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27.07.2026
13:17 Uhr

Wenn der Kanzler den schlechten Witz zum Terrorhelfer erklÀrt

Wenn der Kanzler den schlechten Witz zum Terrorhelfer erklÀrt

Es gibt Momente, in denen ein Regierungschef beweisen muss, dass er das Land fĂŒhren kann. Der Trauergottesdienst in der Berliner Marienkirche war ein solcher Moment. Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day stand Friedrich Merz vor der Aufgabe, Klartext zu reden. Herausgekommen ist etwas anderes: eine rhetorische Kapitulation vor dem linken Zeitgeist.

Ein ĂŒberforderter Kanzler in der Marienkirche

Man muss dem Bundeskanzler zugutehalten: Die Situation war alles andere als komfortabel. Ein Mann, der mit der sogenannten „queeren Community“ zeitlebens gefremdelt hat, soll spontan Trostworte an genau diese Gruppe richten. Dass ihn dabei sichtbar die Emotionen ĂŒbermannten, wird ihm niemand vorwerfen. Menschlichkeit ist keine SchwĂ€che.

Und ja, es fielen auch richtige SĂ€tze. Man werde alles tun, um die Freiheit des Landes und der Gesellschaft zu schĂŒtzen, versicherte Merz. Alles. Ein starkes Wort. Man wĂŒrde ihn nur zu gerne beim Wort nehmen – wenn man nicht aus schmerzhafter Erfahrung wĂŒsste, wie wohlfeil solche Beteuerungen in Deutschland mittlerweile geworden sind.

Der Satz, der alles kaputtmacht

Dann aber kam jene Passage, die den gesamten Auftritt entwertete. Nicht erst ein Anschlag wie der vom Vorabend gefĂ€hrde die Freiheit, so der Kanzler sinngemĂ€ĂŸ – auch Intoleranz, Ausgrenzung, Diskriminierung, dumme Redensarten und schlechte Witze seien bereits Teil einer solchen Gewalt.

Wer Worte mit Terror gleichsetzt, verharmlost den Terror. So einfach ist das.

Hier hat sich der Kanzler ohne Not dem Mantra ergeben, das die politische Linke seit Jahren als Keule schwingt: Sprache sei Gewalt. Ein Satz, der nicht nur philosophisch falsch ist, sondern in diesem Kontext eine infame Verzerrung der Tat darstellt. Denn er verschiebt die Schuld von einem AttentÀter auf eine diffuse Gesellschaft, auf Stammtische, auf Menschen, die einen derben Spruch machen.

Ein Problem, das nicht mit „W“ wie Witz beginnt

Machen wir uns nichts vor: Deftige SprĂŒche ĂŒber Homosexuelle gibt es seit Jahrzehnten in diesem Land. Kabarettisten haben davon gelebt, Fußballstadien hallen davon wider, Generationen von Deutschen haben sich daran abgearbeitet. Und doch ist niemand von ihnen auf die Idee gekommen, einen Lieferwagen in eine Menschenmenge zu steuern.

Das Problem hat einen anderen Namen. Es beginnt mit „I“ und endet auf „slam“. Wer die Schriften kennt, in denen ĂŒber Homosexuelle und UnglĂ€ubige alles andere als tolerante Worte gefunden werden, der weiß, wo die eigentliche ideologische Wurzel dieses Anschlags zu suchen wĂ€re. Doch genau diesen Satz traut sich der Bundeskanzler nicht auszusprechen. Lieber redet er den radikalen Aktivisten jener Community nach dem Mund, der er eigentlich Trost spenden wollte.

Was folgt daraus? Vermutlich: nichts

Wer so spricht, wird keine ernsthaften Konsequenzen ziehen. Mit dem sozialdemokratischen Koalitionspartner, von dem sich Merz politisch abhĂ€ngig gemacht hat, wird man sich mĂŒhelos darauf einigen, den Kampf gegen „dumme SprĂŒche“ zu intensivieren. Neue Meldestellen, neue Programme, neue Sprachregelungen – das Repertoire ist bekannt. Alles, was darĂŒber hinausginge, also konsequente Abschiebungen, echte Grenzkontrollen, harte Sicherheitspolitik, wĂ€re in dieser Koalition hochumstritten.

Und so bleibt am Ende ein bitterer Befund: Ein Land, in dem der Regierungschef nach einem islamistisch motivierten Anschlag ĂŒber Witze spricht, hat ein FĂŒhrungsproblem. Ein Land, das Sprache kriminalisiert, wĂ€hrend die Gewalt auf der Straße eskaliert, marschiert schnurstracks in Richtung jener orwellschen ZustĂ€nde, vor denen kritische Beobachter seit Jahren warnen.

Die Redaktion ist ĂŒberzeugt: Was wir brĂ€uchten, wĂ€ren Politiker, die fĂŒr dieses Land regieren statt gegen es. Politiker, die die Sicherheit der BĂŒrger ĂŒber die Befindlichkeiten von Aktivistengruppen stellen. Diese Auffassung teilt lĂ€ngst nicht nur unser Haus, sondern ein erheblicher Teil der deutschen Bevölkerung, der die immer gleichen Betroffenheitsrituale nach jeder Tat satt hat.

In unsicheren Zeiten, in denen weder auf innere Sicherheit noch auf solide Staatsfinanzen Verlass ist, gewinnt die Frage nach werthaltigem, physischem Eigentum an Bedeutung. Gold und Silber haben Staatskrisen, WĂ€hrungsreformen und politische Verirrungen ĂŒber Jahrhunderte ĂŒberdauert – als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben sie ein bewĂ€hrter Anker.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenstĂ€ndig zu informieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen selbst. Eine Rechts- oder Steuerberatung findet ebenfalls nicht statt.

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