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Kettner Edelmetalle
25.08.2026
07:03 Uhr
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Getreide bleibt liegen: Agrarverbände warnen vor Versorgungsengpass

Getreide bleibt liegen: Agrarverbände warnen vor Versorgungsengpass
Symbolbild: KI-generiert

Acht Verbände der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft schlagen Alarm. In einem gemeinsamen Positionspapier, das nach Angaben des Verbands Der Agrarhandel am Freitag an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ging, sprechen sie von einer „dramatischen Lage in der Logistik“. Niedrigwasser auf den Flüssen, Baustellen im Schienennetz und gesperrte Straßen bringen die Lieferketten für Getreide, Futter und Dünger ins Wanken.

Wenn Wasserstraße und Schiene gleichzeitig ausfallen

Die Rechnung ist simpel und trotzdem brutal: Getreide muss zur Mühle, Ölsaaten zum Verarbeiter, Futtermittel in die Ställe, Dünger auf die Felder. Fällt ein Verkehrsträger aus, muss ein anderer die Last schultern. Nur: Alle drei sind derzeit gleichzeitig überlastet.

Deshalb fordert die neu gegründete Verbände-Initiative Agrarlogistik, Lastwagen vorübergehend bis zu 44 Tonnen Gesamtgewicht zu erlauben, wenn Agrartransporte auf Schiene oder Schiff wegbrechen. So ließen sich vorhandene Kapazitäten besser ausnutzen, argumentiert die Branche. Zudem sollen Lebensmittel- und Agrartransporte im Schienenverkehr bei Engpässen Priorität erhalten. Auch bei Trassenpreisen, Schleusen, Wehren und Hafeninfrastruktur sehen die Verbände Handlungsbedarf.

Sechs Zentimeter bei Kaub – ein Rekord, den niemand wollte

Wie ernst die Lage ist, zeigen die Pegel. Medienberichten zufolge sank der Wasserstand am neuralgischen Punkt Kaub am Mittelrhein Mitte August auf nur noch sechs Zentimeter – ein historischer Tiefstwert. Am vergangenen Sonntag lag er nach Daten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung wieder bei 46 Zentimetern, immer noch deutlich unter dem als Orientierung dienenden Gleichwertigen Wasserstand von 77 Zentimetern.

Im größten deutschen Binnenhafen Duisburg konnten Güterschiffe Berichten zufolge nur mit rund 20 Prozent der üblichen Ladung fahren. Eine echte Entspannung erwarten Fachleute dort erst gegen Ende September oder Anfang Oktober. Mehrere Bundesländer haben das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für bestimmte Lkw gelockert, die Frachtpreise zogen kräftig an.

Nicht das Wetter ist das Problem – sondern die Substanz

Die Verbände selbst stellen klar: Die Krise sei nicht bloß eine Wetterlaune, sondern lege grundsätzliche Schwächen der deutschen Verkehrsinfrastruktur offen. Und genau das ist der wunde Punkt. Dürre­sommer gab es auch vor zwanzig Jahren. Nur waren Schienennetz, Schleusen und Brücken damals nicht in einem Zustand, in dem jede Ausweichroute selbst zum Nadelöhr wird.

Milliarden fließen in Sondervermögen und Klimaziele, während Wehre und Güterbahnhöfe auf Instandsetzung warten. Für viele Landwirte und Mittelständler wirkt das wie eine Prioritätensetzung gegen die eigene Versorgungssicherheit. Bilger, erst seit wenigen Wochen im Amt, erbt damit eine Baustelle, die Jahrzehnte alt ist.

Was Verbraucher spüren werden

Teurere Transporte verschwinden nicht im Nirwana – sie landen am Ende in den Preisen für Brot, Fleisch und Milch. Wer wissen will, wie schnell Infrastrukturschwäche zu Inflation wird, muss nur die aktuellen Frachtraten beobachten.

Genau in solchen Phasen erinnern sich viele Sparer daran, warum physische Edelmetalle seit Jahrhunderten als Wertspeicher gelten: Sie sind unabhängig von Lieferketten, Pegelständen und politischen Fehlentscheidungen – und eine bewährte Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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