
Atompoker in Genf: Trump lässt die Muskeln spielen – Iran kontert mit Militärmanöver
Während sich die Welt auf die indirekten Atomgespräche zwischen Washington und Teheran in Genf vorbereitet, verschärft US-Präsident Donald Trump den Ton gegenüber dem Iran in einer Weise, die an die gefährlichsten Phasen des Kalten Krieges erinnert. „Ich glaube nicht, dass sie die Konsequenzen wollen, wenn kein Abkommen zustande kommt", ließ der Präsident an Bord der Air Force One verlauten – eine Drohung, deren Vagheit sie nur noch bedrohlicher macht.
Kushner und Witkoff als Trumps Verhandlungsführer
Die amerikanische Delegation wird von Sondergesandtem Steve Witkoff und – bemerkenswert genug – Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angeführt. Dass der Präsident seinen engsten Familienkreis in derart brisante diplomatische Missionen einbindet, dürfte in europäischen Hauptstädten für hochgezogene Augenbrauen sorgen. Auf iranischer Seite leitet Außenminister Abbas Araghtschi die Verhandlungen, die erneut über den Oman als Vermittler geführt werden. Trump selbst will nach eigenen Angaben „indirekt" beteiligt sein – was immer das in der Praxis bedeuten mag.
Militärische Drohkulisse auf beiden Seiten
Die Gespräche finden vor einer Kulisse statt, die an ein geopolitisches Pulverfass erinnert. Zwei US-Beamte bestätigten, dass das amerikanische Militär sich auf die Möglichkeit wochenlanger Operationen gegen den Iran vorbereite, sollte Trump einen Angriff anordnen. Der Präsident selbst prahlte mit einer „massiven Marineflotte" in der Region. Teheran blieb die Antwort nicht schuldig: Am selben Tag begann der Iran ein Militärmanöver in der Straße von Hormus – jener strategisch unverzichtbaren Wasserstraße, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölexports fließt.
Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen, welches Eskalationspotenzial in dieser Konstellation schlummert. Ein einziger Zwischenfall in der Meerenge könnte die globalen Ölpreise in astronomische Höhen katapultieren und die ohnehin fragile Weltwirtschaft in eine tiefe Krise stürzen. Für Anleger, die auf physische Edelmetalle als Krisenwährung setzen, dürften solche Szenarien die Weitsicht ihrer Strategie einmal mehr bestätigen.
Unüberbrückbare Gräben zwischen Washington und Teheran
Inhaltlich könnten die Positionen kaum weiter auseinanderliegen. Washington und Israel sind überzeugt, dass der Iran den Bau einer Atomwaffe anstrebt. Teheran bestreitet dies vehement und behauptet, sein Nuklearprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken – hat allerdings Uran weit über die für die Stromerzeugung notwendige Reinheit hinaus angereichert. Ein Detail, das die iranische Friedensrhetorik in einem denkbar ungünstigen Licht erscheinen lässt.
Die USA drängen darauf, die Verhandlungen auf das iranische Raketenprogramm auszuweiten. Teheran lehnt dies kategorisch ab und will ausschließlich über Beschränkungen seines Atomprogramms im Gegenzug für eine Lockerung der lähmenden Sanktionen sprechen. US-Außenminister Marco Rubio räumte bei einer Pressekonferenz in Budapest freimütig ein, dass eine Einigung schwierig werde – die USA seien aber bereit, es zu versuchen.
Irans Bevölkerung leidet unter den Sanktionen
Was in der diplomatischen Hochglanzrhetorik gerne untergeht: Im Iran selbst brodelt es gewaltig. Landesweite Proteste, teilweise ausgelöst durch eine dramatische Krise der Lebenshaltungskosten, erschüttern das Regime. Die internationalen Sanktionen haben Teherans Öleinnahmen massiv beschnitten und treffen – wie so oft bei derartigen Strafmaßnahmen – vor allem die einfache Bevölkerung. Araghtschi traf sich vor den eigentlichen Gesprächen mit Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation, um technische Aspekte zu erörtern.
Die Verhandlungen wurden am 6. Februar nach längerer Unterbrechung wieder aufgenommen. Ob sie diesmal zu einem Durchbruch führen, darf bezweifelt werden. Trumps Verhandlungsstil – maximaler Druck gepaart mit vagen Drohungen – hat in der Vergangenheit gemischte Ergebnisse geliefert. Eines steht jedoch fest: Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bleiben ein Dauerbrenner, der die Weltmärkte noch lange in Atem halten wird.
Gerade in Zeiten solch massiver geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie in Krisenzeiten ihren Wert behalten – eine Eigenschaft, die weder Aktien noch Anleihen für sich beanspruchen können.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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