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Kettner Edelmetalle
25.09.2026
11:57 Uhr
KI-generiert

Drohnen aus dem Frachtcontainer: Plant Moskau den Angriff auf SĂĽdeuropa?

Drohnen aus dem Frachtcontainer: Plant Moskau den Angriff auf SĂĽdeuropa?
Symbolbild: KI-generiert

Eine angebliche CIA-Warnung sorgt seit Donnerstag in Europa für Unruhe. Die spanische Zeitung El Mundo berichtet, Russland könne Spanien, Frankreich oder Italien mit Drohnen angreifen, die von Handelsschiffen im Mittelmeer starten. Nur Stunden später dementierten Paris und Rom. Was bleibt, ist ein Lehrstück darüber, wie nervös der Kontinent inzwischen ist.

Das Szenario: Unsichtbarer Angriff von See

Laut El Mundo, das sich auf Geheimdienst- und Diplomatenkreise beruft, soll die CIA mehrere europäische Regierungen gewarnt haben. Eine offizielle Bestätigung aus Langley gibt es bis heute nicht. Eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des litauischen Verteidigungsministeriums wird mit drastischen Worten zitiert:

«Sie werden vom Meer aus gestartete Drohnen einsetzen, versteckt im Container eines Schiffes; das ist überhaupt nicht schwierig.»

Im Mittelpunkt steht die russische Gerbera-Drohne. Dem Bericht zufolge fliegt sie bis zu 600 Kilometer weit und erreicht rund 160 Kilometer pro Stunde. Startet sie von einem Frachter 200 bis 300 Kilometer vor der Küste, ließe sich kaum noch nachvollziehen, woher sie kam. Das wäre der perfekte Angriff für einen Täter, der sich nicht zu erkennen geben will.

Kleine Ladung, groĂźe Wirkung

Mit vier bis fünf Kilogramm Sprengstoff taugt die Gerbera kaum für schwere Zerstörungen. Darum geht es auch nicht. Brände, beschädigte Anlagen, stundenlang gesperrte Häfen und Flughäfen: Schon das genügt, um Verunsicherung zu säen und Volkswirtschaften empfindlich zu treffen.

Dementi aus Paris und Rom

Die Warnung soll die Hauptstädte nach der Moskau-Reise von CIA-Direktor John Ratcliffe Ende August erreicht haben. Die Nachrichtenagentur Reuters bestätigte zwar, dass Ratcliffe dort hochrangige russische Geheimdienstler traf. Über den Inhalt der Gespräche ist aber nichts bekannt.

Dann kam das Dementi. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte Medienberichten zufolge in einem Fernsehinterview, die CIA habe Frankreich nicht über solche Erkenntnisse informiert. Auch Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto nannte den Alarm unbestätigt. Er helfe niemandem, schrieb Crosetto, und in ohnehin nervösen Zeiten brauche niemand zusätzliches Öl im Feuer.

Pikant: Derselbe Macron hält einen Angriff grundsätzlich für möglich. Auf die Frage, ob so etwas in Frankreich passieren könne, antwortete er mit Ja. Mitte September hatte er bereits den Verteidigungsrat einberufen, führende Politiker zu Beratungen geladen und einen Plan zum Schutz kritischer Infrastruktur verlangt. Paris wirft Moskau seit Langem Cyberattacken, Sabotage und Drohneneinsätze vor. Russland weist solche Vorwürfe regelmäßig zurück.

Und Deutschland? Längst mittendrin

Für deutsche Leser ist das keine ferne Mittelmeer-Geschichte. Macron verwies ausdrücklich auf den Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht vom 4. auf den 5. August 2026. Deutsche Behörden rechnen diesen Berichten zufolge Russland zu. Der hybride Krieg hat die Bundesrepublik also schon erreicht.

Hier liegt die unbequeme Frage an Berlin. Seit Jahren wird über Drohnenabwehr, den Schutz von Häfen, Stromnetzen und Flughäfen diskutiert. Wie viel davon ist tatsächlich einsatzbereit? Ein Rechtsstaat, der Milliarden-Sondervermögen beschließt, sollte zuerst erklären können, ob seine Flughäfen einer Drohne mit Rasenmäher-Motor standhalten.

Zwischen Alarm und Aufklärung

Ob die CIA-Warnung echt ist, ob sie übertrieben wurde oder ob gezielt Unruhe gestiftet werden soll, lässt sich derzeit nicht klären. Sicher ist nur, dass anonyme Quellen, Dementis und Andeutungen die Bürger verunsichert zurücklassen. Europa braucht keine Schlagzeilen im Konjunktiv, sondern eine funktionierende Abwehr.

Wer in solchen Zeiten sein Vermögen absichern möchte, setzt oft auf Werte, die nicht von der Stabilität einzelner Staaten oder Märkte abhängen. Physisches Gold und Silber haben sich in Krisen über Jahrhunderte als Stabilitätsanker bewährt und können einem breit gestreuten Portfolio sinnvoll beigemischt werden.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt unsere redaktionelle Meinung und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte vor einer Anlageentscheidung selbst recherchieren und trägt für seine Entscheidungen die alleinige Verantwortung.

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