
Ende der Vertuschungspolitik? Baden-Württemberg nennt künftig die Nationalität von Straftätern
Es ist ein Schritt, der längst überfällig war: Baden-Württemberg macht Schluss mit dem behördlichen Versteckspiel und verpflichtet seine Polizei künftig dazu, die Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen in Pressemitteilungen grundsätzlich anzugeben. Nur in absoluten Ausnahmefällen soll die Nennung noch unterbleiben. Damit prescht das Land unter Innenminister Manuel Hagel (CDU) weiter vor als die meisten anderen Bundesländer – und stellt eine Praxis infrage, die jahrelang eher der Beruhigung der politischen Klasse als der Aufklärung der Bürger diente.
Warum überhaupt verschweigen, was ohnehin jeder ahnt?
Hagel begründet seinen Vorstoß mit dem Ende eines „Flickenteppichs“ bei den polizeilichen Meldungen. Bislang, so der Minister gegenüber der Bild, sei im Einzelfall entschieden worden, ob die Herkunft eines Täters genannt werde oder eben nicht. Ein Zustand, der willkürlicher kaum sein könnte. Dieses „Hin und Her“ habe nun ein Ende, ließ Hagel verlauten. Gemeinsam mit dem Justizministerium werde die entsprechende Verwaltungsvorschrift so umgestellt, dass die Staatsangehörigkeit künftig regelmäßig anzugeben sei.
„Dies führt zu weniger Polarisierung, stärkt das Vertrauen in unseren Staat und schafft Klarheit“, erklärte der Innenminister.
Man höre und staune: Ausgerechnet die Transparenz, die man den Bürgern jahrelang mit dem Verweis auf angebliche „Polarisierung“ vorenthalten hat, soll nun das Vertrauen wiederherstellen. Die Wahrheit ist: Das Verschweigen hat das Vertrauen zerstört – nicht die Nennung. Wer glaubt, die Menschen im Land würden nicht bemerken, was sich in Polizeiberichten, Gerichtssälen und auf den Straßen abspielt, unterschätzt die Bevölkerung gründlich.
Ein Land geht voran – der Rest zögert
Baden-Württemberg reiht sich damit in eine kleine Gruppe von Ländern ein, die diesen Weg bereits eingeschlagen haben. Auch in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen werde die Nationalität grundsätzlich genannt, sofern nicht datenschutzrechtliche oder ermittlungstaktische Gründe dagegensprächen. Langfristig fordert Hagel eine bundesweit einheitliche Regelung und hat sich bei der Innenministerkonferenz bereits dafür starkgemacht.
Rückendeckung erhält er von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Bundesvorsitzender Manuel Ostermann formulierte es unmissverständlich: Die Menschen in Deutschland seien „nicht auf den Kopf gefallen“ und wüssten sehr genau, wer für schwerste Gewalt verantwortlich sei. Es gebe kaum einen plausiblen Grund, der Öffentlichkeit die Nationalitäten pauschal vorzuenthalten.
Die entscheidende Frage: Was ist mit dem Doppelpass?
So begrüßenswert der Schritt ist – ein gewaltiger Haken bleibt. Nach Jahren einer geradezu inflationären Einbürgerungspolitik sagt die reine Staatsangehörigkeit oft weniger aus, als man glauben mag. Wer im Eiltempo einen deutschen Pass erhält, taucht in der Statistik plötzlich als „Deutscher“ auf. Die entscheidende Frage lautet also: Wird bei Doppelstaatlern künftig auch die zweite Staatsangehörigkeit genannt – oder verschwindet die Realität erneut hinter dem bequemen Etikett „deutsch“?
Solange dieser Punkt ungeklärt bleibt, droht die Reform zur Symbolpolitik zu verkommen. Der Bürger verlangt keine geschönten Zahlen, sondern die volle Wahrheit. Und diese Wahrheit ist eng verknüpft mit einer verfehlten Migrations- und Innenpolitik der vergangenen Jahre, die maßgeblich zur ausufernden Kriminalität und zu den erschreckend häufigen Messerangriffen in unserem Land beigetragen hat. Es ist nicht allein die Meinung unserer Redaktion, sondern die eines großen Teils der deutschen Bevölkerung, dass hier ein grundlegendes Umdenken überfällig ist.
Ein Anfang – nicht mehr, aber auch nicht weniger
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Transparenz allein löst kein einziges Problem. Wer weiß, wer die Täter sind, muss auch bereit sein, konsequent zu handeln – von der Sicherung der Grenzen bis zur zügigen Rückführung von Straftätern. Die Nennung der Nationalität ist ein erster, richtiger Schritt. Doch er darf nicht das Feigenblatt sein, hinter dem sich politischer Stillstand verbirgt. Deutschland braucht wieder Politiker, die für dieses Land regieren – und nicht gegen die berechtigten Sicherheitsinteressen seiner Bürger.
In Zeiten, in denen das Vertrauen in staatliche Institutionen bröckelt und die Kaufkraft durch immer neue Schuldenprogramme dahinschmilzt, suchen viele Menschen nach beständigen Werten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in unsicheren Zeiten bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung zur langfristigen Vermögenssicherung innerhalb eines breit gestreuten Portfolios darstellen.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt weder eine Rechtsberatung noch eine Anlageberatung dar. Für Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren beziehungsweise fachkundigen Rat einholen.
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