
Ablenkungsmanöver statt Realpolitik: Ricarda Lang instrumentalisiert Promi-Streit für politische Agenda
Während Deutschland unter einer Welle realer Gewalt leidet, Gruppenvergewaltigungen zum traurigen Alltag gehören und die Bürger unter explodierenden Lebenshaltungskosten ächzen, hat die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang offenbar nichts Besseres zu tun, als Bundeskanzler Friedrich Merz zu einer öffentlichen Stellungnahme in einem Promi-Rosenkrieg aufzufordern. Man reibt sich verwundert die Augen.
Ein Ehestreit als Staatsaffäre?
Worum geht es? Die Schauspielerin Collien Fernandes hat schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Ehemann, den Schauspieler Christian Ulmen, erhoben. Dieser soll laut einem Bericht des Spiegel täuschend echte Fakeprofile von Fernandes erstellt, sich als sie ausgegeben, sexuelle Gespräche mit fremden Männern geführt und sogar Deepfake-Videos verschickt haben. Vorwürfe, die – und das ist der entscheidende Punkt – bislang nicht bewiesen sind. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat die Ermittlungen eingestellt, nachdem angeforderte Unterlagen nicht eingereicht worden seien. Ulmens Anwalt wies die Anschuldigungen als „unwahr" zurück und bezeichnete die Berichterstattung als „rechtswidrig". Für Christian Ulmen gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.
Doch solche rechtsstaatlichen Grundprinzipien scheinen für Ricarda Lang bestenfalls eine Fußnote zu sein. Gegenüber RTL und ntv erklärte sie, sie wünsche sich, „dass Friedrich Merz sich zu dem Fall Collien Fernandes äußert". Als Kanzler trage er Verantwortung dafür, ob Frauen sich in diesem Land sicher fühlen könnten – „egal, ob auf der Straße oder im Netz". Zugleich warf sie dem Rechtsstaat pauschal Versagen beim Thema „digitale Gewalt" vor.
Die wahre Gewalt findet nicht im Netz statt
Man muss sich diese Chuzpe auf der Zunge zergehen lassen. Ausgerechnet eine Politikerin der Grünen, jener Partei, die über Jahre hinweg eine unkontrollierte Migrationspolitik mitgetragen und jede Verschärfung des Strafrechts bei realer Gewaltkriminalität blockiert hat, fordert nun „politische Konsequenzen" und „neue gesetzliche Regelungen" – wegen eines unbewiesenen Vorwurfs zwischen zwei Prominenten. Allein in Berlin werden statistisch gesehen täglich zwei Vergewaltigungen angezeigt. Bundesweit häufen sich Gruppenvergewaltigungen in einem Ausmaß, das noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Messerangriffe gehören mittlerweile zur täglichen Nachrichtenlage. Doch darüber schweigt Frau Lang beharrlich.
Stattdessen wird ein C-Promi-Ehestreit zur Staatsaffäre aufgeblasen. Das Kalkül dahinter ist durchsichtig: Es geht nicht um den Schutz von Frauen. Es geht um die politische Instrumentalisierung eines Einzelfalls, um weitreichende Gesetzesänderungen durchzudrücken – noch bevor die Justiz überhaupt ihre Arbeit abgeschlossen hat.
250 prominente Frauen und die Forderung nach neuen Gesetzen
Parallel zur medialen Empörungswelle hat sich ein Bündnis von 250 prominenten Frauen formiert, an dessen Initiative auch Lang beteiligt gewesen sein soll. Die Forderungen: strengere Gesetze gegen Deepfakes und sogenannte „Nudify-Apps". Auch aus der SPD kommen entsprechende Signale. Parteichef und Vizekanzler Lars Klingbeil sprach von einem „nicht akzeptablen" Zustand, Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigte gar eine Reform des Strafrechts an.
Nun ist der Schutz vor digitaler Manipulation zweifellos ein ernstes Thema, das einer sachlichen Debatte bedarf. Doch die Art und Weise, wie hier auf Basis unbewiesener Vorwürfe und unter Missachtung der Unschuldsvermutung politischer Druck aufgebaut wird, erinnert fatal an orchestrierte Kampagnen, die weniger dem Opferschutz als vielmehr der Ausweitung staatlicher Kontrolle im digitalen Raum dienen. Wer zwischen den Zeilen liest, erkennt schnell: Am Ende dieser Debatte könnte eine Klarnamenpflicht im Internet stehen, eine digitale Identitätspflicht oder andere Instrumente, die die Meinungsfreiheit im Netz massiv einschränken würden.
Merz sollte sich zu den echten Problemen äußern
Wenn Ricarda Lang schon fordert, der Bundeskanzler möge sich äußern, dann wäre es weitaus angemessener, wenn Friedrich Merz endlich klare Worte zu den realen Sicherheitsproblemen in diesem Land fände. Zu den täglichen Messerattacken, zu den explodierenden Kriminalitätsstatistiken, zu den Frauen, die sich abends nicht mehr allein auf die Straße trauen – nicht wegen Deepfakes, sondern wegen einer gescheiterten Migrationspolitik, die dieses Land seit Jahren in Atem hält.
Dass eine ehemalige Grünen-Vorsitzende, deren Partei bei der letzten Bundestagswahl eine historische Klatsche kassiert hat, nun versucht, über den Umweg eines Promi-Skandals wieder politische Relevanz zu erlangen, ist so durchschaubar wie bezeichnend. Die Bürger dieses Landes haben andere Sorgen. Sie kämpfen mit steigenden Spritpreisen, einer galoppierenden Inflation, die durch das 500-Milliarden-Schuldenpaket der Großen Koalition weiter angeheizt wird, und einer Sicherheitslage, die in vielen deutschen Städten nur noch als desolat bezeichnet werden kann.
Es ist an der Zeit, dass die Politik sich wieder den echten Problemen der Menschen zuwendet, statt sich in ideologisch aufgeladenen Scheingefechten zu verlieren. Doch genau das – so scheint es – ist von den Grünen nicht zu erwarten. Nicht heute, nicht morgen, nicht in absehbarer Zukunft.

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