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Porsche zieht die Notbremse: 9.000 Jobs weg, Luxus-Elfer noch teurer!

Porsche zieht die Notbremse: 9.000 Jobs weg, Luxus-Elfer noch teurer!
Symbolbild: KI-generiert

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche baut sich radikal um. Konzernchef Michael Leiters hat am 7. Oktober beim Kapitalmarkttag eine neue Strategie bis 2035 vorgestellt: Rund 9.000 Stellen sollen wegfallen, die teuersten Modelle im Schnitt etwa 20 Prozent mehr kosten. Ausgerechnet die deutsche Ikone der automobilen Exzellenz kämpft damit um ihre alte Ertragskraft.

Ein Kahlschlag, der bis in die Chefetage reicht

Das Programm mit dem Namen „Sportwagenschmiede '35“ gehört zu den härtesten Einschnitten der jüngeren Firmengeschichte. Etwa 5.000 Stellen entfallen auf ein zusätzliches Sparpaket, rund 3.900 hatte Porsche bereits früher angekündigt. Auch mehrere Tochterfirmen sind betroffen.

Der Abbau soll sozialverträglich laufen. Wegen einer vereinbarten Standortsicherung seien betriebsbedingte Kündigungen der geschützten Stammbelegschaft bis 2035 ausgeschlossen, heißt es. Bemerkenswert: Rund 40 Prozent der Managementposten sollen verschwinden. Zudem will der Konzern die Personalkosten in der Produktion um bis zu 30 Prozent drücken und die Entwicklungskosten neuer Baureihen um bis zu 20 Prozent senken. Helfen soll dabei eine engere technische Zusammenarbeit mit der Konzernschwester Audi.

Weniger Autos, höhere Preise: Geht diese Wette auf?

Künftig will Porsche etwa 20 Prozent weniger Modellvarianten anbieten und je Variante rund 30 Prozent mehr verkaufen. Der Durchschnittspreis der Spitzenmodelle soll von etwa 270.000 auf 330.000 Euro steigen. Das gilt allerdings nicht für alle Baureihen.

Gleichzeitig sollen die Fixkosten so tief sinken, dass schon weniger als 200.000 verkaufte Fahrzeuge im Jahr für die Gewinnschwelle reichen. Wie dringend das ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: 2023 lag die operative Umsatzrendite noch bei glänzenden 18 Prozent, 2025 waren es nur noch 1,1 Prozent. Mittelfristig will Porsche wieder zehn bis 15 Prozent erreichen, langfristig 15 Prozent und eine Netto-Cashflow-Marge von zwölf Prozent im Autogeschäft.

China wird zum Albtraum

Die Absatzzahlen lesen sich ernüchternd. Von Januar bis September 2026 lieferte Porsche weltweit nur noch 178.532 Fahrzeuge aus, nach 212.509 im Vorjahreszeitraum. Das ist ein Minus von 16 Prozent. In China brachen die Auslieferungen sogar um 33 Prozent ein, in Nordamerika um 13 Prozent, in Deutschland um sieben Prozent. Dazu kommen die US-Zölle unter Präsident Donald Trump.

Einen Lichtblick gibt es aber: Der klassische 911 legte um zwölf Prozent zu. Der Macan, den es auch als Elektroversion gibt, verlor dagegen 21 Prozent. Die Kunden haben also eine klare Vorliebe, und die gilt dem Original.

Abschied vom Elektro-Traum

Genau daraus zieht Porsche jetzt Konsequenzen. Die einseitige Ausrichtung auf E-Autos hat den Konzern Milliarden gekostet. Verbrenner und Plug-in-Hybride sollen deshalb wieder länger eine wichtige Rolle spielen. Elektrische Versionen von 718 Boxster und Cayman sind für 2028 geplant, ebenso ein neues, kleineres SUV, das ab 2029 Gewinn bringen soll. Außerdem prüfe der Hersteller einen Supersportwagen oberhalb des 911.

Auch Randgeschäfte fallen weg. Porsche trennt sich von seinen Beteiligungen an Rimac und Bugatti Rimac sowie von der Beratungstochter MHP. Die Aktivitäten von Cellforce, Porsche eBike Performance und Cetitec werden eingestellt. Gleichzeitig sollen bis 2035 insgesamt 2,1 Milliarden Euro in die Standorte Zuffenhausen und Weissach fließen.

Ein Weckruf für den Standort Deutschland

Der Fall Porsche zeigt, was passiert, wenn politische Wunschvorstellungen auf echte Märkte treffen. Brüssel und Berlin haben jahrelang die reine E-Mobilität vorangetrieben, doch viele Kunden wollten nicht mitziehen. Die Zeche zahlen nun Beschäftigte, Zulieferer und ganze Regionen. Ob höhere Preise die sinkenden Stückzahlen ausgleichen können, ist offen.

Wer sein Vermögen nicht allein von Konzernstrategien und Börsenlaunen abhängig machen will, kann physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Ergänzung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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