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Kettner Edelmetalle
16.07.2026
21:47 Uhr

Ein Krieg ohne Ende? Vance rechnet mit Israels Propaganda-Maschine ab

Es ist ein bemerkenswerter Moment, wenn ein amtierender Vizepräsident der Vereinigten Staaten öffentlich einräumt, dass ein enger Verbündeter Millionen investiert, um die eigene Bevölkerung zu manipulieren. Genau das aber tat JD Vance nun in einem fast dreistündigen Gespräch im weltweit größten Podcast, dem "Joe Rogan Experience". Seine Worte dürften in Washington wie in Jerusalem für erhebliche Verstimmung sorgen – und sie werfen ein grelles Licht auf die undurchsichtigen Mechanismen moderner Meinungsmache.

Ein Krieg, den niemand mehr will – außer bestimmten Interessen

Vance sprach Klartext. Es gebe, so ließ er verlauten, "Elemente" innerhalb der israelischen Regierung, die den Krieg gegen den Iran "auf unbestimmte Zeit" weiterführen wollten. Nicht etwa mit einem klaren strategischen Ziel, sondern schlichtweg endlos. Ein Krieg als Selbstzweck also? Wer die Geschichte kennt, weiß: Kriege, die keinem definierten Ziel mehr dienen, sind die gefährlichsten von allen.

Besonders pikant: Vance behauptet, diese Kampagne richte sich nicht nur gegen die amerikanische Außenpolitik, sondern ganz persönlich gegen ihn. Der Grund? Sein Einsatz für eine diplomatische Lösung. In einer Zeit, in der Diplomatie offenbar als Schwäche gebrandmarkt wird, macht sich der Vizepräsident zur Zielscheibe – und benennt die Drahtzieher.

Die 1,5-Millionen-Dollar-Maschine

Vance verwies seine Zuhörer ausdrücklich auf einen Bericht, der einen aufwendig finanzierten Apparat beschreibt. Im Zentrum stehe ein früherer Wahlkampfmanager Trumps, Brad Parscale, dessen Kommunikationsfirma seit vergangenem Sommer angeblich monatlich 1,5 Millionen Dollar aus Israel erhalte. Der Auftrag: hundert digitale Inhalte pro Monat, verteilt über zahlreiche Plattformen. Dazu die "Integration von Narrativen" in konservative Medienkanäle.

"Es listet eine Reihe von Leuten auf, die buchstäblich von einer ehemaligen Trump-Kampagnen-Person bezahlt wurden, die selbst von bestimmten Elementen der israelischen Regierung bezahlt wurde", so Vance sinngemäß über den Bericht.

Man stelle sich vor: Meinung, gekauft und portioniert wie Ware im Supermarktregal. Der aufgeklärte Bürger sollte hier hellhörig werden – denn was in den USA offen zutage tritt, geschieht andernorts womöglich subtiler.

Vance auf dem Drahtseil

Interessant ist auch, wie Vance sich vorsichtig von Trumps Entscheidung distanziert, gemeinsam mit Israel den Krieg gegen den Iran zu beginnen. Er sei "weniger begeistert" gewesen, zitierte er den Präsidenten selbst. Als loyaler Vizepräsident wolle er nicht als öffentlicher Kommentator auftreten, seine Aufgabe sei es, den bestmöglichen Rat zu geben. Diplomatisches Lavieren eines Mannes, der 2028 offenbar eigene Ambitionen hegt.

Eine bittere Bilanz

Die Zahlen sprechen für sich. Vierzehn tote amerikanische Soldaten, über vierhundert Verwundete, mehr als hundert Milliarden Dollar verpulvert, die Straße von Hormuz weitgehend gesperrt, explodierende Treibstoffpreise und ein iranisches Volk, das sich hinter seine Regierung geschart hat. Ein Krieg, der laut Umfragen unbeliebter ist als seinerzeit Vietnam. Wer die Realität nüchtern betrachtet, erkennt ein Fiasko.

Vance selbst spottete über jene Falken, deren einziger Plan darin bestehe, den Gegner "in Vergessenheit zu bomben". Luftmacht allein, so warnte er, könne kein Land unterwerfen – schon gar nicht eines von der Größe Westeuropas. Eine Erkenntnis, die eigentlich jeder Militärstratege seit Jahrzehnten predigt, die in der Hitze politischer Machtspiele aber gern überhört wird.

Die Epstein-Akten und das ewige Schweigen

Auch zum Dauerbrenner der Epstein-Akten äußerte sich Vance. Man habe bei der Kommunikation "absolut versagt", gab er zu – bestritt jedoch, dass etwas verheimlicht worden sei. Epstein habe Verbindungen zu höchsten Ebenen sowohl amerikanischer als auch israelischer Geheimdienste gehabt. Dokumente, die diese Verbindungen belegten? Existierten laut Vance nicht – und selbst wenn, dann heute nicht mehr. Ein Satz, der Bände spricht.

Was uns das lehrt

Die eigentliche Lehre dieses Interviews reicht weit über die USA hinaus. Wenn ganze Meinungsapparate gekauft werden können, um Bürger in Kriege zu treiben, die sie längst ablehnen, dann steht die Souveränität des mündigen Menschen selbst auf dem Spiel. In geopolitisch turbulenten Zeiten, in denen Kriege eskalieren und Währungen unter Druck geraten, gewinnt eines an Bedeutung: Werte, die man nicht durch Propaganda entwerten kann. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie krisenfest bleiben, wenn Politik und Papiergeld ins Wanken geraten. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie einen Anker in unsicheren Zeiten.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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