuererhöhungen ab und setzt auf die Abschaffung der kalten Progression sowie höhere Grundfreibeträge. Vernünftige Ansätze – doch das eigentliche Problem bleibt: Bisher ist nichts gegenfinanziert. Schon kleinste Entlastungen würden Milliarden verschlingen. Und woher das Geld kommen soll, weiß niemand so recht. Vielleicht aus dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, mit dem Friedrich Merz seinen vollmundigen Schwur, keine neuen Schulden zu machen, bereits zu Beginn seiner Amtszeit gebrochen hat?

Als möglicher Kompromiss kursiert eine abgeschwächte Reichensteuer oder eine Lösung über den ungeliebten Solidaritätszuschlag – jene Abgabe, die längst hätte abgeschafft gehört.

Die wahren Verlierer sitzen nicht am Verhandlungstisch

Während im Kanzleramt um Bürokratieabbau, flexiblere Arbeitszeiten und die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung gefeilscht wird, bleibt der eigentliche Souverän außen vor: der deutsche Bürger. Er ist es, der die Zeche zahlt – ganz gleich, auf welchen Kompromiss sich die Spitzen am Ende einigen. Steigende Rentenbeiträge, eine schleichende Inflation, die das Sondervermögen unweigerlich anheizen wird, und eine Steuerlast, die zu den höchsten der Welt gehört.

Es ist bezeichnend, dass eine breite Mehrheit der Deutschen laut Umfragen lieber Einsparungen wünscht als höhere Beiträge – doch diese Stimme verhallt ungehört in den Fluren der Macht. Wieder einmal regiert die Politik an den Menschen vorbei.

Was bleibt dem Bürger? Die Flucht in beständige Werte

In Zeiten, in denen die politische Führung nicht einmal in der Lage ist, einen Gesprächstermin ohne vorgeschalteten Gesprächstermin zu organisieren, in denen die Inflation durch immer neue Schuldenberge befeuert wird und in denen das Vertrauen in die Geldpolitik bröckelt, gewinnt eine alte Wahrheit neue Bedeutung: Wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht allein auf die Versprechen der Politik vertrauen.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie ihren Wert behalten, wenn Papierversprechen und politische Beteuerungen längst zu Staub zerfallen sind. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie jenen Schutz vor Kaufkraftverlust, den keine Regierung dieser Welt garantieren kann.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die hier wiedergegebenen Inhalte entsprechen der Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Für individuelle steuerliche oder rechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Steuer- oder Rechtsberater.

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