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30.01.2026
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Machtverschiebung in Westasien: Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien schmieden historisches Militärbündnis

Machtverschiebung in Westasien: Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien schmieden historisches Militärbündnis

Während die westliche Welt gebannt auf die nächsten Eskapaden aus Washington und Brüssel starrt, vollzieht sich im Nahen Osten eine tektonische Verschiebung der Machtverhältnisse. Ein neues Militärbündnis zwischen der Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien könnte die geopolitische Landkarte der Region grundlegend neu zeichnen – und das jahrzehntelang bewährte Prinzip des „Teile und herrsche" westlicher Mächte empfindlich stören.

Die Geburt einer neuen Achse

Die Zeichen stehen auf Sturm. Hochrangige Beamte des pakistanischen Außenministeriums bestätigen, dass Ankara offiziell einen trilateralen Verteidigungspakt mit Riad und Islamabad vorgeschlagen hat. Der Fokus liegt dabei auf einer „gemeinsamen und gegenseitigen schnellen Reaktion" bei einem Angriff auf eines der Mitgliedsländer. Was zunächst wie diplomatisches Säbelrasseln klingen mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als strategischer Schachzug von erheblicher Tragweite.

Jeder der drei Staaten bringt dabei seine spezifischen Stärken ein: Pakistan verfügt über nukleare Abschreckungskapazitäten und strategische Tiefe, wie der jüngste viertägige Konflikt mit Indien eindrucksvoll demonstrierte. Saudi-Arabien steuert seine enormen finanziellen Ressourcen bei. Und die Türkei? Sie besitzt nicht nur die größte Landarmee innerhalb der NATO, sondern auch eine rasant wachsende Rüstungsindustrie, die mittlerweile weltweit Abnehmer findet.

Washingtons schwindender Einfluss als Katalysator

Die Entstehung dieses Bündnisses ist kein Zufall. Sie ist vielmehr die direkte Konsequenz einer zunehmend unberechenbaren amerikanischen Außenpolitik. Der indische Geopolitik-Analyst Mark Kinra bringt es auf den Punkt: Die derzeitige Position der USA in Westasien sowie ihre gleichgültige Haltung hätten beide Nationen dazu veranlasst, ihre Verteidigungsstrategien grundlegend zu überdenken.

Tatsächlich scheint Washington mehr damit beschäftigt zu sein, täglich neue Drohungen gegen den Iran auszustoßen, als verlässliche Sicherheitsgarantien für seine traditionellen Verbündeten zu bieten. Die Folge: Staaten, die sich einst auf den amerikanischen Schutzschirm verlassen konnten, suchen nun nach Alternativen. Und sie finden sie – untereinander.

Das Rote Meer als Pulverfass

Die Spannungen in der Region erreichen derweil neue Höhepunkte. Die jemenitischen Ansarallah haben unmissverständlich klargemacht, dass sie keine US-Schiffe mehr im Roten Meer dulden werden. Ein hochrangiger Militärvertreter erklärte gegenüber der libanesischen Presse, das Rote Meer und das Arabische Meer seien für Jemen nun „Todeszonen für jedes amerikanische Kriegsschiff". Jede Annäherung eines US-Flugzeugträgers werde als unmittelbarer Akt der Aggression betrachtet.

Gleichzeitig kündigt der Iran Militärübungen in der Straße von Hormuz an – gemeinsam mit China und Russland. Durch diese Meerenge fließen immerhin 20 Prozent des weltweiten Öl- und Erdgasverkehrs. Das Eskalationspotential ist enorm.

Die Gegenreaktion: Israel, Indien und die VAE

Die Gegenseite schläft nicht. Als die Nachricht vom entstehenden saudisch-pakistanisch-türkischen Block bekannt wurde, reagierten die Vereinigten Arabischen Emirate blitzschnell. Präsident Mohammed bin Zayed stattete Indien einen Blitzbesuch ab, der in einem weitreichenden Verteidigungsabkommen mündete. Israelische Medien zögerten nicht, dies als dreiseitiges Bündnis zwischen Israel, Indien und den VAE zu bezeichnen.

Die gemeinsame Erklärung enthielt eine vage Verurteilung des „grenzüberschreitenden Terrorismus" – eine Formulierung, die Indien häufig verwendet, um Pakistan zu diffamieren. In Islamabad sorgte dies verständlicherweise für Aufsehen.

Saudi-Arabiens afrikanische Offensive

Riad beschränkt sich jedoch nicht auf die Partnerschaft mit Ankara und Islamabad. Das Königreich strebt auch eine militärische Zusammenarbeit mit Ägypten und Somalia an – eine direkte Reaktion auf die Machtpolitik der Emirate in Afrika und am Roten Meer. Der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud wird voraussichtlich einen Verteidigungspakt mit Saudi-Arabien abschließen, nachdem Somalia kürzlich seine Hafen- und Sicherheitsabkommen mit den VAE aufgekündigt hat.

Das Ende der westlichen Dominanz?

Was wir hier beobachten, ist nichts Geringeres als die Neuordnung einer ganzen Region. Die jahrzehntelange Strategie westlicher Mächte, die Staaten Westasiens gegeneinander auszuspielen, scheint an ihre Grenzen zu stoßen. Konfessionelle Differenzen, die einst unüberwindbar schienen – etwa zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran – treten in den Hintergrund, wenn es darum geht, gemeinsamen Bedrohungen zu begegnen.

Ob sich die Achse Riad-Ankara-Islamabad tatsächlich zu einem langfristigen Gegengewicht entwickeln kann, bleibt abzuwarten. Doch eines steht fest: Die unipolare Weltordnung, in der Washington nach Belieben schalten und walten konnte, gehört der Vergangenheit an. Die multipolare Zukunft hat längst begonnen – und sie wird nicht in westlichen Hauptstädten gestaltet, sondern in Riad, Ankara und Islamabad.

Für Deutschland und Europa sollte dies ein Weckruf sein. Während sich unsere Politiker in ideologischen Grabenkämpfen verlieren und die Bundeswehr systematisch kaputtgespart wird, entstehen anderswo neue Machtblöcke, die ihre Interessen mit Nachdruck vertreten. Die Frage ist nicht mehr, ob sich die geopolitischen Gewichte verschieben werden – sondern nur noch, wie schnell.

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