Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
24.07.2026
15:25 Uhr

Das Ende einer Erpressung: Wie sieben Pipeline-Projekte Teherans Würgegriff um Hormus brechen sollen

Das Ende einer Erpressung: Wie sieben Pipeline-Projekte Teherans Würgegriff um Hormus brechen sollen

Es ist die Achillesferse der Weltwirtschaft: eine schmale Meerenge, kaum breiter als ein paar Dutzend Kilometer, durch die ein Fünftel des globalen Öls fließt. Wer die Straße von Hormus kontrolliert, hält die halbe Welt an der Gurgel. Und genau dieses Faustpfand hat das Regime in Teheran über Jahrzehnte hinweg mit unverhohlener Freude als geopolitische Waffe geschwungen. Doch nun regt sich Widerstand – und zwar in Beton und Stahl gegossen.

Wenn die Ölpreise wieder dreistellig werden

Die Nachricht ließ die Märkte erzittern: Brent-Rohöl kletterte über die Marke von 100 Dollar pro Barrel, nachdem sich die Störungen an der Straße von Hormus bis zur südlichen Meerenge Bab el-Mandeb im Roten Meer ausgeweitet hatten. Gleichzeitig lodert der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine im Schwarzen Meer weiter. Eine gefährliche Gemengelage, die den gesamten Energiekomplex und die globalen Rohstoffmärkte in Alarmbereitschaft versetzt.

Die Terminkurve bei Brent und WTI weise wieder eine sehr steile Backwardation auf – deutlich stärker als noch zu jenen Zeiten, als der diplomatische Weg zur Lösung des Nahost-Konflikts auf dem Tisch gelegen und Fortschritte gemacht habe, so ein Analyst der Schweizer Großbank UBS.

Auf gut Deutsch: Die Händler bezahlen für sofort verfügbares Öl saftige Aufschläge. Wer jetzt liefern kann, kassiert. Ein klassisches Krisensignal, das jeder erfahrene Rohstoffhändler kennt.

Der Weckruf für die Golfstaaten

Doch aus jeder Krise erwächst bekanntlich eine Chance. Die erneute Eskalation an den Nadelöhren des Welthandels hat den Golfstaaten schmerzhaft vor Augen geführt, wie verwundbar ihre maritimen Exportrouten sind. Die Antwort auf diese Erkenntnis lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Umgehung. Ein regelrechter Infrastruktur-Boom setzt ein, der Teherans Erpressungspotenzial systematisch aushöhlen soll.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press befinden sich mindestens sieben große Pipeline-Projekte im Bau, in Planung oder in Diskussion. Das erklärte Ziel: die anfälligen Chokepoints ein für alle Mal zu umschiffen.

Die bestehenden Rettungsanker

Zwei Adern bilden bereits heute das Rückgrat der Alternativen. Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline transportiert Rohöl von Abqaiq an das Rote Meer nach Yanbu. Die Vereinigten Arabischen Emirate wiederum haben ihre Öllieferungen nach Fudschaira am Golf von Oman erhöht – und lassen die Straße von Hormus dabei elegant links liegen.

Gemeinsam verfügten diese beiden Routen vor dem Krieg über eine freie Kapazität von 3,5 bis 5,5 Millionen Barrel täglich. Doch mittlerweile laufen beide Pipelines nahezu am Anschlag. Der Bedarf ist da, die Zeit drängt.

Häfen, Röhren und ein neuer geopolitischer Kompass

Selbst der staatliche Logistikriese DP World aus Dubai plant, das kritische Gewässer mit einem neuen Containerhafen an der Ostküste der Emirate zu umgehen. Die Emirate wollen Fudschairas Exportkapazität weiter ausbauen. Und – man höre und staune – die USA unterstützen inzwischen Gespräche zur Wiederbelebung einer Ölpipeline vom Irak zur syrischen Mittelmeerküste.

Damit entstünde eine weitere Exportroute, die den Hormus-Engpass komplett aushebeln würde. Für das Mullah-Regime in Teheran wäre dies ein herber Schlag ins Kontor, denn genau diese Kontrolle über den Schiffsverkehr war stets ihr wertvollstes Druckmittel.

Die große Neuverkabelung – und was sie für uns bedeutet

Was hier geschieht, ist nichts weniger als eine tektonische Verschiebung der Energieströme in der Golfregion. Sieben Projekte, allesamt von US-nahen Golfstaaten vorangetrieben, sollen die Landkarte des Öls neu zeichnen. Jede einzelne dieser Röhren ist ein Nagel im Sarg von Teherans Erpressungsmacht.

Für den deutschen Bürger, der ohnehin unter explodierenden Energiekosten und einer Wirtschaftspolitik leidet, die den Industriestandort systematisch demontiert, sollte diese Entwicklung ein Warnsignal sein. Während sich die Golfstaaten mit Milliardeninvestitionen gegen geopolitische Erpressung wappnen, verlässt sich Berlin lieber auf Wunschdenken und ideologische Energieträume. Wer glaubt, mit Windrädern und moralischen Appellen könne man die Versorgungssicherheit eines Industrielandes garantieren, der irrt gewaltig.

Warum physisches Gold in unsicheren Zeiten glänzt

Solange schmale Meerengen über das Wohl und Wehe der Weltwirtschaft entscheiden, solange Kriege und Krisen die Rohstoffpreise in die Höhe treiben, bleibt eines gewiss: Papierwerte und digitale Versprechen sind so verlässlich wie eine deutsche Energiewende. In Zeiten, in denen die Ölpreise dreistellig werden und die Inflation an den Ersparnissen nagt, beweisen physische Edelmetalle einmal mehr ihre Rolle als sicherer Hafen. Gold und Silber kennen keine Chokepoints, keine Sanktionen und keine politischen Launen – sie sind das Fundament eines krisenfesten und breit gestreuten Vermögens.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Investitionen in Rohstoffe, Wertpapiere oder andere Anlageklassen sind stets mit Risiken verbunden. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Bei Bedarf sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen