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12.10.2026
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Audi im freien Fall: Ein Drittel des Absatzes ist weg!

Audi im freien Fall: Ein Drittel des Absatzes ist weg!
Symbolbild: KI-generiert

Bei Audi spitzt sich die Krise dramatisch zu. Von Juli bis September 2026 hat die VW-Tochter aus Ingolstadt weltweit nur noch 314.905 Autos ihrer Kernmarke ausgeliefert. Das sind 19,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Hersteller am Montag mitteilte. Im Vergleich zu 2023 ist sogar rund ein Drittel des Geschäfts verschwunden.

Vom Vorzeigekonzern zum Sorgenkind

Noch im zweiten Quartal lag das Minus bei rund acht Prozent. Jetzt hat sich der Rückgang mehr als verdoppelt. Der Blick zurück ist ernüchternd: Im dritten Quartal 2023 brachte Audi noch knapp 480.000 Fahrzeuge zu den Kunden.

Ein Minus von rund 35 Prozent in drei Jahren ist keine gewöhnliche Konjunkturdelle mehr, das gleicht einem Erdrutsch. Auch die Neun-Monats-Bilanz ist schwach: Rund 1,04 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 11,4 Prozent gegenüber 2025.

Einen kleinen Lichtblick gibt es. In Deutschland und im übrigen Europa lief das Geschäft leicht positiv. Den Absturz auf den großen Auslandsmärkten konnte das aber nicht annähernd ausgleichen. Der Mutterkonzern steht ebenfalls unter Druck: Medienberichten zufolge lieferte Volkswagen im dritten Quartal rund 1,89 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus, 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Doppelschlag aus Peking und Washington

In China verlor Audi am stärksten. Dort brachen die Auslieferungen in den ersten neun Monaten um fast ein Viertel ein. Jahrelang hat der chinesische Markt den deutschen Premiumherstellern satte Gewinne gebracht. Heute geben dort einheimische Anbieter den Ton an. Vor allem bei Elektroautos treten sie mit eigener Technik und deutlich niedrigeren Preisen an. Gleichzeitig schwächelt die Nachfrage im ganzen Land.

Auch in den USA läuft es schlecht. Seit Jahresbeginn sanken die Auslieferungen dort um rund ein Sechstel. Ein wichtiger Grund sind die Importzölle der Trump-Regierung. Audi hat kein eigenes Werk in den Vereinigten Staaten und muss jedes Auto über den Atlantik bringen. Konkurrent BMW fertigt dagegen in Amerika selbst. Beobachter sehen darin einen klaren Standortvorteil der Münchner.

Lücken in der Modellpalette

Zum Teil hat Audi die Probleme selbst verursacht. Das Unternehmen verweist auf Modellwechsel und auf das Ende der Baureihen A1 und Q2. Beide Modelle wurden bisher in großer Stückzahl verkauft, vor allem in Europa. Ihre Produktion endet 2026. Ein überzeugender Nachfolger für diese Käufergruppe ist bisher nicht in Sicht.

Sparen um jeden Preis?

Der Einbruch fällt mitten in einen harten Umbau. Schon im März 2025 hatte Audi angekündigt, bis 2029 in Deutschland bis zu 7.500 Stellen zu streichen. Betroffen sind vor allem indirekte Bereiche wie Verwaltung und Entwicklung. Bei der Verwaltung zu sparen, leuchtet ein. Doch wie will ein Technologiekonzern den Anschluss an die chinesische Konkurrenz schaffen, wenn er ausgerechnet bei der Entwicklung kürzt?

Die Halbjahreszahlen zeigen, wie angespannt die Lage ist. Laut dem Bericht fiel der Umsatz von 32,6 auf 29,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg trotzdem leicht auf 1,12 Milliarden Euro. Audi erklärt das unter anderem mit strenger Kostendisziplin und geringeren Rückstellungen. Ob der Gewinn nun ebenfalls einbricht, zeigen erst die Geschäftszahlen zum dritten Quartal.

Ein Warnsignal für den Industriestandort

Audi ist dabei kein Einzelfall. Medienberichten zufolge will Bosch sein Werk in Nürnberg halbieren, und auch der Chemiekonzern Evonik streicht Tausende Stellen. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt sich hier, wie sehr hohe Energiekosten, ausufernde Bürokratie und politische Vorgaben aus Berlin und Brüssel die Unternehmen belasten. Den Preis zahlen die Beschäftigten und ihre Familien.

Wer angesichts solcher Nachrichten über die Sicherung des eigenen Vermögens nachdenkt, kann physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte sich selbst umfassend informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen allein die Verantwortung.

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