
Bildungsverfall trifft Klimapropaganda: Neubauer segelt zur Antarktis, während Deutschland das Dividieren abschafft

Es ist ein Bild, das symptomatischer kaum sein könnte für den Zustand unseres Bildungssystems: Während in Niedersachsen ernsthaft darüber diskutiert wird, das schriftliche Dividieren aus dem Lehrplan zu streichen, segelt die selbsternannte Klimaaktivistin Luisa Neubauer mit einer Forschungsjacht Richtung Antarktis, um deutschen Schulklassen per Livestream ihre Version des Klimaunterrichts zu präsentieren. Man könnte lachen, wenn es nicht so tragisch wäre.
Das „globale Klassenzimmer" – Propaganda statt Pädagogik
Mehr als tausend deutsche Lehrkräfte sollen ihre Klassen bereits für das Projekt mit dem hochtrabenden Titel „Das globale Klassenzimmer" angemeldet haben. Von der dritten bis zur dreizehnten Jahrgangsstufe werden Schüler künftig live vom Schiff aus mit Neubauers Weltanschauung beschallt. Die 29-Jährige erklärt dazu, es gehe um den „dringend notwendigen Schutz dieses wunderschönen und fragilen Kontinents". Welche fachliche Qualifikation sie für diese Bildungsoffensive mitbringt? Keine erkennbare. Weder einen naturwissenschaftlichen Abschluss noch eine pädagogische Befähigung kann die Aktivistin vorweisen.
Unterstützt wird sie bei diesem medienwirksamen Spektakel von prominenten Zugeschalteten aus Deutschland: dem Hochsee-Segler Boris Herrmann, dem Mediziner und Moderator Eckart von Hirschhausen sowie Tobias Krell. Eine illustre Runde, die den Schülern die Bedeutung der Antarktis für das Weltklima näherbringen will. Ob dabei auch erwähnt wird, dass das antarktische Eis in den letzten Jahren gewachsen ist, darf bezweifelt werden.
Flucht vor dem Gaza-Desaster
Die Wahl der Destination ist kein Zufall. Nach dem verheerenden Imageschaden, den Greta Thunberg mit ihrer Gaza-Reise im Juni 2025 anrichtete, setzen die bekannteren Klimaaktivisten wieder auf ihr vermeintliches Kernthema. Thunberg hatte sich bei ihrem Segeltrip mehrfach solidarisch mit der palästinensischen Zivilbevölkerung gezeigt und Israel schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen – ohne die komplexen politischen und historischen Hintergründe auch nur ansatzweise einzuordnen. Die Kritik war vernichtend, die Distanzierung von extremistischen Akteuren fehlte völlig.
Neubauers Projekt sei nun ganz dem Umweltthema gewidmet, heißt es auf der begleitenden Website. Statt Krisenmüdigkeit solle Hoffnung und Handlungsbereitschaft geweckt werden. Ein durchsichtiges Manöver, das vor allem eines bezweckt: Aufmerksamkeit für die Aktivistin selbst.
Die Bildungsreisende mit Bildungsdefizit
Dass ausgerechnet Luisa Neubauer deutschen Schülern etwas über Klima und Energie beibringen will, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Im September 2024 verbreitete sie auf Instagram die Behauptung, Tirol sei „total abhängig von Putins Gas" und „importiertem Kohlestrom", weil es in diesem österreichischen Bundesland keine Windräder gebe. Ein Faktencheck entlarvte diese emotionale Social-Media-Story als schlicht unwahr.
Das gebirgige Tirol ist topographisch begünstigt und kann sich mit Wasserkraft selbst versorgen. Der Landes-Energieversorger „Tiroler Wasserkraft" verkaufte einen Strom-Mix, der zu 95 Prozent aus Wasserkraft gewonnen wurde. Die Erneuerbaren-Quote betrug stolze 100 Prozent – ganz ohne die von Neubauer so angepriesenen Windräder. Solche Fakten scheinen die Aktivistin jedoch nicht zu interessieren, wenn sie nicht ins ideologische Narrativ passen.
Der Verfall des deutschen Bildungssystems
Während Neubauer also mit der Forschungs-Segeljacht Malizia Explorer in Richtung Süden schippert, offenbart sich in Deutschland ein Bildungsdesaster von historischem Ausmaß. In Niedersachsen wird ernsthaft erwogen, das schriftliche Dividieren aus dem Mathematikunterricht zu streichen. Eine Kulturtechnik, die seit Jahrhunderten zum Grundwissen gehört, soll dem Zeitgeist geopfert werden. Stattdessen dürfen Schüler künftig einer Aktivistin ohne fachliche Qualifikation beim Klimapredigen zuhören.
Die Prioritäten könnten nicht deutlicher sein: Grundrechenarten werden als verzichtbar erachtet, während ideologische Indoktrination Einzug in die Klassenzimmer hält. Dass mehr als tausend Lehrkräfte ihre Schüler freiwillig diesem Spektakel aussetzen, spricht Bände über den Zustand unseres Bildungswesens.
Umweltfreundlich? Von wegen!
An Bord der als „besonders umweltfreundlich" beworbenen Jacht befindet sich eine internationale Crew, darunter die französische Umweltaktivistin Camille Etienne sowie eine Wissenschaftlerin vom Alfred-Wegener-Institut. Auch die brasilianische Seglerin Tamara Klink ist dabei. Dass für diesen medienwirksamen Ausflug erhebliche Ressourcen verbraucht werden, scheint niemanden zu stören. Die CO2-Bilanz einer solchen Expedition dürfte beträchtlich sein – aber das passt wohl nicht ins Narrativ.
Es bleibt die Frage, ob diese spektakulär inszenierte Fernreise tatsächlich zu mehr Sachlichkeit im Klimadiskurs beiträgt oder vor allem der Selbstdarstellung einer Aktivistin dient, die sich offenbar für qualifizierter hält als ausgebildete Pädagogen und Wissenschaftler. Die Antwort dürfte auf der Hand liegen.
Deutschland braucht keine Klimapropaganda aus der Antarktis. Deutschland braucht Schulen, in denen Kinder wieder Rechnen, Schreiben und kritisches Denken lernen. Doch solange die politische Klasse lieber Aktivisten hofiert als Bildungsstandards zu sichern, wird der Abstieg weitergehen.
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