Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
19.08.2026
06:03 Uhr
KI-generiert

Öl-Schatz vor Usedom: Polen bohrt – Deutschland blockiert

Öl-Schatz vor Usedom: Polen bohrt – Deutschland blockiert
Symbolbild: KI-generiert

Nur wenige Kilometer vor der Ostseeküste bei Świnoujście liegt einer der größten Rohstofffunde in der Geschichte Polens. Das Feld „Wolin East" soll nach Angaben des kanadischen Betreibers Central European Petroleum (CEP) rund 22 Millionen Tonnen förderbares Öl und fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas enthalten. Während Warschau von Versorgungssicherheit spricht, formiert sich auf deutscher Seite geballter Widerstand – politisch wie juristisch.

Mecklenburg-Vorpommern stellt sich quer

Die Landesregierung in Schwerin hat sich früh festgelegt. Umweltminister Till Backhaus erklärte eine Förderung an dieser Stelle für unvereinbar mit den Umwelt- und Tourismusinteressen auf deutscher Seite und forderte eine klare Positionierung der Bundesregierung gegenüber Polen.

Besonders verärgert zeigte sich das Land darüber, bei früheren Erkundungsarbeiten nicht ausreichend eingebunden worden zu sein. Eine ebenso scharfe Absage aus Berlin ist bislang allerdings nicht dokumentiert – in der Hauptstadt hüllt man sich lieber in vielsagendes Schweigen.

Verbände drohen mit dem Gang vor Gericht

Inzwischen hat sich ein breites Bündnis gebildet: Deutsche Umwelthilfe, BUND Mecklenburg-Vorpommern, WWF und die Bürgerinitiative Lebensraum Vorpommern wollen das Projekt stoppen – notfalls mit rechtlichen Mitteln. Eine Petition mit rund 88.000 Unterschriften soll im September an die EU-Kommission übergeben werden.

Die Verbände verweisen darauf, dass europäische Meeresschutzgebiete nach ihren Angaben nur etwa 200 Meter vom bisherigen Bohrstandort entfernt beginnen. Sie warnen vor Unterwasserlärm, Schadstoffeinträgen und den Folgen eines möglichen Ölunfalls – und sehen den Tourismus auf Usedom bedroht.

Warschau rechnet in Barrel, Berlin in Bedenken

Für Polen ist der Fund ein energiepolitischer Volltreffer. Im gesamten Konzessionsgebiet Wolin könnten Medienberichten zufolge mehr als 33 Millionen Tonnen Öl und rund 27 Milliarden Kubikmeter Erdgas lagern – CEP beziffert allein den Fund Wolin East auf etwa 200 Millionen Barrel Öläquivalent. Es wäre der größte bekannte konventionelle Kohlenwasserstofffund des Landes.

Bekannt wurde die Entdeckung im Juli 2025. Seither arbeitet der Betreiber auf eine zügige Erschließung hin. Genehmigt ist die kommerzielle Förderung bislang nicht; weitere Unterlagen müssen eingereicht werden.

Pikant: Einem Bericht der „Welt" zufolge könnte sich die Lagerstätte geologisch teilweise bis unter deutsches Gebiet erstrecken. Sollte sich das bestätigen, säße Deutschland buchstäblich auf einem Rohstoffschatz – und diskutierte trotzdem vor allem darüber, wie man ihn im Boden lässt.

Ein Streit, der nach Brüssel wandert

Rechtlich ist die Lage klar: Ein Projekt auf polnischem Hoheitsgebiet kann Deutschland nicht einfach untersagen. Über grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfungen könnten deutsche Behörden und die EU jedoch Beteiligungsrechte geltend machen. Der Konflikt verlagert sich damit in Genehmigungsverfahren und Gerichtssäle.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Fall ein Muster: Während Nachbarländer ihre Energiebasis konsequent verbreitern, verlegt sich Deutschland auf Verhinderung – und importiert am Ende genau die Rohstoffe, deren Förderung vor der eigenen Haustür politisch unerwünscht ist. Wer Energie teuer macht, schwächt Industrie, Arbeitsplätze und die Kaufkraft der Bürger.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen