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Kettner Edelmetalle
24.09.2026
17:12 Uhr
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Kiews Kasse leer: Brüssel will 45 Milliarden früher auszahlen!

Kiews Kasse leer: Brüssel will 45 Milliarden früher auszahlen!
Symbolbild: KI-generiert

Der Ukraine geht schneller das Geld aus als gedacht. Nach Medienberichten prüft die EU-Kommission, den Großteil der zweiten Tranche ihres 90-Milliarden-Euro-Kredits vorzuziehen: Die 45 Milliarden Euro, die eigentlich über das ganze Jahr 2027 verteilt fließen sollten, könnten überwiegend schon in dessen erster Hälfte ausgezahlt werden. Gleichzeitig bittet Präsident Wolodymyr Selenskyj Brüssel um mehr Spielraum bei den vereinbarten Reformen.

Ein Loch, das immer größer wird

Die Zahlen aus Kiew sind ernüchternd. Die ukrainische Regierung beziffert das Haushaltsloch für das laufende Jahr auf 23,5 Milliarden Euro. Für 2027 rechnet sie mit einem Defizit von 32,6 Milliarden US-Dollar, das sind rund 28,4 Milliarden Euro.

Eine eigene Schätzung hat die Kommission bislang nicht vorgelegt. Brüssel räumt aber ein, dass die fortgesetzten russischen Angriffe den Bedarf mit Sicherheit weiter nach oben treiben würden. Philipp Lausberg vom European Policy Centre sagt, Russland ziele inzwischen gezielt auf Steuer- und Haushaltseinnahmen, etwa durch Angriffe auf Stahlwerke. Ihm zufolge ist klar, dass der Ukraine das Geld schneller ausgeht als erwartet.

Selenskyj selbst fasst das Problem knapp zusammen:

„Letztlich läuft es auf die Menge an Waffen und die Höhe des Geldes hinaus. Mit anderen Worten: Der Krieg wird teurer.“

Brisant ist ein weiteres Detail. Nach Selenskyjs Worten wurde ein Teil des Geldes, das für den Sold der Soldaten vorgesehen war, für den Kauf von Drohnen ausgegeben. Diese Lücke müsse jetzt wieder gefüllt werden.

Der Kredit, der den Steuerzahler angeblich nichts kostet

Zur Erinnerung: Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich im Dezember 2025 nach einer langen Nacht auf das zinslose Darlehen geeinigt. Der eigentliche Plan, die rund 210 Milliarden Euro an eingefrorenem russischem Staatsvermögen direkt zu nutzen, war am Widerstand Belgiens gescheitert. Stattdessen nimmt die EU das Geld am Kapitalmarkt auf und sichert es über den gemeinsamen Haushalt ab. Zurückzahlen muss die Ukraine es Berichten zufolge erst dann, wenn sie Reparationen aus Russland erhält.

Kanzler Friedrich Merz betonte damals, die nationalen Haushalte würden dadurch nicht belastet. Ob diese Rechnung aufgeht, darf man bezweifeln. Wenn Moskau nie zahlt und das Geld aus den eingefrorenen Vermögen nicht fließt, bleibt die Last beim EU-Haushalt hängen. Und den finanziert Deutschland als größter Nettozahler zu einem erheblichen Teil.

Die Partner zahlen nur zögerlich

Eigentlich sollte die EU nur zwei Drittel des Bedarfs für 2026 und 2027 decken. Die übrigen 45 Milliarden Euro sollten Partner wie Großbritannien, Kanada und Japan übernehmen. Bislang liegen aber im Wesentlichen nur ein auf vier Jahre gestreckter IWF-Kredit über 8,1 Milliarden US-Dollar und ein norwegisches Angebot über 7,8 Milliarden Euro für 2027 auf dem Tisch. Europa trägt also den Löwenanteil, und der wächst.

Geld gegen Gesetze: Brüssel wird ungeduldig

Beim Treffen am Rande der UN-Generalversammlung in New York soll Ursula von der Leyen Selenskyj nachdrücklich zu Reformen gedrängt haben. So stellt es jedenfalls ein mit dem Gespräch vertrauter Beamter dar. Selenskyj widerspricht: Das Treffen sei „sehr positiv“ gewesen. Wegen des Kriegsrechts könne das Parlament aber nicht normal arbeiten. Man solle „bei den Fristen etwas flexibel sein, denn wir sind im Krieg“.

In Brüssel klingt das anders. Kommissionssprecher Guillaume Mercier stellt klar, dass rund 20 Milliarden Euro Budgethilfe nur fließen würden, wenn Reformen in Bereichen wie Energie, Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung 2026 beschlossen und umgesetzt würden. Die Kommissare Dombrovskis und Kos hätten diese Botschaft zuletzt auch schriftlich nach Kiew geschickt.

Showdown im Oktober

Der nächste Termin steht schon fest: Beim EU-Gipfel am 15. und 16. Oktober wollen die Staats- und Regierungschefs mit Selenskyj über die weitere Unterstützung beraten. Klar ist schon jetzt, dass ein Vorziehen der Zahlungen das Problem nur zeitlich verschiebt. Die Frage, wer am Ende die Rechnung bezahlt, bleibt offen.

Für Bürger bleibt der Befund, dass die Schuldenberge in Europa weiter wachsen, egal ob sie in Brüssel oder in Berlin entstehen. Viele Sparer setzen deshalb zur Absicherung auf Werte, die kein Staat per Beschluss vermehren kann. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle Ergänzung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt unsere redaktionelle Meinung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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