
Fast eine Milliarde Dollar Steuergeld: Trump stoppt Windparks und setzt auf fossile Energie
Was für ein Deal. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump zahlt dem französischen Energieriesen TotalEnergies satte 928 Millionen Dollar – dafür, dass das Unternehmen zwei geplante Offshore-Windparks nicht baut. Das Geld soll stattdessen in Öl, Gas und Flüssigerdgas fließen. Eine Entscheidung, die man je nach Standpunkt als energiepolitische Kehrtwende oder als teuren Rückschritt bewerten kann.
Milliarden-Erstattung für den Verzicht auf Wind
Konkret sieht die Vereinbarung vor, dass TotalEnergies auf seine unter der Biden-Regierung erworbenen Pachtverträge in Bundesgewässern verzichtet. Zwei Windparks, die vor den Küsten von New York und North Carolina hätten entstehen sollen, werden damit endgültig beerdigt. Im Gegenzug erstattet Washington dem Konzern die 928 Millionen Dollar, die dieser einst für besagte Pachtverträge auf den Tisch gelegt hatte. Das Geld – wohlgemerkt Steuergelder amerikanischer Bürger – soll nun in den Bau einer LNG-Anlage in Texas, in Ölförderung im Golf von Mexiko sowie in gasbetriebene Kraftwerke investiert werden. Letztere sollen unter anderem den explodierenden Strombedarf von Rechenzentren decken, die für die boomende Künstliche Intelligenz benötigt werden.
Burgum feiert, Umweltverbände toben
US-Innenminister Doug Burgum verkündete die Nachricht mit kaum verhohlener Genugtuung. Die Subventionierung „unzuverlässiger, unbezahlbarer und unsicherer Energie" sei nun vorbei, erklärte er. TotalEnergies-Chef Patrick Pouyanné gab sich diplomatischer und bezeichnete den Deal als „pragmatische" Geschäftsentscheidung. Gleichzeitig betonte er, sein Unternehmen werde weiterhin in Onshore-Windkraft, Solarenergie und Batteriespeicher investieren – nur eben nicht mehr vor der amerikanischen Küste.
Weniger begeistert zeigten sich erwartungsgemäß Umweltorganisationen. Ted Kelly vom Environmental Defense Fund sprach von einem „ungeheuerlichen Missbrauch von Steuergeldern", der den Amerikanern den Zugang zu günstiger und sauberer Energie verbaue. Ob diese Einschätzung zutrifft, darf man durchaus hinterfragen – schließlich waren Offshore-Windprojekte in den USA bislang alles andere als ein Schnäppchen.
Trumps systematischer Feldzug gegen Offshore-Wind
Der Deal mit TotalEnergies ist kein Einzelfall, sondern Teil einer systematischen Kampagne der Trump-Administration gegen die Offshore-Windbranche. Bereits Ende 2025 hatte die Regierung den Baustopp für fünf weitere Windparkprojekte an der Ostküste angeordnet und sich dabei auf angebliche Sicherheitsbedenken berufen. Bundesrichter wiesen die Regierung allerdings in allen fünf Fällen zurück und ließen den Weiterbau zu. Ein juristisches Debakel, das die Administration offenbar nicht davon abhält, ihren Kurs fortzusetzen – nun eben mit dem Scheckbuch statt mit Verordnungen.
Man mag von Trumps Energiepolitik halten, was man will. Doch eines muss man anerkennen: Hier regiert jemand, der seine Wahlversprechen tatsächlich umsetzt – im Gegensatz zu so manchem europäischen Politiker, der große Ankündigungen macht und dann im Dickicht der Bürokratie versackt. Ob die Rückkehr zu fossilen Energieträgern langfristig die richtige Strategie ist, steht auf einem anderen Blatt. Kurzfristig dürfte sie den amerikanischen Energiesektor stärken und Arbeitsplätze schaffen.
Ein Lehrstück auch für Deutschland?
Für Deutschland, wo die neue Große Koalition unter Friedrich Merz gerade ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen auf den Weg gebracht hat und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert wurde, ist dieser Deal ein bemerkenswertes Signal. Während die USA pragmatisch auf bezahlbare Energie setzen, belastet die Bundesrepublik kommende Generationen mit Schulden für ideologisch motivierte Klimaprojekte. Die Frage, wer am Ende wirtschaftlich besser dasteht, dürfte sich in den kommenden Jahren von selbst beantworten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung – sei es in Energieaktien, Rohstoffe oder andere Anlageklassen – muss eigenverantwortlich und nach gründlicher eigener Recherche getroffen werden. Wer sein Vermögen langfristig absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als bewährten Baustein eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen.

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