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Hijabs vom Staat: London zahlt Kopftücher für Bootsmigranten

Hijabs vom Staat: London zahlt Kopftücher für Bootsmigranten
Symbolbild: KI-generiert

Das britische Innenministerium hat in diesem Jahr mehr als 1.000 Hijabs an Migranten verteilt, die in kleinen Booten über den Ärmelkanal gekommen sind. Bezahlt hat sie der Steuerzahler. Das geht nach Angaben der „Mail on Sunday“ aus internen Zahlen der Behörde hervor. Die konservative Opposition reagiert mit scharfer Kritik.

162 Kopftücher pro Monat

Laut dem Bericht gab das Home Office allein zwischen Januar und Juni 974 muslimische Kopfbedeckungen aus. Das sind rund 162 Stück pro Monat. Wenn die Ausgabe seitdem im gleichen Tempo weitergelaufen ist, dürften es inzwischen fast 1.500 sein. Bestätigt ist diese Hochrechnung bisher nicht.

Was das kostet, ist unbekannt. Das Ministerium hat weder den Stückpreis der Hijabs noch die Gesamtkosten der Kleiderpakete genannt. Ausgerechnet bei einem Thema, das viele Briten seit Jahren auf die Palme bringt, bleibt also unklar, wie viel Geld geflossen ist.

„Fürsorgepflicht“: Was die Vorschriften wirklich verlangen

Das Innenministerium rechtfertigt die Praxis mit den gesetzlichen Vorgaben für kurzfristige Aufnahmeeinrichtungen. Wer ankommt, bekomme bei Bedarf ein Paket mit trockener Kleidung. Dazu gehörten auch Dinge für kulturelle oder religiöse Bedürfnisse.

Die Regeln selbst schreiben allerdings nur vor, bedürftigen Migranten Kleidung zum Schutz von Gesundheit und gegen Kälte zu geben. Religiöse und kulturelle Hintergründe sollen dabei „nach Möglichkeit“ berücksichtigt werden. Eine ausdrückliche Pflicht, Hijabs auf Kosten der Allgemeinheit vorzuhalten, steht dort nicht. Die Behörde legt ihren Spielraum also sehr großzügig aus.

Wer die Pakete bekam

Die Zahlen zeigen auch, wer über den Kanal kommt. Laut dem Bericht verteilten die Behörden:

  • 10.694 Kleiderpakete an Männer
  • 2.670 Pakete an Frauen
  • 773 Pakete an Jungen und 829 an Mädchen
  • dazu 572 Mützen und 350 Babystrampler

Damit gingen rund drei Viertel der Pakete an Männer. Das passt zu offiziellen Zahlen, die das britische Parlament ausgewertet hat: Unter den Bootsmigranten sind demnach etwa 72 Prozent erwachsene Männer.

Tories: „Eine Beleidigung“ für die Steuerzahler

Der konservative Schatten-Innenminister Chris Philp verlangt, die Ausgabe sofort zu stoppen. Es sei „eine Beleidigung für hart arbeitende britische Steuerzahler“, religiöse Gegenstände für Menschen zu bezahlen, die illegal ins Land gekommen seien. Der Staat sei nicht dafür da, „die religiösen Praktiken anderer Menschen“ zu finanzieren.

Die Bildungspolitikerin Laura Trott von den Tories kritisiert das Kopftuch grundsätzlich. Der Staat dürfe sich nicht an einem „Instrument der Unterdrückung von Frauen“ beteiligen, sagte sie. Dabei verwies sie auf Schulen, die den Hijab teilweise schon für siebenjährige Mädchen vorschreiben.

Ein Symbol für einen Kontrollverlust

Für sich genommen geht es nicht um viel Geld. Als Symbol wiegt der Fall aber schwer. Seit Jahresbeginn haben laut offiziellen Daten mehr als 19.000 Menschen den Kanal in kleinen Booten überquert. 2025 waren es rund 41.500, mehr waren es nur im Rekordjahr 2022 mit knapp 46.000 Ankünften. Der britische Rechnungshof schätzt, dass allein die Unterbringung von Asylbewerbern über zehn Jahre mehr als 15 Milliarden Pfund kosten dürfte.

Viele Briten wundern sich deshalb: Die illegalen Überfahrten bekommt die Regierung nicht in den Griff. Aber bei der Ausstattung der Ankommenden kümmert sich der Staat bis ins Detail. Wer jeden Monat Steuern zahlt und mit hohen Lebenshaltungskosten kämpft, dürfte dafür wenig Verständnis haben.

Auch in Deutschland sollte man genau hinschauen. Die Debatte darüber, welche Leistungen der Staat Zuwanderern gewährt und wer die Rechnung bezahlt, wird auch hier immer heftiger. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt das britische Beispiel, was passiert, wenn großzügige Auslegung zum Normalfall wird: Am Ende zahlen die Bürger, und zwar ohne dass man sie vorher gefragt hätte.

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