
Volkswagen kapituliert vor der Realität: E-Auto-Produktion in den USA wird eingestampft

Was jahrelang als unumkehrbare Zukunft der Mobilität gepriesen wurde, entpuppt sich zunehmend als teures Wunschdenken. Der Volkswagen-Konzern zieht in den Vereinigten Staaten die Reißleine und stellt die Produktion seines Elektromodells ID.4 im einzigen US-Werk in Chattanooga, Tennessee, ein. Stattdessen setzt man dort künftig auf das, was die Kunden tatsächlich kaufen wollen: Verbrenner-SUVs.
Der Markt spricht eine unmissverständliche Sprache
Die Zahlen sind geradezu vernichtend. Laut Analysten von Cox Automotive lag der Anteil von Elektrofahrzeugen an allen Neuwagenverkäufen in den USA im vierten Quartal des vergangenen Jahres bei mageren 5,8 Prozent. Noch dramatischer: VW habe in den letzten drei Monaten des Jahres nur noch wenige Hundert Elektrofahrzeuge abgesetzt. Wenige Hundert – wohlgemerkt in einem Markt, der zu den größten der Welt zählt. Man muss kein Betriebswirt sein, um zu erkennen, dass hier etwas fundamental schiefgelaufen ist.
Ab Mitte dieses Monats wird die ID.4-Fertigung eingestellt. An ihre Stelle tritt die Produktion des runderneuerten Atlas der zweiten Generation – ein klassischer Verbrenner-SUV, der vergangene Woche in New York vorgestellt wurde. Sein Vorgänger war bereits das zweitmeistverkaufte VW-Modell in den USA, nur knapp hinter dem Tiguan. Die Produktion solle im Sommer anlaufen, ab Herbst werde das Fahrzeug bei den Händlern stehen.
Wolfsburg entdeckt den Pragmatismus – zumindest jenseits des Atlantiks
Kjell Gruner, Präsident von VW in den USA, bezeichnete das Werk in Chattanooga als „Eckpfeiler der Strategie von Volkswagen in den Vereinigten Staaten". Man wolle die Anlage nun „auf langfristigen Erfolg und künftige Produktchancen ausrichten". Zudem prüfe der Konzern die Einführung weiterer Modelle, die speziell auf die Bedürfnisse amerikanischer Verbraucher zugeschnitten seien. Endgültige Entscheidungen stünden allerdings noch aus.
Was in dieser nüchternen Konzernsprache mitschwingt, ist nichts Geringeres als eine strategische Kehrtwende. Volkswagen reagiert auf das, was der Markt unmissverständlich signalisiert: Die Kunden wollen keine Elektroautos zu überhöhten Preisen mit eingeschränkter Reichweite und mangelhafter Ladeinfrastruktur. Sie wollen bewährte Technik, die funktioniert.
Eine Lektion, die auch Deutschland lernen sollte
Während VW in den USA den Tatsachen ins Auge blickt, hält man hierzulande unbeirrt am ideologisch motivierten Verbrenner-Aus fest. Die Europäische Union hat bekanntlich beschlossen, ab 2035 keine neuen Verbrenner mehr zuzulassen – ein Beschluss, der maßgeblich von deutschen Grünen-Politikern vorangetrieben wurde. Dass ausgerechnet Deutschlands größter Automobilkonzern nun in Übersee demonstriert, wie wenig die Elektro-Euphorie mit der Kaufrealität zu tun hat, sollte jedem Verantwortlichen in Berlin und Brüssel zu denken geben.
Die deutsche Automobilindustrie, einst unangefochtenes Aushängeschild der Bundesrepublik, befindet sich in einer existenziellen Krise. Firmenpleiten erreichen den höchsten Stand seit über 20 Jahren, die Kaufkraft der Bürger schwindet, und die politische Klasse beschäftigt sich lieber mit CO₂-Abgaben und Übergewinnsteuern als mit der Frage, wie man den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähig macht. VWs Entscheidung in den USA ist ein Weckruf – die Frage ist nur, ob ihn jemand in der neuen Großen Koalition hören will.
Eines steht fest: Der Markt lässt sich nicht durch politische Wunschvorstellungen ersetzen. Wer das ignoriert, wird den Preis dafür zahlen. Und dieser Preis wird nicht von den Konzernen getragen, sondern von den Arbeitnehmern und Steuerzahlern dieses Landes.
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