
Die „veraltete" A-10 Warthog demütigt Amerikas Hightech-Kampfjets in der Straße von Hormus

Während Militärstrategen und Rüstungslobbyisten seit Jahrzehnten das Ende der legendären A-10 Thunderbolt II beschwören, liefert der als „Warthog" – Warzenschwein – bekannte Kampfjet gerade den eindrucksvollsten Beweis seiner Daseinsberechtigung seit dem Golfkrieg von 1991. In der Straße von Hormus, einem der strategisch bedeutsamsten Nadelöhre der Weltwirtschaft, zeigt das vermeintlich überholte Flugzeug, was es kann – und blamiert dabei milliardenschwere Prestigeprojekte wie den F-35 Lightning II.
Operation Epic Fury: Das Warzenschwein jagt Schnellboote und Drohnen
Das U.S. Central Command hat bestätigt, dass A-10-Kampfflugzeuge im Rahmen der „Operation Epic Fury" aktiv Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden zerstören, Drohnen vom Typ Shahed aus dem Himmel schießen und Bodenziele angreifen. General Dan „Razin" Caine, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, hob in einem Briefing am 19. März die entscheidende Rolle der Warthog an der Südflanke hervor. Ihre Fähigkeit zur dauerhaften Überwachung sei dort unersetzlich, wo Geschwindigkeit und große Flughöhe – die vermeintlichen Stärken moderner Kampfjets – tatsächlich zum Nachteil würden.
Gleichzeitig operieren AH-64 Apache-Kampfhubschrauber in der Region und weiten ihre Einsätze bis in den Irak aus, um Bedrohungen zu neutralisieren, bevor sie eskalieren können. Es handelt sich nicht mehr nur um Luftschläge aus großer Höhe, sondern um eine dauerhafte, nahkampftaugliche Gefechtsfelddominanz. In einem Nadelöhr wie der Straße von Hormus – so die Einschätzung militärischer Beobachter – ändere dies alles.
Feuerkraft, die ihresgleichen sucht
Die Vielseitigkeit der A-10 beginnt mit ihrer schieren Zuladungskapazität. Eine einzige Warthog kann bis zu 16.000 Pfund gemischter Bewaffnung an elf Aufhängepunkten tragen. Bei den aktuellen Einsätzen führt sie AGM-65 Maverick-Luft-Boden-Raketen für Präzisionsschläge gegen Boote und gepanzerte Fahrzeuge mit, lasergelenkte APKWS-II-Raketen, die kostengünstige Treffer gegen billige Drohnen und wendige Schnellboote ermöglichen, sowie AIM-9 Sidewinder-Raketen für zusätzliche Luft-Luft- oder Anti-Drohnen-Fähigkeiten. Hinzu kommen konventionelle Bomben und die legendäre 30-mm-GAU-8-Avenger-Gatling-Kanone mit sieben Läufen, die 3.900 Schuss pro Minute feuert.
Kein anderes Starrflügler-Flugzeug und kein Hubschrauber vereint dieses schiere Volumen an Feuerkraft mit der Flexibilität, nahtlos zwischen Raketen, Geschützen und Bomben im selben Einsatz zu wechseln. Besonders pikant: Die drohnentötenden Raketen der A-10 kosten zwischen 25.000 und 35.000 Dollar pro Stück. Ein F-35 müsste für dieselbe Aufgabe Raketen im Wert von Hunderttausenden bis über einer Million Dollar verschießen – um eine Drohne zu zerstören, die gerade einmal 20.000 Dollar kostet. Man muss kein Finanzgenie sein, um zu erkennen, welche Rechnung hier aufgeht.
Der F-35: Ein fliegender Computer mit fatalen Schwächen
Der Vergleich mit dem F-35 Lightning II fällt für Amerikas teuerstes Rüstungsprojekt geradezu vernichtend aus. Der Stealth-Jäger der Air Force ist zweifellos ein technologisches Wunderwerk – doch seine Unzuverlässigkeit, extreme Fragilität und miserablen Langsamflugeigenschaften machen ihn unfähig, die dauerhaften, tieffliegenden Angriffsmissionen auszuführen, die die Warthog derzeit absolviert. Wird der F-35 extern mit der Menge an Bewaffnung beladen, die eine A-10 routinemäßig trägt, leuchtet er auf feindlichen Luftabwehrradaren auf wie ein Weihnachtsbaum und wird zu einem schwerfälligen Flugzeug mit minimaler Reichweite.
Besonders entlarvend: In einem verzweifelten Versuch, das F-35-Programm zu retten, wurden dem Jet schützende Sicherheitsausrüstungen wie die ballistische Auskleidung und das bordeigene Feuerlöschsystem entzogen, um ihn leicht genug zum Fliegen zu halten. Das macht ihn zu einem der zerbrechlichsten Kampfflugzeuge am Himmel. Die A-10 hingegen schützt ihren Piloten mit 1.200 Pfund Titanpanzerung in einer „Badewanne" um Cockpit und kritische Systeme. Doppelt und dreifach redundante Systeme ermöglichen es dem Flugzeug, seinen Piloten auch nach Schäden nach Hause zu bringen, die für jedes andere Flugzeug tödlich wären.
Kosten, die jeden Steuerzahler erschaudern lassen
Die A-10 kann mindestens doppelt so viele Einsätze pro Tag fliegen und kostet weniger als die Hälfte pro Flugstunde im Vergleich zum F-35. Man könnte meinen, solche Zahlen würden selbst den verbohrtesten Bürokraten zum Umdenken bewegen. Doch weit gefehlt. Die Air Force hält unbeirrt an ihren Plänen fest, alle 162 verbliebenen A-10 bis Ende des Haushaltsjahres 2026 auszumustern. Der Kongress intervenierte zwar erneut und verbot eine Reduzierung unter 103 Maschinen bis Ende 2026, doch die Air Force drängt weiterhin auf eine vollständige Ausmusterung vor 2029.
Eine Kampfbilanz, die für sich spricht
Dass die A-10 ihre Kritiker Lügen straft, ist freilich nichts Neues. Bereits im Golfkrieg von 1991 flog sie mehr als 8.000 Einsätze, zerstörte Hunderte irakischer Panzer und Tausende weiterer Fahrzeuge – und das, während sie Beschuss einsteckte, der jedes andere Flugzeug, jeden Hubschrauber und jede Drohne vom Himmel geholt hätte. In den Operationen Iraqi Freedom und Enduring Freedom bewerteten Bodentruppen und Gefechtsfeldkoordinatoren die Warthog durchweg als die beste verfügbare Plattform für Luftnahunterstützung.
Der pensionierte A-10-Pilot Lt. Col. Thomas Norris, mit über 3.000 Flugstunden im Cockpit, brachte es auf den Punkt: Wer nicht Tag und Nacht Luftnahunterstützung gelebt und geatmet habe, verstehe nicht, wie schwierig und wie wichtig sie sei. Ein erfahrener Gefechtsfeldkoordinator der Air Force bestätigte dies: Von allen Flugzeugen, mit denen er gearbeitet habe – F-16, B-1B, F-15, F-111, F/A-18 – komme keines auch nur annähernd an die A-10 heran.
Lehren für Europa und Deutschland
Die Geschichte der A-10 sollte auch europäischen Verteidigungspolitikern zu denken geben. In einer Zeit, in der Deutschland unter der neuen Großen Koalition ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt hat und gleichzeitig die Bundeswehr dringend modernisiert werden muss, stellt sich die Frage: Investiert man in bewährte, robuste und kosteneffiziente Systeme – oder lässt man sich von der Faszination teurer Hightech-Prestigeprojekte blenden, die im Ernstfall möglicherweise versagen?
Die Parallelen zur deutschen Rüstungspolitik sind frappierend. Auch hierzulande werden Milliarden in Projekte gesteckt, deren Kosten explodieren und deren Einsatzbereitschaft chronisch mangelhaft ist. Die Bundeswehr leidet seit Jahren unter einer desaströsen Materialverfügbarkeit, während politische Entscheidungsträger lieber über Gendersternchen in Dienstvorschriften debattieren als über funktionsfähige Waffensysteme. Die A-10 beweist eindrucksvoll: Manchmal ist das vermeintlich Altmodische dem schillernden Neuen haushoch überlegen.
Warum die Ausmusterung ein fataler Fehler wäre
Während die Schlacht um die Straße von Hormus an Intensität zunimmt, liefert die „veraltete" A-10 einmal mehr eine Kosten-Nutzen-Effizienz, die von keinem anderen US-Flugzeug erreicht wird. Drohnen mögen gewisse Formen der Luftnahunterstützung bieten können, doch die robuste, schwer bewaffnete und störsichere A-10 – mit einem menschlichen Piloten, der sich persönlich in Gefahr begibt – bringt etwas auf das Schlachtfeld, das eine ferngesteuerte Drohne niemals ersetzen kann.
Auf dem modernen Gefechtsfeld, so die bittere Erkenntnis für alle Technologie-Enthusiasten, sind Haltbarkeit, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, direkt an der Frontlinie zu operieren, durch nichts zu ersetzen. Die A-10 Warthog ist der lebende Beweis dafür, dass wahre Stärke nicht immer im Glanz des Neuen liegt – sondern manchmal in der bewährten Kraft des Erprobten. Ihre Ausmusterung wäre nicht nur militärisch unverantwortlich, sondern eine Kapitulation vor dem Lobbyismus der Rüstungsindustrie.

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