
Kahlschlag in Franken: Bosch streicht jeden zweiten Job in Nürnberg!

Bosch will in seinem Nürnberger Werk bis 2029 rund 900 Arbeitsplätze abbauen, damit fällt ungefähr jede zweite Stelle weg. Das hat der Stiftungskonzern aus Gerlingen am 28. September 2026 bestätigt. Die Kürzungen kommen zu den 22.000 Stellen hinzu, deren Abbau Bosch schon angekündigt hat.
Laut Konzernangaben arbeiten derzeit etwa 1.800 Menschen in dem fränkischen Werk. Einige Medien nennen rund 1.700. Egal welche Zahl stimmt: Für die Region ist das ein schwerer Schlag.
Verbrenner, Brennstoffzelle und die Konkurrenz aus China
Bosch begründet den Schritt mit dem Umbau der Autoindustrie und mit starkem Preis- und Wettbewerbsdruck. Besonders die Hersteller aus China setzen dem Zulieferer zu. Der Automarkt wachse weltweit nicht mehr, und in Europa sinke die Nachfrage sogar.
Nürnberg trifft das besonders hart. Das Werk fertigt vor allem Bauteile für Verbrennungsmotoren, etwa Hochdruckpumpen für die Benzineinspritzung, und außerdem Komponenten für Brennstoffzellen. Beide Bereiche schwächeln. Der Verbrenner verliert an Bedeutung, und der Wasserstoffantrieb bleibt laut Unternehmen hinter den Erwartungen zurück. Der Konzern spricht deshalb von einem „Personalüberhang“, der auf Dauer wirtschaftlich nicht tragbar sei.
In einer Mitteilung schlägt Bosch einen nachdenklichen Ton an:
„Diese Entscheidung fällt uns überaus schwer, da sie für unser engagiertes Team in Nürnberg tiefgreifende Auswirkungen hat. Wir müssen jedoch unsere Strukturen an das veränderte Marktumfeld anpassen und unsere Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen.“
Der Abbau soll sozialverträglich ablaufen. Wie genau, ist noch offen.
Jahrelange Zugeständnisse der Belegschaft
Für die Beschäftigten ist das bitter. Nach Angaben der IG Metall haben sie seit 2007 immer wieder bei Lohn und Arbeitszeit nachgegeben, um das Werk zu sichern. Die Vereinbarung zur Standortsicherung endet am 31. Dezember 2026.
Noch am 21. September gingen laut Berichten rund 500 Mitarbeiter auf die Straße. Sie forderten neue Produkte und eine Zukunft für das Werk. Eine Woche später kam die Antwort aus der Zentrale.
Ein Konzern im Schrumpfkurs
Nürnberg ist kein Einzelfall. Laut Unternehmenszahlen hatte Bosch Ende Juni 2026 weltweit 406.225 Beschäftigte. Das sind 6.549 weniger als Ende 2025. In Deutschland fielen innerhalb von sechs Monaten 4.036 Stellen weg, hier arbeiten nun noch 118.932 Menschen für Bosch.
Dabei stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 3,6 Prozent. Im Jahr davor hatte Bosch Medienberichten zufolge nach Steuern allerdings erstmals seit der Finanzkrise Verlust gemacht. Die jährliche Kostenlücke der Autosparte beziffert der Konzern auf rund 2,5 Milliarden Euro.
Ein Symbol für den Standort Deutschland
Robert Bosch gründete das Unternehmen 1886 in Stuttgart. Über Generationen stand es für deutsche Ingenieurskunst. Dass ausgerechnet dieser Konzern Werk um Werk verkleinert, zeigt, wie ernst die Lage ist. In den vergangenen Wochen meldeten auch Mercedes und der Chemiekonzern Evonik Einschnitte.
Aus Sicht unserer Redaktion liegt das nicht nur an China. Hohe Energiepreise, viel Bürokratie und eine Autopolitik aus Brüssel und Berlin, die den Verbrenner politisch zurückdrängen will, belasten den Standort seit Jahren. Die Regierung Merz hatte eine Wende versprochen. Bei den Menschen in Nürnberg ist davon bisher wenig angekommen.
Was bleibt für die Bürger?
Wenn sichere Industriejobs wegfallen, fragen sich viele Familien, wie sicher ihr Wohlstand noch ist. Manche Bürger setzen deshalb auf mehr Eigenverantwortung und legen einen Teil ihres Vermögens in physischem Gold und Silber an, als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte sich selbst informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.
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