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17.10.2026
10:43 Uhr
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Gold vor dem Fed-Showdown: Diese Daten entscheiden über den Kurs!

Gold vor dem Fed-Showdown: Diese Daten entscheiden über den Kurs!
Symbolbild: KI-generiert

Nach einer holprigen Woche liegt Gold wieder über 4.150 US-Dollar je Unze, Silber kostet rund 57 Dollar. Jetzt blicken Anleger auf eine Reihe von US-Konjunkturdaten, die in den kommenden Tagen erscheinen. Sie könnten mitentscheiden, wie die US-Notenbank Fed am 27. und 28. Oktober über die Zinsen urteilt und wohin es danach für die Edelmetalle geht.

Inflationsschock, hohe Renditen, starker Dollar: und trotzdem Erholung

Zuletzt hatten stärker als erwartete Inflationszahlen aus den USA den Goldpreis gedrückt. Dazu kamen hohe Renditen auf US-Staatsanleihen und ein festerer Dollar. Diese Mischung bremst Gold oft aus. Ab Donnerstag erholte sich das Metall trotzdem und hielt das Niveau bis Freitag.

Die meisten Marktteilnehmer erwarten im Oktober eine Zinspause. Weil die Teuerung aber nicht nachlässt, halten viele eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende für möglich. Höhere Zinsen machen Gold weniger attraktiv, denn es wirft selbst keine Zinsen ab. Gleichzeitig ist Gold seit Jahrhunderten ein Schutz gegen schwindende Kaufkraft. Beides zieht derzeit am Preis.

Dienstag: Wie stark leiden Bauherren unter den Zinsen?

Am Dienstag kommen die Zahlen zu Baubeginnen, Baugenehmigungen und noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufen. Kaum ein Bereich der Wirtschaft reagiert so stark auf Zinsen wie der Immobilienmarkt. Zuletzt lag die Zahl der Baubeginne hochgerechnet aufs Jahr bei 1,275 Millionen, die der Genehmigungen bei 1,403 Millionen.

Fallen die Werte weiter, wächst die Sorge vor einer schwächeren Konjunktur. Das könnte Gold stützen. Erholt sich der Bau dagegen, hat die Fed weniger Grund, die Zinsen zu senken.

Donnerstag: Der Arbeitsmarkt

Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigen schnell, wie es um den Arbeitsmarkt steht. Zuletzt waren es nur 199.000 Anträge. Es gibt also wenige Entlassungen, obwohl Firmen an anderer Stelle langsamer einstellen.

Steigen die Anträge deutlich, spricht das eher für eine Zinspause der Fed. Bleiben sie niedrig, gilt der Arbeitsmarkt als robust genug für eine strengere Geldpolitik.

Freitag: Der wichtigste Tag der Woche

Am Freitag erscheinen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) von S&P Global für Oktober. Diese Umfrage unter Unternehmen gibt einen frühen Einblick in die Lage der Privatwirtschaft. Der Gesamtindex lag zuletzt bei 58,4, die Industrie bei 55,9 und die Dienstleister bei 58,8. Werte über 50 bedeuten Wachstum. Wichtig sind auch die Angaben der Firmen zu ihren Einkaufs- und Verkaufspreisen. Sie zeigen, ob der Preisdruck anhält.

Die Wirtschaft wächst, die Verbraucher sind pessimistisch

Zum Schluss kommt der endgültige Wert der Verbraucherstimmung der Universität Michigan. Nach der ersten Schätzung fiel er von 51,0 im September auf 48,1. Die Unternehmen melden also Wachstum, während viele Haushalte immer pessimistischer werden. Besonders wichtig sind die Inflationserwartungen der Verbraucher. Die Fed will wissen, ob sich die gestiegenen Preise in den Köpfen der Menschen festsetzen.

Was das für Gold heißt

Am Ende interessiert die Märkte vor allem, was die Daten für die Fed bedeuten. Grob gibt es zwei Szenarien:

  • Schwache Daten (weniger Bauaktivität, mehr Arbeitslosenanträge, niedrigere PMI-Werte): Eine Zinspause wird wahrscheinlicher, das stützt Gold.
  • Starke Daten oder neue Inflationssignale: Die Erwartung weiterer Zinserhöhungen steigt, das könnte Gold kurzfristig belasten.

Langfristig sind viele Anleger trotzdem optimistisch. Laut World Gold Council flossen im dritten Quartal 31 Milliarden Dollar in Gold-ETFs, ein Rekord, obwohl die Anleiherenditen stiegen. Die Investmentbank Jefferies hält Berichten zufolge 5.000 Dollar je Unze im Jahr 2027 für möglich.

Anleger in Deutschland sollten zusätzlich den Wechselkurs zwischen Dollar und Euro beobachten, denn er beeinflusst den Goldpreis in Euro. Bei anhaltender Inflation und unsicherer Zinspolitik der Notenbanken können physisches Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient nur der Information und ist keine Anlageberatung. Er ist keine Aufforderung, Edelmetalle, Wertpapiere oder andere Finanzprodukte zu kaufen oder zu verkaufen. Bitte informieren Sie sich vor jeder Anlageentscheidung selbst. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie selbst verantwortlich.

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