
Jeder Zehnte ohne Job und Ausbildung: Deutschlands Jugend-Alarm

Neue Zahlen zeichnen ein düsteres Bild vom deutschen Arbeitsmarkt: Zehn Prozent der 20- bis 24-Jährigen sind hierzulande weder erwerbstätig noch in Schule, Studium oder Ausbildung. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte die Daten in diesem Monat. Besonders angespannt ist die Lage bei jungen Menschen ohne deutschen Pass.
Die NEET-Quote klettert — Jahr für Jahr
Hinter dem sperrigen Kürzel NEET („Not in Employment, Education or Training“) steckt eine simple Frage: Wie viele junge Erwachsene stehen komplett außerhalb von Job und Ausbildung? Für 2025 weist die Statistik 10,0 Prozent aus — bei jungen Frauen 10,5, bei jungen Männern 9,6 Prozent.
Der Trend ist das eigentliche Alarmsignal. Noch 2022 lag die Quote bei 8,8 Prozent, seither steigt sie kontinuierlich. Über Jahre pendelte der Wert zwischen acht und neun Prozent. Jetzt ist die Zehn-Prozent-Marke gefallen — mitten in der längsten Wirtschaftsschwäche seit der Wiedervereinigung.
Doppelt so hohe Arbeitslosigkeit — und noch viel mehr
Beim Blick auf die Staatsangehörigkeit wird die Kluft zum Graben. Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bevölkerung lag laut Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im April bei 14,7 Prozent, im Mai bei 14,3 Prozent. Die Gesamtquote in Deutschland bewegte sich zuletzt um 6,4 bis 6,5 Prozent.
Noch drastischer sieht es bei Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern aus: Für sie meldeten die Statistiker eine Quote von 26,1 Prozent. Also mehr als jeder Vierte ohne Arbeit — Jahre nach der Ankunft.
Dazu passt ein Befund, den Medienberichte hervorheben: 38 Prozent der jungen Erwachsenen ohne deutsche Staatsangehörigkeit besitzen keinen Berufsabschluss. Ohne Abschluss aber wird der Aufstieg in einem Hochlohnland wie Deutschland zur Ausnahme.
Politik ruft weiter nach Zuwanderung
Und die Reaktion der Verantwortlichen? Der Ruf nach mehr Fachkräftezuwanderung. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) wirbt im Wahlkampf dafür, den demografischen Wandel mit jungen Zuwanderern abzufedern. Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer bezifferte den Bedarf schon vor einiger Zeit auf 1,5 Millionen Zuwanderer pro Jahr.
Aus Sicht unserer Redaktion greift diese Rechnung zu kurz. Wer Fachkräfte will, muss sie gezielt anwerben und ausbilden — Personalpolitik ist Unternehmenssache, kein Nebenprodukt der Asylverwaltung. Solange Qualifikation und Zuwanderung nicht zusammengedacht werden, wächst vor allem eines: die Zahl junger Menschen, die vom Transfersystem leben statt vom eigenen Einkommen.
Der Sozialstaat als Bremsklotz?
Kritiker warnen seit Jahren: Wenn der Abstand zwischen Bürgergeld und Einstiegsgehalt schrumpft, sinkt der Anreiz zur Arbeit. Regionale Brennpunkte zeigen, wohin das führt. In Bremerhaven lag die Arbeitslosenquote zuletzt bei 14,5 Prozent. In Bremen liegt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund bei 46,0 Prozent, in Berlin bei 42,7 Prozent.
Bleibt die Frage: Wie soll ein Sozialstaat, der von einer schrumpfenden Industrie finanziert wird, das dauerhaft tragen? Deindustrialisierung, Energiekosten, Bürokratie — die Basis wird schmaler, die Ansprüche bleiben. Integration gelingt über Arbeit, nicht über Alimentierung. Diese Erkenntnis müsste endlich Politik werden.
Wer sein Erspartes vor den Folgen wirtschaftlicher Schwäche und steigender Staatsausgaben schützen will, setzt traditionell auch auf Sachwerte. Physisches Gold und Silber gelten seit Generationen als bewährte Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Er spiegelt unsere Einordnung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Leser muss eigene Recherchen anstellen und trägt für seine Entscheidungen die Verantwortung selbst.

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