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Kettner Edelmetalle
16.03.2026
12:40 Uhr

Kerosin-Krise in Vietnam: Wie der Iran-Krieg den globalen Luftverkehr ins Wanken bringt

Kerosin-Krise in Vietnam: Wie der Iran-Krieg den globalen Luftverkehr ins Wanken bringt

Was passiert, wenn die Lebensadern des Welthandels gekappt werden? Vietnam liefert gerade eine erschreckende Antwort auf diese Frage. Das südostasiatische Land steht vor einem massiven Treibstoffmangel, der ab April den Flugverkehr weitgehend lahmlegen könnte. Die Ursache liegt Tausende Kilometer entfernt – in der Straße von Hormus, jener strategischen Meerenge, durch die rund ein Fünftel des globalen Öl- und Gastransports fließt. Oder besser gesagt: floss.

China und Thailand drehen den Hahn zu

Seit dem Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar kontrollieren die iranischen Revolutionsgarden die Passage zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran de facto vollständig. Ölanlagen in der Golfregion wurden beschossen, Tanker attackiert – die Preise für Öl und Gas schossen in die Höhe. Die Folgen dieser Eskalation treffen nun mit voller Wucht Länder, die kaum jemand auf dem Radar hatte.

China reagierte zunächst Anfang März, indem es seine Raffinerien anwies, keine neuen Exportverträge mehr abzuschließen. Am 11. März folgte dann der Paukenschlag: ein vollständiges Exportverbot für raffinierte Treibstoffe. Thailand hatte bereits fünf Tage zuvor Heizölexporte an sämtliche Länder mit Ausnahme von Myanmar und Laos untersagt. Selbst aus Singapur gingen die Lieferungen drastisch zurück.

Für Vietnam ist das eine Katastrophe. Mehr als zwei Drittel seines Kerosinbedarfs bezieht das Land aus dem Ausland – davon wiederum 60 Prozent aus China und Thailand. Die beiden wichtigsten Importeure, Petrolimex und Skypec, könnten die Versorgung nach eigenen Angaben nur noch für den Monat März garantieren. Danach drohe das Chaos.

Airlines bereiten sich auf Flugstreichungen vor

Die vietnamesische Luftfahrtbehörde hat die Fluggesellschaften des Landes bereits angewiesen, sich ab April auf mögliche Streichungen einzustellen. In einem internen Schreiben an das Verkehrsministerium warnte die Behörde unmissverständlich vor „Risiken eines Kerosinmangels für vietnamesische Fluggesellschaften ab Anfang April und in den Folgemonaten". Flughafenbetreiber wurden aufgefordert, zusätzliche Abstellflächen für geparkte Maschinen bereitzustellen – ein Szenario, das an die dunkelsten Tage der Corona-Pandemie erinnert.

Besonders alarmierend: Der Treibstoffversorger Skypec empfahl der Aufsichtsbehörde, den Flugverkehr bei anhaltendem Konflikt auf wesentliche Inlandsrouten zu beschränken. Die Regionalfluggesellschaft Sun PhuQuoc Airways kündigte bereits konkrete Anpassungen ihres Flugplans für die kommenden ein bis drei Monate an. Man darf davon ausgehen, dass weitere Airlines folgen werden.

Diplomatische Offensive auf höchster Ebene

Hanoi versucht derweil verzweifelt, auf diplomatischem Wege eine Lösung zu finden. Außenminister Le Hoai Trung habe seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi bei einem Treffen in Hanoi um enge Zusammenarbeit zur „Sicherung der Energieversorgung" gebeten. Bezeichnend allerdings: In der chinesischen Darstellung desselben Treffens sei das Thema mit keinem Wort erwähnt worden. Peking scheint andere Prioritäten zu setzen – nämlich die eigene Versorgungssicherheit. Premierminister Pham Minh Chinh wandte sich zudem an den thailändischen Botschafter mit der Bitte um Unterstützung.

Die vietnamesische Luftfahrtbehörde räumte ein, dass es „im aktuellen Umfeld schwierig ist, neue Lieferanten zu finden". Die beiden heimischen Raffinerien stünden unter enormem Druck, andere Ölprodukte herzustellen, und könnten die Kerosinproduktion kaum steigern. Ein klassisches Dilemma ohne einfache Lösung.

Ein Warnsignal für die gesamte Weltwirtschaft

Was sich in Vietnam abspielt, ist weit mehr als eine regionale Krise. Es ist ein Lehrstück darüber, wie fragil die globalen Lieferketten tatsächlich sind – und wie schnell ein militärischer Konflikt in einer strategischen Meerenge ganze Volkswirtschaften in die Knie zwingen kann. Die Sperrung der Straße von Hormus trifft nicht nur den Luftverkehr: Millionen Menschen in Südostasien drohen nach Einschätzung von Experten Hunger und extreme Armut.

Für Europa und insbesondere Deutschland sollte diese Entwicklung ein unmissverständliches Warnsignal sein. Die Abhängigkeit von globalen Energielieferketten, die über politisch instabile Regionen verlaufen, ist ein Risiko, das viel zu lange ignoriert wurde. Wer sich erinnert, wie hilflos Deutschland nach dem Beginn des Ukraine-Krieges vor der eigenen Energieabhängigkeit von Russland stand, der erkennt das Muster. Statt ideologiegetriebener Energiepolitik bräuchte es pragmatische Diversifizierung und strategische Reserven. Doch davon ist in Berlin nach wie vor wenig zu hören.

In Zeiten solch massiver geopolitischer Verwerfungen und explodierender Energiepreise zeigt sich einmal mehr der Wert von physischen Edelmetallen als Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie in Krisenzeiten ihren Wert behalten – ganz im Gegensatz zu Papierwährungen, die durch Inflation und geopolitische Schocks unter Druck geraten. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich einen Anker der Stabilität in einer zunehmend unberechenbaren Welt.

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