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KI-generiert

Milliardengrab Cariad: VW-Softwaretochter streicht bis zu 1.400 Jobs!

Milliardengrab Cariad: VW-Softwaretochter streicht bis zu 1.400 Jobs!
Symbolbild: KI-generiert

Die nächste Abbaurunde bei Volkswagen trifft die Software-Sparte Cariad. Wie der Betriebsrat berichtet, hat der Vorstand der Belegschaft vergangene Woche einen massiven Stellenabbau angekündigt. Laut der Deutschen Presse-Agentur sollen 1.000 der rund 4.300 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. IG Metall und Betriebsrat rechnen sogar mit bis zu 1.400.

Damit wird der Laden, der Volkswagen ins digitale Zeitalter führen sollte, zum Symbol für das Scheitern des Konzerns.

Die Rechnung der Gewerkschaft

Die höhere Zahl der IG Metall ergibt sich aus mehreren Posten. Rund 400 Beschäftigte müssen noch aus einem früheren Sparprogramm gehen. Dazu kommen die 1.000 neu angekündigten Streichungen. Außerdem sollen etwa 200 Stellen für KI-Spezialisten entstehen, während an anderer Stelle 200 Jobs wegfallen. Bestätigt sind diese Schätzungen allerdings nicht.

Cariad will die Kosten für Forschung und Entwicklung um rund eine Milliarde Euro pro Jahr senken. Dafür sollen vor allem die Personalkosten sinken. Einem Medienbericht zufolge will das Unternehmen zwischen 2027 und 2031 rund 6,1 Milliarden Euro weniger investieren. Besonders hart trifft es Ingolstadt: Dort arbeiten nach Medienberichten allein 2.100 Menschen für Cariad.

Tarifverträge gekündigt, Gewerkschaft auf den Barrikaden

Die Arbeitnehmerseite reagiert empört. IG-Metall-Verhandlungsführer Juan Carlos Rio Antas erklärte:

„Diese Pläne treffen bei den Beschäftigten, ihren Betriebsräten und der IG Metall auf entschiedenen Widerstand.“

Die Gewerkschaft beruft sich auf die Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2029 ausschließt. Cariad will den Umbau aber deutlich früher abschließen. Abfindungen und Vorruhestand wären zwar denkbar. Auf der Betriebsversammlung am 30. September verkündete die VW-Tochter jedoch, dass sie ihre zentralen Tarifverträge mit der IG Metall gekündigt hat. Wenige Wochen zuvor hatte der Mutterkonzern den „Zukunftsplan 2030“ vorgestellt und fast alle Haustarifverträge gekündigt.

Eine Belegschaft schrumpft in Rekordtempo

Für die Mitarbeiter ist das nicht der erste Einschnitt. Ende 2023 hatte Cariad noch 6.500 Beschäftigte und kündigte an, die Kosten um 20 Prozent zu senken. Im März 2025 waren es noch rund 5.900. Danach folgte ein weiteres Programm mit 1.600 Stellen. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Belegschaft also fast um ein Drittel verkleinert.

60 Euro gegen 120 Euro: Der Standort zahlt drauf

Offiziell begründet Cariad den Abbau mit der Konkurrenz. Man müsse gegenüber externen Software-Anbietern wie Rivian und Xpeng mithalten können. Beide arbeiten inzwischen selbst mit VW zusammen. Dass der Konzern seine eigene Software-Tochter mit Partnern aus den USA und China vergleicht, zeigt deutlich, wie weit Cariad zurückliegt.

Der Kostenunterschied ist enorm. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung kostet eine Entwicklerstunde in China rund 60 Euro, in Wolfsburg dagegen etwa 120 Euro. Hohe Energiepreise, Bürokratie und Steuern schwächen den Standort Deutschland zusätzlich. Viele Beobachter sehen hier vor allem die Politik in der Verantwortung. Die versprochene Wirtschaftswende der Regierung Merz kommt in den Werkshallen bisher kaum an.

Verluste in Milliardenhöhe

Dazu kommen hausgemachte Probleme. Die Software von Cariad verzögerte sich immer wieder. Zentrale Elektromodelle wie der Porsche Macan und der Audi Q6 e-tron kamen teils Jahre zu spät auf den Markt.

  • Bis Anfang 2025 summierten sich die Verluste auf rund 7,5 Milliarden Euro.
  • Den Gesamtschaden durch verschobene Modellstarts bezifferte das Manager Magazin auf deutlich mehr als 20 Milliarden Euro.
  • 2025 lag das operative Minus bei 2,2 Milliarden Euro.
  • Im ersten Halbjahr 2026 waren es minus 855 Millionen Euro.

Dabei war der Plan ehrgeizig. Die Sparte wurde 2020 als „Car.Software Organisation“ gegründet und sollte zu einem der größten Software-Unternehmen Europas werden. Ab 2025 sollte sie rund 60 Prozent der Software für alle Konzernmarken liefern. Davon ist nichts übrig geblieben. Die Zeche zahlen jetzt Tausende Beschäftigte.

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