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Kettner Edelmetalle
25.08.2026
13:34 Uhr
KI-generiert

„Zwickau schließt 2030“: Ministerin verplappert sich – 8000 Jobs zittern

„Zwickau schließt 2030“: Ministerin verplappert sich – 8000 Jobs zittern
Symbolbild: KI-generiert

Ein Satz, gesprochen mit Verspätung im Jagdschloss Graupa, könnte das Ende einer ganzen Industrieregion einläuten. Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) soll am Montagabend vor Kommunalpolitikern erklärt haben, das Volkswagen-Werk in Mosel bei Zwickau werde spätestens 2030 geschlossen. Am Mittwoch reist VW-Konzernchef Oliver Blume selbst nach Zwickau – die Belegschaft erwartet Klartext.

Was die Stadträte gehört haben wollen

Nach Angaben mehrerer Teilnehmer der nicht öffentlichen Informationsveranstaltung zum geplanten Industriepark Oberelbe entschuldigte sich die Ministerin für ihr Zuspätkommen mit dem Hinweis, sie komme gerade aus Gesprächen in Zwickau. Es gebe keine guten Nachrichten. Zwickau schließe spätestens 2030.

Ein Stadtrat aus Dohna beschrieb die Szene Medienberichten zufolge so, die Ministerin habe sehr mitgenommen gewirkt und wolle alles versuchen, die Schließung zu verhindern – an der Aussage selbst aber habe sie keinen Zweifel gelassen. Zwei weitere Anwesende hätten den Verlauf bestätigt.

Ein Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium habe die Bemerkung anschließend zu relativieren versucht. Eine Sprecherin des Infrastrukturministeriums wollte sie später weder bestätigen noch dementieren: Offiziell sei nichts entschieden.

Elf Millionen für Pirna – und Zwickau?

Bemerkenswert ist die Kulisse dieser Bemerkung. Kraushaar warb im Jagdschloss für neue Gewerbeflächen und stellte elf Millionen Euro Landesförderung für die Zuwegung zum Industriepark Oberelbe in Aussicht. Ein Heidenauer Stadtrat konterte trocken, das Geld solle man besser in Zwickau einsetzen, bevor dort die vorhandene Infrastruktur verfalle.

Ein Satz, der die deutsche Wirtschaftspolitik in Miniatur beschreibt: Fördermillionen für neue Flächen, während gewachsene Industriestandorte ausbluten.

Blumes Sparhammer: vier Werke ohne Perspektive

Im Konzern läuft derzeit eine Serie von Betriebsversammlungen. In Wolfsburg sagte Blume am Dienstag laut Deutscher Presse-Agentur:

„Wir müssen Komplexität reduzieren, unsere Strukturen konsequent verschlanken und Kosten senken.“

Für die vier Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm gebe es derzeit keine „wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre“. Medienberichten zufolge prüft der Konzern weltweit einen Abbau von bis zu 100.000 der rund 657.000 Stellen. In Zwickau hängen mehr als 8000 Arbeitsplätze am seidenen Faden – plus tausende in der Zulieferindustrie.

Der Standort wehrt sich – mit eigenen Plänen

Ein internes Positionspapier von VW Sachsen zeigt, dass man in Mosel nicht kampflos aufgibt. Weil ID.3, ID.4 und ID.5 abgegeben oder eingestellt werden, halbiere sich die Produktion vorübergehend auf 120.000 Einheiten, eine Fertigungslinie fiele weg, 1500 Jobs stünden auf der Kippe. Kompensieren solle das ein „Circular-Economy-Hub“ für rund 90 Millionen Euro: bis 2030 etwa 15.000 demontierte Autos, rund 1000 neue Arbeitsplätze. Ab 2031 könnte der Nachfolger des Audi Q4 e-tron mit 224.000 Einheiten jährlich vom Band laufen.

Die bittere Lehre für Sparer

Zwickau war der Pionierstandort der deutschen E-Auto-Offensive – gebaut auf politischen Versprechen, Fördertöpfen und der Annahme, der Markt werde folgen. Zölle drücken das US-Geschäft, chinesische Hersteller drängen auf den Heimatmarkt, die Energiekosten bleiben hoch. Wer glaubt, industrielle Wertschöpfung sei ein Naturgesetz, wird hier eines Besseren belehrt. Wer sein Vermögen breit streut, denkt deshalb auch über Sachwerte nach – physisches Gold und Silber gelten seit Generationen als krisenerprobte Ergänzung.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Er spiegelt unsere Einordnung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Leser trifft Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorher selbst umfassend informieren.

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