
Berlins lukratives Geschäft mit der Obdachlosigkeit: Wenn Elend zur Goldgrube wird
Während Politiker aller Couleur nicht müde werden, soziale Gerechtigkeit zu predigen, offenbart sich in der deutschen Hauptstadt ein System, das an Zynismus kaum zu überbieten ist. Private Unternehmen verdienen sich an der Unterbringung von Wohnungslosen eine goldene Nase – und die Leidtragenden sind ausgerechnet jene, denen eigentlich geholfen werden sollte.
Ein Sonderweg mit fatalem Beigeschmack
Nach Recherchen des „Tagesspiegel" erweist sich das Berliner System der Wohnungslosenunterbringung als extrem anfällig für Missbrauch. Die Hauptstadt geht dabei einen bundesweiten Sonderweg, der aufhorchen lässt: Während deutschlandweit rund zwei Drittel aller Menschen ohne eigenes Dach über dem Kopf in kommunalen Einrichtungen untergebracht sind, dominieren in Berlin gewerbliche Anbieter das Geschäft. Private Firmen kassieren, Bewohner und Anwohner klagen über Müll und Ungeziefer. Ein Zustand, der eines wohlhabenden Landes unwürdig ist.
Selbst der Neuköllner Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt von der CDU findet deutliche Worte. Das Geschäft mit diesen Unterkünften sei „eine Goldgrube", so Rehfeldt gegenüber dem „Tagesspiegel". In der Branche gebe es zahlreiche schwarze Schafe. Wer die Unterbringung obdachloser Menschen lediglich als gewinnträchtiges Business betreibe, sei dort „eigentlich falsch".
39.000 Menschen in Unterkünften – und der Senat hat keine Ahnung
Besonders erschreckend: Die Berliner Senatsverwaltung für Soziales konnte auf Anfrage nicht einmal beziffern, wie viele Menschen derzeit in Wohnungslosenunterkünften leben. Das Land Berlin hat schlicht keine eigenen Daten erhoben. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen – eine Millionenmetropole, die Milliarden an Steuergeldern verwaltet, weiß nicht einmal, wie viele ihrer Bürger in solchen Einrichtungen hausen. Erst die Berechnungen des „Tagesspiegel" brachten Licht ins Dunkel: Demnach waren im Januar 2025 etwa 39.000 Menschen ordnungsrechtlich in Berliner Unterkünften für Wohnungslose untergebracht. Rund 11.000 davon – und das ist die vielleicht bitterste Zahl – sind Kinder und Jugendliche.
Ein Symptom jahrzehntelangen Politikversagens
Was sich hier offenbart, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Politik, die über Jahre hinweg die falschen Prioritäten gesetzt hat. Statt bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, statt die unkontrollierte Zuwanderung in die Sozialsysteme zu begrenzen, statt den kommunalen Wohnungsbau massiv voranzutreiben, hat man in Berlin lieber ideologische Prestigeprojekte verfolgt. Der gescheiterte Mietendeckel, die Enteignungsdebatte, Gender-Sternchen in Behördenbriefen – all das hat keinem einzigen Obdachlosen ein warmes Bett verschafft.
Dass ausgerechnet private Betreiber mit dem Elend anderer Menschen hohe Gewinne einfahren, während gleichzeitig die Zustände in den Unterkünften offenbar katastrophal sind, wirft fundamentale Fragen auf. Wer kontrolliert diese Einrichtungen? Wer stellt sicher, dass die öffentlichen Gelder tatsächlich bei den Bedürftigen ankommen und nicht in den Taschen findiger Geschäftemacher verschwinden?
Die vergessenen Kinder der Hauptstadt
11.000 Kinder und Jugendliche ohne festes Zuhause – in einer Stadt, die sich gerne als weltoffen und sozial rühmt. Diese Zahl sollte jeden Verantwortlichen in der Berliner Politik nachts wachhalten. Doch stattdessen herrscht offenbar ein Zustand der organisierten Ahnungslosigkeit. Keine Daten, keine Kontrolle, keine Strategie. Dafür aber ein florierendes Geschäftsmodell für jene, die aus der Not anderer Kapital schlagen.
Es ist höchste Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz auch auf Landesebene den Druck erhöht. Deutschland braucht keine weiteren Sonntagsreden über soziale Gerechtigkeit. Es braucht konsequentes Handeln: mehr kommunale Unterkünfte unter staatlicher Kontrolle, strengere Auflagen für private Betreiber und vor allem eine ehrliche Debatte darüber, warum in einem der reichsten Länder der Welt Zehntausende Menschen – darunter Tausende Kinder – kein Dach über dem Kopf haben. Die Antworten dürften manchem Politiker nicht gefallen.
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