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Kettner Edelmetalle
06.02.2026
20:26 Uhr

Gasspeicher am Limit: Deutschland droht der kalte Blackout

Gasspeicher am Limit: Deutschland droht der kalte Blackout

Was jahrelang als undenkbar galt, rückt nun in greifbare Nähe: Die deutschen Gasspeicher sind auf ein bedrohlich niedriges Niveau gesunken. Weniger als 29 Prozent – das ist der aktuelle Füllstand, der bei anhaltendem Frost binnen weniger Wochen zur vollständigen Entleerung führen könnte. Ein energiepolitisches Desaster, das sich seit Jahren abzeichnete und von der Politik konsequent ignoriert wurde.

Alarmstufe Rot in Deutschlands Gasspeichern

Die Zahlen, die der Verband Gas-Infrastruktur Europa veröffentlicht hat, lesen sich wie ein Horrorszenario für die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt. Der größte deutsche Gasspeicher im niedersächsischen Rehden – einst das Herzstück der deutschen Energieversorgung – liegt bei erschreckenden 8 Prozent. In Bayern präsentiert sich die Lage noch dramatischer: Mehrere Speicher sind praktisch leer.

Dabei schreibt die Gasspeicher-Füllstands-Verordnung unmissverständlich vor, dass jeder Speicher bis zum 1. Februar mindestens zu 30 Prozent gefüllt sein müsse. Für bayerische Speicher gelten sogar 40 Prozent als Mindestmarke. Doch was kümmert die Realität schon die Vorschriften? Selbst der drittgrößte Speicher bundesweit verfehlt diese Zielmarken deutlich.

Bundesregierung im Blindflug

Besonders pikant: Konsequenzen für die Betreiber? Fehlanzeige. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte auf Nachfrage, dass die Bundesregierung nicht einmal ein eigenes Register über die Speicherstände führe. Man verlasse sich stattdessen auf öffentlich zugängliche Schätzwerte des Branchenverbands. Eine Ministeriumssprecherin erklärte lapidar, ein Großteil der Speicher sei zu mehr als 30, 40 und 50 Prozent gefüllt. Dass ausgerechnet die größten und strategisch wichtigsten Speicher dramatisch unterversorgt sind, wurde geflissentlich verschwiegen.

Diese Vogel-Strauß-Politik ist symptomatisch für das energiepolitische Versagen der vergangenen Jahre. Erst wurden die Atomkraftwerke abgeschaltet, dann machte man sich von russischem Gas abhängig, und als diese Quelle versiegte, fehlte jeglicher Plan B. Die Zeche zahlen nun die Bürger und die deutsche Industrie.

Technische Grenzen verschärfen die Krise

Experten warnen vor einem fatalen Dominoeffekt: Je leerer ein Speicher wird, desto langsamer kann Gas entnommen werden. Der physikalische Druck reicht schlicht nicht mehr aus, um das Gas aus den Gesteinsporen zu pressen – ähnlich wie bei einer fast leeren Rasierschaumdose. Sinkt die Temperatur weiter, drohen nicht nur Preissprünge am Gasmarkt, sondern auch akute Engpässe in der Industrie.

Im schlimmsten Fall müsste die Bundesnetzagentur zur höchsten Eskalationsstufe des Notfallplans Erdgas greifen: die Abschaltung industrieller Verbraucher zugunsten der Haushalte. Ein Szenario, das noch vor wenigen Jahren als völlig unrealistisch abgetan worden wäre.

Die Quittung für ideologische Energiepolitik

Was wir hier erleben, ist nichts anderes als die bittere Quittung für eine Energiepolitik, die jahrelang von Ideologie statt von Vernunft geleitet wurde. Während man sich in Berlin mit Klimazielen und Energiewende-Träumen schmückte, vernachlässigte man die grundlegendste Aufgabe jeder Regierung: die Versorgungssicherheit der eigenen Bevölkerung.

Die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz steht nun vor einem Scherbenhaufen, den die Vorgängerregierungen hinterlassen haben. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur wird die akute Gaskrise nicht lösen. Und während die Regierung weiter Schulden macht, frieren die Bürger – im wahrsten Sinne des Wortes.

In Zeiten wirtschaftlicher und energiepolitischer Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Wertspeicher. Während Energiepreise explodieren und die Inflation die Ersparnisse auffrisst, bieten Edelmetalle einen bewährten Schutz vor den Folgen politischer Fehlentscheidungen.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Deutschland diese selbstverschuldete Krise ohne größere Schäden übersteht. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – doch bei einem Füllstand von unter 29 Prozent ist auch sie auf Sparflamme.

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