
Gerichtliche Klatsche für die Allianz aus Staatsfunk, NGO und „Spiegel“ – und wieder herrscht betretenes Schweigen
Es ist ein Muster, das sich mit erschreckender Regelmäßigkeit wiederholt. Erst wird ein vermeintlicher Skandal aufgebauscht, durch die Republik getrieben und politisch instrumentalisiert. Dann kommen die Gerichte – und stellen fest, dass die Beweise fehlen. Doch wer glaubt, der öffentlich-rechtliche Rundfunk würde sein voreiliges Mitlaufen jemals korrigieren, der irrt. Das große Schweigen folgt zuverlässig auf das richterliche Urteil.
Das OLG Hamburg untersagt dem „Spiegel“ zentrale Behauptungen
Am 22. Juni hat das Oberlandesgericht Hamburg dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ zwei Passagen aus seiner Aufmacherstory vom 20. März 2026 untersagt. In dem Artikel mit dem reißerischen Titel „Du hast mich virtuell vergewaltigt“ war dem Ex-Ehemann der Moderatorin Collien Fernandes, dem Schauspieler Christian Ulmen, die Herstellung und Verbreitung sogenannter Deepfake-Videos unterstellt worden. Das Gericht stellte nüchtern fest, was eigentlich die Grundlage seriösen Journalismus' sein sollte: Für diese Vorwürfe würden schlicht die Beweise fehlen.
Über den Kernvorwurf der sogenannten „virtuellen Vergewaltigung“ darf der „Spiegel“ zwar weiterhin berichten. Doch die zentrale Anschuldigung gegen Ulmen, er habe die manipulierten Inhalte verbreitet, ist nun gerichtlich untersagt. Eine Ohrfeige, die sitzt.
Eine perfekt orchestrierte Kampagne
Was sich nach der Veröffentlichung der Geschichte abspielte, trug alle Züge einer minutiös abgestimmten Inszenierung. Innerhalb weniger Tage formierten sich Solidaritätsdemonstrationen in Berlin, Hamburg, Hannover, Kassel, Lübeck, Köln, Frankfurt, München und Oldenburg – mit zehntausenden Teilnehmern. Parallel ertönte der reflexhafte Ruf nach schärferen Gesetzen.
Und wie aus dem Nichts hatte die damalige Bundesjustizministerin Stephanie Hubig (SPD) bereits einen passenden Gesetzentwurf in der Schublade liegen. Ein bemerkenswerter Zufall. Oder doch eher vorauseilender Gehorsam einer Politik, die jede emotionale Welle zu nutzen weiß, um den Bürger mit neuen Vorschriften zu beglücken?
Beweise fehlten, die Staatsanwaltschaften wussten nicht, ob sie ermitteln sollten, könnten oder müssten. Spanien stellte die Ermittlungen ein. Die ganze Konstruktion kollabierte.
Der Staatsfunk als Brandbeschleuniger
Während der Skandal noch loderte, lieferten ARD, ZDF und Deutschlandradio bereitwillig Schützenhilfe. Bereits am Tag der „Spiegel“-Veröffentlichung wusste das ZDF von einem geplanten „Gesetz gegen Deepfake-Pornos“ zu berichten. Einen Tag später durfte Fernandes in der „tagesschau“ Deutschland zum „absoluten Täterparadies“ erklären. Es folgten Demoberichte, Chronologien, Talkshow-Auftritte – einer davon pikanterweise gemeinsam mit der Justizministerin am selben Tisch. Anfang Mai produzierte man gleich zwei ARD-Dokumentationen.
Man kennt dieses Schema zur Genüge. Schon beim sogenannten „Potsdam-Treffen“ Ende 2023, das von einem selbsternannten „Medienunternehmen“ zur „Wannseekonferenz 2.0“ hochstilisiert wurde, marschierten Hunderttausende vermeintliche „Demokratieretter“ auf die Straße. Als mehrere Gerichte in Hamburg und Berlin einzelne Erfindungen jener Story kassierten, herrschte im Staatsfunk – Überraschung – ohrenbetäubende Stille.
Und nun? Schweigen im Walde
Auch jetzt, nach dem klaren Urteil des OLG Hamburg, sucht man vergeblich nach Sondersendungen, in denen die Sender ihren eigenen Aktionismus reflektieren würden. Die einschlägigen Beiträge schlummern weiterhin in den Mediatheken, als sei nichts geschehen. Der Bürger, der diesen Apparat über seine Zwangsgebühren finanziert, erfährt von der Korrektur bestenfalls am Rande – wenn überhaupt.
Es ist genau diese Doppelmoral, die das Vertrauen in die etablierten Medien zerstört. Wer Kampagnen befeuert, sobald sie der eigenen Erzählung dienen, und dann den Mantel des Schweigens über die richterliche Korrektur breitet, betreibt keinen Journalismus, sondern Meinungsmache. Ein Großteil der Bürger spürt längst, dass hier etwas grundlegend faul ist – die schwindenden Auflagen und der Vertrauensverlust sprechen eine deutliche Sprache.
Was bleibt: Vertrauen in Werte statt in Schlagzeilen
Wer in einer Welt lebt, in der Schlagzeilen heute behauptet und morgen gerichtlich kassiert werden, der lernt eine wichtige Lektion: Verlässlichkeit findet man nicht in der medialen Aufregungsspirale, sondern in beständigen Werten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber brauchen keine Kampagne, keine Solidaritätsdemonstration und keinen vorauseilenden Gesetzentwurf. Sie behalten ihren Wert über Jahrhunderte – ganz ohne Dementi. In Zeiten, in denen Wahrheit zur Verhandlungssache zu werden droht, ist eine solide reale Wertsicherung als Beimischung eines breit gestreuten Vermögens ein Anker der Vernunft.
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