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11.03.2026
06:12 Uhr

Wadephul bereitet Deutschland auf langen Iran-Krieg vor – Benzinpreise explodieren

Wadephul bereitet Deutschland auf langen Iran-Krieg vor – Benzinpreise explodieren

Während im Nahen Osten die Bomben fallen und die geopolitische Landkarte der Region neu gezeichnet wird, stimmt Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) die Deutschen auf eine unbequeme Wahrheit ein: Dieser Krieg wird dauern. Kein schnelles Ende, keine diplomatische Wunderwaffe – stattdessen die nüchterne Erkenntnis, dass sich die Bundesrepublik „auf eine gewisse Zeit einrichten" müsse.

Wadephuls ernüchternde Bilanz aus Jerusalem und Washington

Nach Gesprächen mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar und einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio zeichnete Wadephul in den ARD-„Tagesthemen" ein Bild, das wenig Raum für Optimismus lässt. Das erklärte Ziel Israels und der Vereinigten Staaten sei es, das militärische Arsenal des Iran systematisch zu zerstören. Ein exaktes Kriegsende könne er nicht prognostizieren, so der Minister. Man müsse sich darauf einstellen, dass die Kampfhandlungen noch geraume Zeit andauerten.

Bemerkenswert ist dabei Wadephuls Betonung der territorialen Integrität des Iran. Es dürfe dort „kein Chaos" entstehen, warnte er – ein Szenario, das niemandem nütze. Auch eine Ausweitung des Konflikts müsse unbedingt verhindert werden, was offenbar auch im Interesse zahlreicher Golfstaaten liege. Man fragt sich unwillkürlich: Wie realistisch ist diese Hoffnung angesichts der sich überschlagenden Ereignisse?

Mehrfrontenkrieg: Iran schlägt zurück

Die Lage eskaliert derweil auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig. Seit der Tötung des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei – dessen Sohn Modschtaba Chamenei zum Nachfolger gewählt wurde – beschießt der Iran Israel und die Golfstaaten mit Drohnen und Raketen. Saudi-Arabien musste bereits sechs ballistische Raketen abfangen, die auf die strategisch bedeutsame Prinz-Sultan-Luftwaffenbasis zielten. Drohnen wurden in der Nähe von Ölfeldern abgeschossen.

Iranische Streitkräfte griffen Berichten zufolge sogar einen US-Armeestützpunkt im kuwaitischen Arifdschan mit Raketen an. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate wurde ein Containerschiff von einem „unbekannten Geschoss" getroffen. Und als wäre das nicht genug, sehen US-Geheimdienste offenbar Anzeichen dafür, dass Teheran die Verminung der Straße von Hormus vorbereitet – jener Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels fließt.

Israels Präsident: „Eine Lektion für die Welt"

Israels Staatspräsident Izchak Herzog verteidigte den Militäreinsatz mit drastischen Worten. Hätte man länger gewartet, wäre man „fast an einen Punkt gekommen, an dem es vielleicht irreversibel gewesen wäre". Der Krieg werde „die gesamte Konfiguration des Nahen Ostens" verändern. Herzog sieht den aktuellen Konflikt als Fortsetzung eines zusammenhängenden Krieges, der am 7. Oktober 2023 begonnen habe. Man erreiche nun möglicherweise „das letzte Kapitel". Grausamkeit müsse man mit Stärke begegnen – eine Botschaft, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

Benzinpreise: Amerika stöhnt – Deutschland zahlt noch mehr

Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts treffen längst den Alltag der Menschen. In den USA stiegen die Benzinpreise seit Kriegsbeginn um fast 19 Prozent auf rund 3,54 Dollar pro Gallone. In Bundesstaaten wie Kalifornien werden bereits fünf bis sechs Dollar fällig – in der Spitze sogar über acht Dollar. Umgerechnet zahlen amerikanische Autofahrer damit etwa 81 Euro-Cent pro Liter.

Deutsche Autofahrer können davon nur träumen. Dank der hierzulande deutlich höheren Steuern und Abgaben – ein Erbe jahrelanger grüner Energiepolitik und fiskalischer Gängelung – liegen die Spritpreise in der Bundesrepublik traditionell weit über dem amerikanischen Niveau. Sollte sich der Konflikt weiter verschärfen und die Straße von Hormus tatsächlich vermint werden, dürften die Preise an deutschen Zapfsäulen in schwindelerregende Höhen klettern. Eine Perspektive, die angesichts der ohnehin angeschlagenen deutschen Wirtschaft nichts Gutes verheißt.

Die zweite Front im Libanon

Als wäre ein Kriegsschauplatz nicht genug, hat sich zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eine zweite Front eröffnet. Die israelischen Streitkräfte griffen erneut Stellungen der proiranischen Terrormiliz in den südlichen Vororten Beiruts an – dem als Dahija bekannten Gebiet, das seit Jahren als Hisbollah-Hochburg gilt. Teheran selbst wurde von weiteren Explosionen erschüttert, die im Norden und Westen der iranischen Hauptstadt zu hören waren.

Gleichzeitig forderten die USA Israel einem Bericht des Portals „Axios" zufolge auf, Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur einzustellen. Die Begründung ist aufschlussreich: Washington wolle nach dem Krieg mit dem iranischen Ölsektor zusammenarbeiten. Zudem bestehe die Sorge, dass solche Angriffe massive Vergeltungsschläge gegen die Energieinfrastruktur der Golfstaaten provozieren könnten. Realpolitik in Reinform.

Was bedeutet das für Deutschland?

Für die Bundesrepublik stellt sich einmal mehr die unbequeme Frage nach der eigenen strategischen Handlungsfähigkeit. Jahrelang hat man die Bundeswehr kaputtgespart, die Energieversorgung in ideologische Abhängigkeiten manövriert und sich außenpolitisch hinter wohlfeilen Appellen versteckt. Nun, da die Welt brennt, steht Deutschland weitgehend als Zuschauer da – abhängig von amerikanischen Sicherheitsgarantien und verwundbar gegenüber Energiepreisschocks.

Dass Wadephul als Außenminister einer neuen Großen Koalition nun immerhin klare Worte findet und die Realitäten benennt, ist ein Fortschritt gegenüber dem diplomatischen Wunschdenken seiner Vorgänger. Ob die Merz-Regierung daraus aber auch die richtigen Schlüsse zieht – nämlich eine konsequente Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und eine Energiepolitik, die auf Versorgungssicherheit statt auf ideologische Luftschlösser setzt – bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen auf Sturm. Und Deutschland sollte diesmal besser vorbereitet sein.

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