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Kettner Edelmetalle
28.03.2026
14:53 Uhr

Krieg im Nahen Osten sprengt Schifffahrtsmärkte: Maersk verhängt Notfall-Treibstoffzuschlag

Was passiert, wenn eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt durch Krieg praktisch lahmgelegt wird? Die Antwort erleben wir gerade in Echtzeit – und sie dürfte jeden Verbraucher in Europa früher oder später im Geldbeutel treffen. Der dänische Schifffahrtsriese Maersk hat einen Notfall-Treibstoffzuschlag eingeführt, nachdem die Eskalation im Nahen Osten die globalen Lieferketten für Schiffstreibstoff in ein beispielloses Chaos gestürzt hat.

Die Straße von Hormus – Nadelöhr der Weltwirtschaft

Die Preise für Schweröl, den Standardtreibstoff der internationalen Handelsschifffahrt, sind in den vergangenen Wochen regelrecht explodiert. Der Grund ist so simpel wie bedrohlich: Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus – jene schmale Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels fließt – ist durch den Iran-Konflikt nahezu zum Erliegen gekommen. Der Nahe Osten gilt als einer der weltweit bedeutendsten Lieferanten von Schweröl, insbesondere von hochschwefeligem Heizöl (HSFO). Doch diese Versorgungsader ist nun de facto durchtrennt.

Besonders hart trifft es Asien. Singapur, der wichtigste Bunkerhafen der Region, steht vor einem Paradoxon: Die Lagerbestände sind zwar kurzfristig gestiegen – allerdings nur, weil Reeder und Schiffsbetreiber angesichts der astronomischen Preise den Treibstoffkauf hinauszögern. Ein trügerischer Puffer. Denn die Schiffe werden irgendwann tanken müssen, und dann dürften die Bestände in rasantem Tempo schwinden.

Händler opfern Fracht für Treibstoff

Wie verzweifelt die Lage bereits ist, zeigt ein bemerkenswertes Detail: Einzelne Handelsunternehmen verzichten mittlerweile darauf, Fracht zu transportieren, um stattdessen zusätzliche Treibstoffvolumen zwischen den großen Häfen zu verschiffen – vornehmlich zwischen den Vereinigten Staaten und Singapur. Wenn Händler freiwillig auf Einnahmen aus dem Frachtgeschäft verzichten, um Diesel von einem Kontinent zum anderen zu karren, dann spricht das Bände über den Ernst der Situation.

Verschärft wird die Krise durch den weitgehenden Ausfall des Bunkerhafens Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der seit den iranischen Angriffen Ende März größtenteils nicht mehr operativ ist. Fujairah war bislang einer der zentralen Knotenpunkte für die Betankung von Schiffen im Nahen Osten. Sein Wegfall reißt ein klaffendes Loch in die maritime Treibstoffversorgung.

Maersk reagiert – und die Kosten werden weitergereicht

Maersk, einer der größten Containerreedereien der Welt, hat die Konsequenzen gezogen. Seit dem 25. März gilt ein sogenannter Emergency Bunker Surcharge (EBS) – ein Notfall-Treibstoffzuschlag, der die gestiegenen Beschaffungskosten und die Mehraufwendungen für die Umverteilung von Treibstoff auffangen soll. In einer Mitteilung erklärte das Unternehmen, man habe „erhebliche Umverteilungen von Treibstoffen vorgenommen, um Engpässe im Nahen Osten auszugleichen", und sichere sich alternative Bezugsquellen an verschiedenen Standorten – freilich zu deutlich höheren Preisen.

Maersks Vertriebsvorstand Karsten Kildahl versuchte zwar zu beruhigen und betonte, dass global betrachtet genügend Treibstoff vorhanden sei. Dieser sei jedoch ungleich verteilt. Man passe daher die eigene Treibstoff-Lieferkette an und beginne, Kraftstoff aktiv umzuschichten, um den Handelsfluss aufrechtzuerhalten.

Die wahren Leidtragenden: Verbraucher und Wirtschaft

Wer glaubt, dass solche Zuschläge und Verwerfungen auf den Schifffahrtsmärkten abstrakte Vorgänge ohne Auswirkungen auf den Alltag seien, der irrt gewaltig. Steigende Transportkosten werden unweigerlich auf die Preise von Konsumgütern umgelegt – von Elektronik über Textilien bis hin zu Lebensmitteln. In einer Zeit, in der die Inflation in Deutschland ohnehin auf einem besorgniserregend hohen Niveau verharrt und die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Schuldenlast künftiger Generationen weiter aufbläht, kommt diese zusätzliche Preisspirale zur denkbar ungünstigsten Zeit.

Die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten offenbaren einmal mehr die fatale Abhängigkeit der globalisierten Wirtschaft von wenigen neuralgischen Knotenpunkten. Die Straße von Hormus, das Rote Meer, der Suezkanal – es braucht nur einen einzigen Konfliktherd, um das fragile Netz des Welthandels ins Wanken zu bringen. Und während sich westliche Regierungen seit Jahren lieber mit Gendersternchen und Klimazielen beschäftigen, als die strategische Resilienz ihrer Volkswirtschaften zu stärken, zahlen am Ende die Bürger die Zeche.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und steigender Inflation erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung – unabhängig von Lieferketten, Treibstoffpreisen und politischen Verwerfungen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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