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Kettner Edelmetalle
01.06.2026
11:45 Uhr

Italien kehrt zur Atomkraft zurück – während Deutschland im Windrad-Wahn versinkt

Während in Berlin die letzten verbliebenen Kernkraftwerke unter ideologischem Beifall abgerissen werden, schreibt man in Rom Geschichte. Nach beinahe vier Jahrzehnten der Selbstkasteiung bereitet Italien unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Rückkehr zur Kernenergie vor. Schon im Sommer soll der rechtliche Rahmen für neue Atomkraftwerke geschaffen werden. Eine Entscheidung, die in Deutschland höchstens für Schnappatmung bei den Grünen sorgen dürfte – und damit allein schon einen genaueren Blick wert ist.

Vom Tschernobyl-Schock zur energiepolitischen Vernunft

1987, im Schatten der Katastrophe von Tschernobyl, hatten die Italiener in einem Referendum den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Die Reaktoren wurden stillgelegt, das Land machte sich abhängig – von russischem Gas, von importiertem Strom (der ironischerweise oft selbst aus Kernkraft stammte) und vor allem von immer höheren Energiepreisen. Ein Lehrstück darüber, wie man sich aus reiner Symbolpolitik in die wirtschaftliche Abhängigkeit manövriert.

Doch nun vollzieht Rom die Kehrtwende. Meloni argumentiert, die Kernenergie sei schlicht notwendig – für die Versorgungssicherheit und, man höre und staune, sogar für die viel beschworenen Klimaziele. Während also in Deutschland Atomkraft als Teufelszeug gilt, erkennt man südlich der Alpen, dass eine Industrienation ohne verlässliche Grundlaststromversorgung nun einmal nicht funktioniert.

Setzen auf moderne Technik statt auf veraltete Reaktoren

Der italienische Plan setzt auf moderne Kleinstreaktoren (Small Modular Reactors, SMR) sowie auf fortschrittliche Modulreaktoren der Generation 3+ und 4. Diese gelten als erheblich sicherer als die Altanlagen vergangener Jahrzehnte:

  • Das Risiko eines schweren Unfalls soll um den Faktor 50 bis 100 geringer sein als bei alten Reaktoren.
  • Im schlimmsten Fall bliebe eine etwaige radioaktive Freisetzung auf das Kraftwerksgelände beschränkt.
  • Bis 2050 strebt Rom zunächst eine Kapazität von acht Gigawatt an – das entspräche rund elf Prozent des Strombedarfs.
  • Bei voller Ausschöpfung könnten es über 16 Gigawatt und mehr als 20 Prozent werden.

Erste Anlagen könnten Mitte der 2030er-Jahre ans Netz gehen. Schon 2025 war Italien der European Nuclear Alliance beigetreten und hatte einen ersten Gesetzentwurf im Kabinett verabschiedet. Umfragen zeigen mittlerweile etwa 50 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung – ein bemerkenswerter Wandel.

Politisches Wagnis mit Geschichte

Freilich birgt der Schritt auch Risiken. Schon zweimal, 1987 und 2011, hat Italien die Kernenergie per Volksabstimmung abgelehnt. Sollten die Atomkraftgegner erneut erfolgreich mobilisieren, könnte Meloni eine empfindliche Niederlage einstecken. Doch der Mut, diese Debatte überhaupt zu führen, verdient Anerkennung – gerade im Vergleich zur deutschen Realität.

Viele europäische Länder investieren massiv in moderne Kernenergie. Österreich und Deutschland aber halten stur an ihrer Linie fest: keine Atomkraftwerke, dafür Windräder und Solaranlagen, koste es, was es wolle.

Deutschland als energiepolitischer Geisterfahrer

Während halb Europa endlich pragmatisch denkt, zelebriert man hierzulande weiterhin den Ausstieg als moralisches Heiligtum. Statt auf verlässliche Grundlast setzt die Politik auf wetterabhängige Flatterstromquellen und träumt von einer Klimaneutralität, die nun sogar im Grundgesetz verankert wurde. Die Folge sind explodierende Strompreise, eine abwandernde Industrie und eine Versorgungssicherheit, die bei jeder Dunkelflaute auf der Kippe steht. Es ist die Meinung unserer Redaktion – und wohl auch eines großen Teils der deutschen Bürger –, dass diese ideologische Energiepolitik dem Land mehr schadet als nutzt.

Interessant ist, dass auch Italien sich keineswegs gänzlich von Wind- und Solarkraft verabschiedet. Bei der Windkraft jedoch hält man sich – anders als das landschaftszerstörende Deutschland – auffällig zurück. Ein gesunder Energiemix statt eines monothematischen Glaubensbekenntnisses an die Windradromantik. Auch hier könnte sich Berlin eine Scheibe abschneiden.

Was bleibt: Sachwerte als Fels in der Brandung

Energiepolitische Verwerfungen, steigende Preise und eine Politik, die ihre eigenen Bürger zu vergessen scheint – all das schürt Unsicherheit. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, tut gut daran, sich nicht ausschließlich auf staatliche Versprechen zu verlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie als wertstabile Beimischung eines breit gestreuten Portfolios in stürmischen Zeiten ihren Wert behalten – unabhängig davon, ob der Strom nun aus Reaktoren oder Windrädern kommt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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