
Mütterrente belastet Rentenkasse mit 13,5 Milliarden Euro pro Jahr
Die Mütterrente entwickelt sich zu einem der größten Kostenfaktoren im deutschen Rentensystem. Wie aus aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegen, verschlingt diese Sozialleistung jährlich rund 13,5 Milliarden Euro. Seit ihrer Einführung im Jahr 2014 haben sich die Gesamtkosten auf beachtliche 119 Milliarden Euro summiert.
Was ist die Mütterrente?
Mit der Mütterrente werden seit Juli 2014 für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, zwei Erziehungsjahre bei der Rentenberechnung angerechnet. Diese Regelung sollte eine Gerechtigkeitslücke schließen, da Mütter jüngerer Kinder bereits drei Erziehungsjahre angerechnet bekommen. Die Leistung kommt überwiegend Frauen zugute, die ihre Erwerbstätigkeit zugunsten der Kindererziehung eingeschränkt oder unterbrochen haben.
Weitere Ausweitung ab 2027 geplant
Die Kosten werden in den kommenden Jahren weiter steigen. Ab 2027 ist eine erneute Ausweitung der Mütterrente vorgesehen. Diese Erweiterung soll die jährlichen Ausgaben um weitere fünf Milliarden Euro erhöhen. Die Finanzierung dieser zusätzlichen Belastung soll aus Steuermitteln erfolgen. Sollte die technische Umsetzung nicht rechtzeitig gelingen, ist eine rückwirkende Auszahlung vorgesehen.
Kritik aus verschiedenen Lagern
Die Mütterrente steht zunehmend in der Kritik. Insbesondere jüngere Politiker der Unionsparteien äußern Bedenken hinsichtlich der langfristigen Finanzierbarkeit. Auch Fachleute weisen angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland auf den wachsenden finanziellen Druck hin, dem das Rentensystem ausgesetzt ist. Der CDU-Wirtschaftsrat hat zuletzt sogar die vollständige Abschaffung der Mütterrente gefordert.
Die Debatte um die Mütterrente spiegelt einen grundsätzlichen Konflikt wider: Auf der einen Seite steht die Anerkennung der Erziehungsleistung älterer Mütter, auf der anderen Seite die Sorge um die Tragfähigkeit des Rentensystems für kommende Generationen. Mit einer alternden Bevölkerung und einem ungünstiger werdenden Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern stellt sich die Frage, wie solche Leistungen langfristig finanziert werden können.
Demografischer Wandel als Herausforderung
Deutschland steht vor erheblichen demografischen Herausforderungen. Die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer gehen in den kommenden Jahren in Rente, während gleichzeitig weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten. Diese Entwicklung erhöht den Druck auf das umlagefinanzierte Rentensystem erheblich. Zusätzliche Leistungen wie die Mütterrente verschärfen diese Situation weiter.
Die politische Diskussion um die Zukunft der Mütterrente dürfte angesichts der geplanten Ausweitung und der damit verbundenen Mehrkosten in den kommenden Monaten an Intensität gewinnen.

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