
Washington lockert Venezuela-Sanktionen: Ölgeschäfte im Wert von Milliarden bahnen sich an
Die geopolitischen Karten werden neu gemischt, und diesmal könnte Venezuela der große Gewinner sein. Nach der spektakulären Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Kräfte Anfang des Monats bereitet Washington nun eine weitreichende Lockerung der Sanktionen gegen den südamerikanischen Ölstaat vor. Was sich hier anbahnt, ist nichts weniger als ein milliardenschweres Geschäft, das die globalen Energiemärkte nachhaltig beeinflussen dürfte.
Generallizenzen statt bürokratischer Einzelgenehmigungen
Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, arbeiten US-Beamte derzeit mit Hochdruck an einer sogenannten Generallizenz, die Teile der Sanktionen gegen Venezuelas Energiesektor aufheben würde. Dies markiert einen bedeutsamen Kurswechsel: Ursprünglich hatte man geplant, einzelnen Unternehmen individuelle Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. Doch die schiere Flut an Anträgen hat diesen Ansatz offenbar zum Scheitern verurteilt.
Die Zahlen sprechen für sich: Ein Öllieferabkommen im Wert von zwei Milliarden Dollar zwischen Caracas und Washington steht im Raum. Noch ambitionierter ist der geplante Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie mit einem geschätzten Volumen von sage und schreibe 100 Milliarden Dollar. Hier zeigt sich einmal mehr, dass wirtschaftliche Interessen in der Außenpolitik oft schwerer wiegen als ideologische Prinzipien.
Trumps "America First" auch beim Öl
Besonders bemerkenswert ist, dass die geplante Generallizenz amerikanischen Unternehmen möglicherweise Vorteile gegenüber ausländischen Konkurrenten einräumen wird. Dies fügt sich nahtlos in Präsident Trumps Politik ein, amerikanische Firmen konsequent zu bevorzugen. Chevron, der US-Ölriese, dürfte sich bereits die Hände reiben, während europäische Konkurrenten wie Repsol und ENI gespannt auf die Details warten.
Die Sanktionen gegen Venezuela wurden 2019 verhängt, nachdem Washington Maduros erste Wiederwahl nicht anerkannt hatte. Seitdem schwankten die Maßnahmen je nach Regierung erheblich.
Dramatischer Einbruch der Ölexporte
Die Auswirkungen der bisherigen Sanktionspolitik waren verheerend für Venezuela. Im Dezember brachen die Ölexporte auf lediglich 500.000 Barrel pro Tag ein – ein dramatischer Rückgang von den 952.000 Barrel im November. Die von Trump angeordnete Blockade aller sanktionierten Schiffe hatte das Land regelrecht abgewürgt. Millionen Barrel Öl stauen sich derzeit in Onshore-Tanks und auf Schiffen.
Erste Erleichterungen zeigen bereits Wirkung: Die Handelshäuser Vitol und Trafigura erhielten kürzlich Lizenzen für bis zu 50 Millionen Barrel venezolanisches Öl. Rund 11,3 Millionen Barrel konnten dadurch bereits abfließen. Doch das reicht bei weitem nicht aus, um die marode Infrastruktur des Landes wieder auf Vordermann zu bringen.
Weitreichende Reformen in Sicht
Parallel zu den amerikanischen Lockerungen treibt Venezuela selbst eine umfassende Reform seines Ölgesetzes voran. Die Nationalversammlung könnte bereits nächste Woche grünes Licht geben. Diese Reform soll Investitionen, Produktion und Exporte im Öl- und Gassektor erheblich erleichtern.
Für Anleger und Beobachter der Rohstoffmärkte bedeutet diese Entwicklung eines: Die Volatilität dürfte zunehmen. Wer in unsicheren Zeiten sein Vermögen schützen möchte, sollte über eine Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber nachdenken. Diese haben sich historisch als verlässlicher Wertspeicher erwiesen, gerade wenn geopolitische Verwerfungen die Märkte erschüttern.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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