
Commerzbank sieht Gold bei 5.000 Dollar – und der Rücksetzer als Einstiegschance
Während nervöse Anleger beim jüngsten Goldpreisrückgang von rund 15 Prozent bereits kalte Füße bekamen, bleibt die Commerzbank bemerkenswert gelassen – ja, geradezu optimistisch. Das Frankfurter Geldhaus hat seine Goldpreisprognosen deutlich nach oben korrigiert und rechnet nun mit einem Preis von 5.000 US-Dollar je Feinunze bis Ende 2026. Für 2027 setzt die Analystin Thu Lan Nguyen sogar noch einen drauf: 5.200 Dollar sollen es dann werden.
Ein Rücksetzer, kein Trendbruch
Die Botschaft der Commerzbank ist unmissverständlich: Der jüngste Preisrückgang sei nicht nachhaltig, der langfristige Aufwärtstrend bleibe intakt. Wer die Geschichte des Goldmarktes kennt, weiß, dass solche Korrekturen zum Wesen eines Bullenmarktes gehören wie das Amen in der Kirche. Panikverkäufe in solchen Phasen erweisen sich im Rückblick fast immer als teurer Fehler. Doch genau das ist es, was die breite Masse tut – sie verkauft in der Angst und kauft in der Euphorie. Die klugen Anleger hingegen nutzen solche Rücksetzer als willkommene Gelegenheit, ihre Bestände aufzustocken.
Die Treiber hinter dem goldenen Optimismus
Was genau stützt die bullische Prognose der Commerzbank? Die Analysten nennen gleich mehrere gewichtige Faktoren. Zunächst sei eine Entspannung im Iran-Konflikt zu erwarten – eine Entwicklung, die zwar kurzfristig etwas Druck vom Goldpreis nehmen könnte, langfristig aber die geopolitische Unsicherheit nicht grundlegend beseitigt. Gerade angesichts der dramatischen Eskalation im Nahen Osten, wo Israel iranische Atomanlagen angriff und der Iran mit Raketenbeschuss antwortete, bleibt die Weltlage fragil wie ein Kartenhaus im Herbstwind.
Weitaus bedeutsamer dürfte jedoch die erwartete Korrektur überzogener US-Zinserwartungen sein. Die Commerzbank rechnet damit, dass die Federal Reserve ihren Zinssenkungszyklus wieder aufnimmt und bis Mitte 2027 insgesamt 75 Basispunkte an Leitzinssenkungen vornimmt. Sinkende reale US-Renditen würden Gold als zinsloses, aber krisenresistentes Anlagegut zusätzlich attraktiver machen. Denn in einer Welt, in der selbst vermeintlich sichere Staatsanleihen real an Wert verlieren, wird das gelbe Metall zum logischen Zufluchtsort.
Deutschlands Schuldenpolitik als zusätzlicher Goldtreiber
Was die Commerzbank in ihrer Analyse nicht explizit erwähnt, aber für deutsche Anleger von enormer Relevanz ist: Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht. Wohlgemerkt – „Sondervermögen" ist der politische Euphemismus für Schulden. Gigantische Schulden, die kommende Generationen durch Steuern und Abgaben werden finanzieren müssen. Und das, obwohl der Kanzler im Wahlkampf noch versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Man reibt sich verwundert die Augen.
Diese schuldenfinanzierte Politik wird die Inflation in Deutschland weiter befeuern – und damit den Wert des Euro schleichend aushöhlen. Wer sein Vermögen vor dieser stillen Enteignung schützen möchte, kommt an physischen Edelmetallen kaum vorbei. Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren, während Papierwährungen kommen und gehen.
Physische Edelmetalle als Fundament der Vermögenssicherung
Die Prognose der Commerzbank unterstreicht einmal mehr, was vorausschauende Anleger längst wissen: Physisches Gold gehört als unverzichtbarer Baustein in jedes breit gestreute Anlageportfolio. Nicht als spekulative Wette auf steigende Kurse, sondern als solide Absicherung gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt – geopolitisch, wirtschaftlich und währungspolitisch. Wer heute in physische Edelmetalle investiert, sichert nicht nur sein Vermögen, sondern bewahrt sich auch ein Stück finanzielle Souveränität in Zeiten, in denen Regierungen weltweit die Druckerpresse als Allheilmittel betrachten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.
- Themen:
- #Gold
- #Silber
- #Banken
- #FED
- #Enteignung

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











