
Der gefräßige Leviathan: Wie der deutsche Staat seine eigene Wirtschaft erdrosselt

Es gibt Zahlen, die sprechen Bände. Und es gibt Zahlen, die schreien förmlich nach einer politischen Kurskorrektur. Eine solche Zahl liefert ausgerechnet die staatseigene KfW: Der Staatskonsum in Deutschland ist zwischen 2015 und 2024 in laufenden Preisen um stolze 57 Prozent explodiert. Während der Apparat in Berlin und den Ländern immer fetter, träger und teurer wird, magert die private Investitionstätigkeit zusehends ab. Ein deutlicheres Symptom für eine kranke Volkswirtschaft kann man sich kaum vorstellen.
Der Hunger des Apparats kennt keine Grenzen
Der Befund ist eindeutig: Der Staat frisst und frisst und frisst. Doch das Geld dafür wächst nicht auf Bäumen, es muss aus Bürgern und Unternehmen herausgepresst werden. Steuern hier, neue Abgaben dort, schließlich noch eine Zuckersteuer obendrauf – das nennt die Große Koalition aus CDU und SPD dann allen Ernstes "Reformpaket". Mit echten Reformen hat das jedoch ungefähr so viel zu tun wie ein Heizungsgesetz mit physikalischer Vernunft. Es handelt sich schlichtweg um eine fortgesetzte Inkassoaktion zugunsten eines aus den Fugen geratenen Verwaltungsmolochs.
Die Folge ist eine fatale Abwärtsspirale, in der wir längst mittendrin stecken. Leistungsträger – Ärzte, Ingenieure, Unternehmer – kehren Deutschland scharenweise den Rücken, weil die Abgabenlast hierzulande inzwischen jenseits aller Vernunft liegt. Wer bleibt, muss umso mehr schultern. Ein Mechanismus, der jede prosperierende Volkswirtschaft zuverlässig in den Ruin treibt.
Investitionseinbruch mit Ansage
Die nackten Zahlen der KfW selbst sind erdrückend: Die Investitionen des Privatsektors liegen mittlerweile rund 11 Prozent unter dem Niveau zu Beginn dieses Jahrzehnts. Besonders dramatisch hat es den Wohnungsbau erwischt – minus 18 Prozent. Die Unternehmensinvestitionen sind seit Ende 2019 um etwa 7 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig wächst der Staatskonsum munter weiter, als gäbe es kein Morgen.
Schönfärberei aus dem Staatsbankhaus
Bemerkenswert ist, wie die KfW – die bekanntlich im Staatsbesitz steht – diese Entwicklung in ihren Begleittexten regelrecht weichzuspülen versucht. Verdrängungseffekte seien zwar "möglich", aber eigentlich kaum nachweisbar. Schuld an der Misere seien doch viel eher die Energiekrise von 2022, die geldpolitische Straffung, das schwierige Außenhandelsumfeld. Dass Unternehmen ihre Produktion verlagern, weil Strom unbezahlbar geworden ist, Bürokratie alles erstickt und die Steuerlast erdrückend wirkt? Geschenkt. Man möchte sich beim Eigentümer eben nicht unbeliebt machen.
Besonders perfide ist das Argument, kreditfinanzierte Staatsausgaben würden die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stimulieren. Kurzfristig mag das stimmen. Strukturell jedoch bleibt nichts zurück außer einem wachsenden Schuldenberg und einer Zinslast, die unsere Kinder und Enkel noch in Jahrzehnten abstottern dürfen. Das hochgepriesene "Sondervermögen" über 500 Milliarden Euro – Friedrich Merz hatte vollmundig versprochen, keine neuen Schulden zu machen – entpuppt sich bereits jetzt als das, was Kritiker von Anfang an befürchteten: Ein Großteil dieser Mittel wird nicht investiert, sondern im laufenden Staatskonsum verbrannt.
Was zu tun wäre – und was niemand tut
Eine ehrliche Politik würde an die Substanz gehen: Überflüssige Ministerien zusammenlegen, Bundesbehörden schließen, von deren Existenz selbst Insider kaum etwas wissen. Förderprogramme streichen, deren Mittel im Nirgendwo versickern. Subventionen für ideologische Lieblingsprojekte einstampfen. Statt einer Zuckersteuer wäre eine Schlankheitskur für den Apparat das Gebot der Stunde.
Doch nichts dergleichen geschieht. Weder in der CDU noch in der SPD wird ernsthaft darüber nachgedacht, den Leviathan zu zähmen. Im Gegenteil: Man sinniert lieber darüber, wo man die nächste Steuerschraube ansetzen könnte, ohne allzu viele Wähler an die AfD zu verlieren. Was, nebenbei bemerkt, ohnehin nicht gelingt – die Umfragewerte sprechen eine deutliche Sprache.
Die Quittung kommt zuverlässig
Verbraucher mit immer weniger Kaufkraft, Unternehmen mit immer geringeren Margen, ein Standort, der für Investoren immer unattraktiver wird – das ist die Bilanz einer Politik, die das Schröpfen zum Geschäftsmodell erhoben hat. Wer kann, verlässt das Land. Wer bleibt, kämpft. Wer pleite geht, schließt. Wer produziert, verlagert. Dieser Prozess läuft längst, in Echtzeit und mit ungebremster Dynamik.
In einem solchen Umfeld stellt sich für den klugen Sparer und Investor zwangsläufig die Frage nach Vermögenssicherung. Wenn der Staat sich an der Substanz seiner Bürger bedient, wenn die Inflation durch immer neue Schuldenorgien angefacht wird und wenn das Vertrauen in Papierwährungen weiter erodiert, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als jahrtausendealte Wertspeicher massiv an Bedeutung. Sie bieten genau das, was staatliche Versprechen schon lange nicht mehr leisten: greifbare Substanz, frei von Gegenparteirisiken, unabhängig von politischer Willkür. Als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio sind sie für viele Bürger mittlerweile keine spekulative Option mehr, sondern schlichte Notwendigkeit.
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