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Machtbeben in Washington: Speaker Johnson räumt nach Wahl-Debakel das Feld!

Machtbeben in Washington: Speaker Johnson räumt nach Wahl-Debakel das Feld!
Symbolbild: KI-generiert

Die Republikaner haben bei den US-Zwischenwahlen am Dienstag eine schwere Niederlage erlitten, und jetzt zieht der mächtigste Mann im Repräsentantenhaus die Konsequenzen. Speaker Mike Johnson will im nächsten Kongress nicht mehr als Anführer seiner Fraktion antreten. Das teilte ein Sprecher am Mittwoch, dem 4. November, mit. Damit beginnt bei der Partei von Donald Trump der Kampf um seine Nachfolge.

Ein Sieger im Wahlkreis, ein Verlierer im Kapitol

Ganz bitter ist der Abend für den 54-Jährigen nicht gelaufen: Seinen eigenen Sitz im vierten Wahlbezirk von Louisiana hat er klar verteidigt. Für die Partei aber wurde die Nacht zum Desaster. Hochrechnungen zufolge kommen die Demokraten auf mindestens 233 Abgeordnete, für die Mehrheit braucht es nur 218. Auch den Senat haben sie erobert. In Mississippi und Alaska galten die Senatsrennen nach Medienberichten am Mittwoch allerdings noch als zu knapp für eine Entscheidung.

Vor seinen Anhängern sprach Johnson von einem ehernen Gesetz der US-Politik: Die Partei des amtierenden Präsidenten verliert zur Halbzeit fast immer Sitze. Dieses Muster habe man trotz aller Anstrengungen nicht durchbrechen können. Tatsächlich ist das keine Ausrede. 2010 verloren Barack Obamas Demokraten 63 Sitze, 2018 kostete die Zwischenwahl Trumps Republikaner rund 40 Mandate.

„Republicans will not be deterred by the outcome of one election. In fact, you know what we do? We double down.“

Johnson, seit 2023 der 56. Speaker der Kammer, gab sich kämpferisch: Man werde die eigene Agenda weiterverfolgen und 2028 das Repräsentantenhaus zurückholen.

Jordan gegen Scalise: Das Duell der Schwergewichte

Kaum war der Rückzug bekannt, meldeten sich die Anwärter. Justizausschuss-Chef Jim Jordan aus Ohio kündigte in einem Brief an die Fraktion seine Kandidatur an. Medienberichten zufolge will auch Mehrheitsführer Steve Scalise aus Louisiana antreten. Ein Déjà-vu: Jordan ist bereits mehrfach mit dem Griff nach der Spitze gescheitert, zuletzt im Herbst 2023, als ihm nach dem historischen Sturz von Kevin McCarthy die nötigen Stimmen fehlten.

Diesmal setzt Jordan auf seinen Ruf als Kontrolleur. Die Fraktion habe sich zu lange von Tag zu Tag gehangelt, schrieb er. Gegen eine selbstbewusste demokratische Mehrheit reiche das nicht. Er kenne das Drehbuch der Demokraten, die bereits Untersuchungen gegen Regierungsvertreter angekündigt hätten, und sei im Bereich Aufsicht „battle-tested“, also kampferprobt.

Jeffries übernimmt und Trump droht der Stillstand

Der Gewinner steht schon fest. Hakeem Jeffries aus New York, bisher Minderheitsführer, dürfte im Januar Speaker werden. Er feierte das Ergebnis als „stunning rebuke of MAGA extremism“, also als krachende Absage an den MAGA-Extremismus. Seine Partei wolle das Leben für alle Amerikaner wieder bezahlbarer machen. Wie das gelingen soll, ließ er offen.

Für Trump bedeutet das Ergebnis eine harte Zäsur. Ohne Mehrheit in beiden Kammern dürfte kaum noch ein Gesetz seiner Regierung den Kongress passieren. Stattdessen drohen Ausschüsse, Vorladungen und Dauerkonflikte. Unserer Redaktion zufolge wäre es keine Überraschung, wenn der Präsident noch stärker als bisher per Dekret regieren würde, gerade in der Handelspolitik. Die Zölle, die auch deutsche Exporteure belasten, entstehen ohnehin im Weißen Haus.

Unsicherheit als Treibstoff für Gold

Die Märkte haben schnell reagiert. Marktberichten zufolge kletterte Gold am Mittwoch wieder über die Marke von 4.000 US-Dollar je Unze. Das überrascht nicht: Ein gespaltenes Washington, ein Haushaltsstreit nach dem anderen und die Schuldenlast der USA, die stetig wächst, sind genau das Umfeld, in dem Sparer nach Werten suchen, die keine Wahl abwählen kann.

Wer sein Vermögen gegen politische Erschütterungen absichern will, kann physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen. Sie haben schon viele Regierungen und Mehrheiten überdauert.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er spiegelt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen allein.

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