
Feuer am Golf: US-Angriffe auf Iran lassen Öl explodieren – und Deutschland schaut zu
Es sind Bilder, die an die dunkelsten Kapitel des 21. Jahrhunderts erinnern: brennende Tanker in der Straße von Hormus, heulende Raketenalarmsirenen in Bahrain, ein toter Seemann an Bord der "Mombasa". Was sich in diesen Tagen am Persischen Golf abspielt, ist kein regionaler Zwischenfall mehr – es ist der Vorbote einer Krise, deren Schockwellen bis an die deutschen Zapfsäulen und in die heimischen Wohnzimmer reichen werden.
Drei Nächte Bombardement – und eine zerplatzte Waffenruhe
Nach Angaben des US-Zentralkommandos Centcom sei die jüngste Angriffswelle gegen iranische Militärziele abgeschlossen worden. In einer fünfstündigen Mission hätten amerikanische Streitkräfte Küstenverteidigungssysteme, Raketen- und Drohnenstellungen sowie maritime Kapazitäten des Iran ins Visier genommen. Es war bereits die dritte Nacht in Folge, in der Washington militärisch zuschlug.
Der Auslöser? US-Präsident Donald Trump habe die Wiedereinsetzung einer Blockade der Meerenge angeordnet – und ganz nebenbei eine Mautgebühr von 20 Prozent für Schiffe ins Spiel gebracht, die diese lebenswichtige Energieader passieren wollen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine der neuralgischsten Wasserstraßen der Welt soll offenbar mit einer Art Wegzoll belegt werden.
Teherans Antwort: Feuer auf Tanker
Der Iran ließ nicht lange auf sich warten. Nach Darstellung des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate seien die nationalen Tanker "Mombasa" und "Al Bahiyah" von zwei iranischen Marschflugkörpern getroffen worden – und zwar im südlichen Fahrwasser, mitten in omanischem Hoheitsgewässer. Ein indisches Besatzungsmitglied kam ums Leben, acht weitere wurden verletzt. Auch Bahrain, Heimat der US-amerikanischen Fünften Flotte, geriet erneut ins Visier.
Die zerbrechliche Waffenruhe, die man erst vor einem Monat mit viel diplomatischem Pomp verkündet hatte, ist damit endgültig Makulatur.
Das im Vormonat unterzeichnete Interimsabkommen zwischen den USA und dem Iran, das die Meerenge wieder öffnen und für 60 Tage Verhandlungen ermöglichen sollte, liegt in Trümmern. So viel zum Wert diplomatischer Papiere in einer Region, in der seit Jahrzehnten mit scharfer Munition verhandelt wird.
Und die Rechnung zahlt – wie immer – der deutsche Bürger
Während in Berlin die Große Koalition unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil noch über Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro sinniert und die Klimaneutralität ins Grundgesetz meißelt, zeigt die Realität am Golf mit brutaler Deutlichkeit, wie verwundbar unsere Energieversorgung tatsächlich ist. Die Brent-Rohölsorte kletterte um zwei Prozent auf 85 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI legte um 2,3 Prozent zu.
Man erinnere sich: Vor Ausbruch des Konflikts transportierte die Straße von Hormus rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases. Ein Fünftel! Laut dem Datendienstleister Kpler seien die bestätigten Durchfahrten zwischen dem 10. und 12. Juli um etwa 52 Prozent eingebrochen. Reeder und Charterer legen ihre Entscheidungen zur Durchfahrt schlicht auf Eis, während die Kriegsrisikoprämien nach Einschätzung von Lloyd's List Intelligence sprunghaft steigen dürften.
Ein Weckruf, den keiner hören will
Wer glaubt, ein solcher Konflikt tobe fern in der Wüste und gehe uns nichts an, der irrt gewaltig. Steigende Energiepreise sind Gift für eine ohnehin schwächelnde deutsche Industrie. Höhere Spritpreise, teurere Heizkosten, anziehende Inflation – die Kette der Konsequenzen ist lang und trifft am Ende jeden Einzelnen. Und ausgerechnet jene Politiker, die uns über Jahre in energiepolitische Abhängigkeiten manövriert und funktionierende Kraftwerke abgeschaltet haben, stehen nun mit leeren Händen da.
Wieder einmal offenbart sich eine bittere Wahrheit: In Zeiten geopolitischer Erdbeben zählen keine grünen Versprechungen und keine ideologischen Luftschlösser, sondern handfeste Werte. Genau hier zeigt physisches Gold und Silber seine jahrtausendealte Stärke – als Anker in einer Welt, die immer öfter aus den Fugen zu geraten droht. Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen will, kommt an einer soliden Beimischung von Edelmetallen zur breiten Streuung seines Portfolios kaum vorbei.
Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Für konkrete Fragen sollte stets ein fachkundiger Berater konsultiert werden.

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