
Ausländische Investoren pumpen über 100 Milliarden Dollar in US-Staatsanleihen – doch China zieht sich weiter zurück

Die jüngsten Zahlen des US-Finanzministeriums offenbaren ein bemerkenswertes Bild der globalen Kapitalströme: Im November 2025 flossen satte 112,8 Milliarden Dollar von ausländischen Investoren in amerikanische Staatsanleihen. Ein Zufluss, der nach zwei Monaten mit dominanter Verkäuferseite die Märkte aufatmen lässt – zumindest oberflächlich betrachtet. Doch wer genauer hinschaut, erkennt tektonische Verschiebungen in der geopolitischen Finanzarchitektur.
Japan und Großbritannien als treue Gläubiger Washingtons
Japan behauptet seinen Spitzenplatz als größter ausländischer Halter amerikanischer Schuldtitel mit stolzen 1.202,6 Milliarden Dollar. Die Japaner stockten ihre Position im November um weitere 2,6 Milliarden Dollar auf – ein Zeichen ungebrochenen Vertrauens in den Dollar, oder schlicht mangelnder Alternativen für die exportorientierte Wirtschaftsmacht? Im Jahresvergleich wuchs Tokios Engagement um beachtliche 115,5 Milliarden Dollar.
Noch aggressiver kaufte das Vereinigte Königreich zu: Mit einem Zuwachs von 10,6 Milliarden Dollar im November kletterte London auf 888,5 Milliarden Dollar und festigte damit seinen zweiten Platz. Der jährliche Anstieg von 121,6 Milliarden Dollar zeigt, dass die Briten trotz eigener wirtschaftlicher Herausforderungen weiterhin massiv auf amerikanische Schuldtitel setzen.
Pekings strategischer Rückzug setzt sich fort
Ganz anders das Bild bei China: Die Volksrepublik reduzierte ihre Bestände im November um weitere 6,1 Milliarden Dollar auf nunmehr 682,6 Milliarden Dollar. Was auf den ersten Blick nach einer moderaten Anpassung klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als systematischer Abbau. Vor einem Jahr hielt Peking noch Anleihen im Wert von 768,6 Milliarden Dollar – ein Rückgang von 86 Milliarden Dollar binnen zwölf Monaten.
Diese Entwicklung ist kein Zufall. China diversifiziert seit Jahren seine Währungsreserven und reduziert seine Abhängigkeit vom Dollar. Die geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking, verschärft durch die aggressive Zollpolitik der Trump-Administration mit 34 Prozent auf chinesische Importe, dürften diesen Trend weiter beschleunigen. Peking setzt verstärkt auf Gold und alternative Währungen – eine Strategie, die angesichts der amerikanischen Schuldenberge durchaus nachvollziehbar erscheint.
Die Schuldenspirale dreht sich weiter
Der Gesamtbestand ausländisch gehaltener US-Anleihen erreichte im November 9.355,4 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 632,1 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen mögen auf den ersten Blick beruhigend wirken, doch sie verschleiern ein fundamentales Problem: Die Vereinigten Staaten finanzieren ihren ausufernden Staatshaushalt zunehmend über ausländisches Kapital.
Was geschieht, wenn das Vertrauen in den Dollar schwindet? Wenn weitere Großmächte dem chinesischen Beispiel folgen und ihre Dollar-Bestände abbauen? Die Geschichte lehrt uns, dass Imperien nicht an militärischer Schwäche zerbrechen, sondern an fiskalischer Überdehnung.
Edelmetalle als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten
Angesichts dieser globalen Verwerfungen gewinnen physische Edelmetalle als Vermögenssicherung zunehmend an Bedeutung. Gold und Silber kennen kein Gegenparteirisiko und haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – unabhängig davon, welche Währungen kamen und gingen. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen bewährten Schutz gegen die Unwägbarkeiten des internationalen Finanzsystems.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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