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Kettner Edelmetalle
11.06.2026
06:31 Uhr

Kriegstüchtige Kinder? Wenn der Staat den Ernstfall ins Klassenzimmer trägt

Kriegstüchtige Kinder? Wenn der Staat den Ernstfall ins Klassenzimmer trägt

Es ist eine bemerkenswerte Wendung in der deutschen Bildungspolitik: Während die Schulen mit maroden Gebäuden, Lehrermangel und einem dramatischen Absturz in den PISA-Rankings kämpfen, haben die Innenminister von Bund und Ländern ein neues Anliegen entdeckt. Sie wollen den sogenannten Bevölkerungsschutz fest im Lehrplan verankern. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf einen Beschlussvorschlag für die kommende Innenministerkonferenz berichtet, sollen Kinder künftig schon früh lernen, wie im Ernstfall zu handeln sei.

Vom Pausenhof in den Katastrophenmodus

Die Begründung klingt zunächst nachvollziehbar – und doch lohnt sich ein genauerer Blick. Mit Verweis auf die veränderte Bedrohungslage seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine sowie auf zunehmende, sogenannte klimabedingte Schadensereignisse halte man eine stärkere Verankerung des Themas im Unterricht für erforderlich, heißt es in dem Papier. Das Wissen solle dann auch in die Familien hineingetragen werden – und ganz nebenbei das Interesse am Ehrenamt wecken.

Man muss sich diese Logik einmal auf der Zunge zergehen lassen: Der Staat, der über Jahrzehnte hinweg den Zivilschutz systematisch zurückgebaut, Bunker abgewickelt und Vorratslager geleert hat, entdeckt nun plötzlich die Schulkinder als Multiplikatoren für die eigene Versäumnis-Korrektur. Wer hat eigentlich diese Resilienz der Gesellschaft über Jahre verkommen lassen?

Wenn Politik die Verantwortung verlagert

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich zuletzt für ein solches Vorgehen ausgesprochen, ähnlich äußerte sich SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher. Ein solches Unterrichtsangebot, so Limbacher gegenüber der "Rheinischen Post", könne Begeisterung für ehrenamtliches Engagement wecken und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft erhöhen.

Wer Kinder zur letzten Verteidigungslinie eines unvorbereiteten Staates macht, sollte sich fragen, warum die Erwachsenen ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.

Begrüßt wird in dem Beschlussvorschlag zudem, dass sich die Kultusministerkonferenz bereits mit der Thematik befasst habe. Diese solle nun zügig über den Beschluss unterrichtet werden. Die Innenministerkonferenz tagt vom 17. bis 19. Juni in Hamburg.

Das eigentliche Problem bleibt ungelöst

Niemand würde ernsthaft bestreiten, dass ein Grundwissen über Selbstschutz und Vorsorge sinnvoll ist. Doch die Reihenfolge stimmt nicht. Statt Schulen mit ideologischen Programmen und immer neuen Zusatzaufgaben zu überfrachten, wäre es vordringlicher, die staatliche Daseinsvorsorge selbst wieder funktionsfähig zu machen. Stattdessen verschiebt man die Last elegant auf die Schultern der Jüngsten.

Eines zeigt diese Debatte mit aller Deutlichkeit: Krisenvorsorge beginnt bei jedem Einzelnen – und die wenigsten können sich noch auf den Staat verlassen. Wer für unsichere Zeiten gewappnet sein möchte, setzt seit jeher auf bewährte Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren, wenn Papierversprechen und politische Zusagen ins Wanken geraten. Als krisenfeste Beimischung eines breit gestreuten Vermögens bleiben sie ein verlässlicher Anker.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und stellt weder eine Anlage- noch eine Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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