
Energie-Revolution in Athen: Griechenland wagt den Sprung in die Atomkraft – während Deutschland seine Meiler abschaltet
Während Deutschland im ideologischen Furor seine letzten funktionierenden Kernkraftwerke verschrottet und sich von einer zuverlässigen Energiequelle nach der anderen verabschiedet, schlägt ein anderes europäisches Land genau den entgegengesetzten Weg ein. Griechenland, jahrzehntelang ein erbitterter Gegner der Kernenergie, vollzieht eine bemerkenswerte Kehrtwende. Und diese Wende könnte ein deutliches Signal an Berlin senden – wenngleich man dort bekanntlich nur ungern zuhört.
Vom Tabu zum Hoffnungsträger
Lange Zeit galt Kernenergie auf dem Boden der Hellenen als Reizthema. Die Erdbebengefahr in der seismisch aktiven Region diente stets als Totschlagargument. Noch im Dezember 2021 ließ Premierminister Kyriakos Mitsotakis verlauten, dass Griechenland keine Kernkraftwerke besitze und auch niemals welche besitzen werde. Klare Worte – die heute Makulatur sind.
Denn auf dem Weltgipfel für Kernenergie in Paris präsentierte sich derselbe Regierungschef im März plötzlich als Wandlungskünstler. Griechenland schlage eine neue Seite auf, erklärte er. Es sei an der Zeit zu prüfen, ob Kernenergie – insbesondere in Form kleiner modularer Reaktoren – künftig eine Rolle im Energiesystem des Landes spielen könne. Und damit nicht genug: Man möge Griechenland fortan als einen Freund der Kernenergie betrachten, so der Premier.
Während andere Nationen pragmatisch über ihre Energiezukunft nachdenken, predigt Deutschland weiter das Evangelium der Dunkelflaute.
Kleine Reaktoren mit großem Potenzial
Mitsotakis hat einen Ministerausschuss eingesetzt, der in den kommenden Monaten konkrete Vorschläge erarbeiten soll. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen sogenannte Small Modular Reactors, also kleine modulare Reaktoren, die als kompakte und flexibel einsetzbare Anlagen gelten.
Zusätzlichen Schwung erhielt die Debatte Ende Mai durch eine Untersuchung der griechischen Denkfabrik Deon Policy Institute. Diese analysiert den Einsatz dieser kleinen Reaktoren als schwimmende Anlagen, sogenannte Floating Nuclear Power Plants. Die Studie erläutert, weshalb derartige schwimmende Kraftwerke besonders gut zur geografischen Struktur Griechenlands mit seinen zahllosen Inseln passen könnten.
Ein Lehrstück für deutsche Ideologen
Man kann es kaum mit Worten fassen: Während ein Land mit erheblicher Erdbebengefahr ernsthaft und pragmatisch über den Einstieg in die Atomkraft nachdenkt, hat das geologisch grundsolide Deutschland im April 2023 seine letzten drei Kernkraftwerke vom Netz genommen – aus rein ideologischen Gründen. Wer hier den größeren Realitätssinn besitzt, dürfte sich von selbst beantworten.
Während also die deutschen Strompreise durch die energiepolitischen Geisterfahrten der vergangenen Jahre durch die Decke schießen und energieintensive Industrien das Land verlassen, besinnt sich Athen auf eine planbare, grundlastfähige Energiequelle. Es ist die bittere Ironie einer verfehlten deutschen Energiepolitik, dass ausgerechnet jene Technologie, die wir abgeschaltet haben, anderswo als Hoffnungsträger gefeiert wird.
Was bleibt: die Frage der Vermögenssicherung
Energiekrisen, politische Fehlentscheidungen und eine galoppierende Inflation zeigen einmal mehr, wie fragil das Fundament unseres Wohlstands geworden ist. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer planlosen Politik absichern möchte, sollte über krisenfeste Werte nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker bewährt – unabhängig davon, ob die Lichter angehen oder ausgehen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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